Alphabet teilt seinen Gewinn mit immer weniger Anlegern

Eine der herausragenden Börsennachrichten dieser Woche war die Meldung, dass der Google-Mutterkonzern Alphabet den Konkurrenten Apple als wertvollstes Unternehmen der Welt abgelöst hat.

Zumindest vorübergehend war Alphabet an der Börse höher bewertet als der iPhone-Hersteller.

Massiver, aber kurzfristiger Kursanstieg bei der Alphabet-Aktie

Grund für den rasanten Kursanstieg um 8%, der aber binnen weniger Tage wieder in sich zusammenfiel, waren die gut ausgefallenen Quartals-Ergebnisse.

In seinem Kerngeschäft erwirtschaftete Alphabet 2015 einen Umsatz von 74,5 Mrd. Dollar und einen Betriebsgewinn von 23,4 Mrd. Dollar.

Und auch die Tendenz stimmt: Konzernübergreifend stieg der Umsatz im vergangenen Quartal um 18% auf 21,3 Mrd. Dollar – das ist leicht besser als von Analysten erwartet, die im Schnitt mit 20,8 Mrd. Dollar gerechnet hatten.

Der Nettogewinn belief sich auf 4,9 Mrd. Dollar, das Ergebnis je Aktie von 8,67 Dollar übertraf die Prognosen um 57 Cent.

Alphabet kauft für 5,5 Mrd. Dollar eigene Aktien zurück

Bei der Zahlen-Präsentation berichtete Alphabet auch von seinem Aktienrückkauf-Programm: Im Abschluss-Quartal 2015 gab der Konzern 1,8 Mrd. Dollar für den Kauf eigener Aktien aus.

Zudem wurden im Januar 2016 Mittel für den Kauf von weiteren 514.000 Anteilen bewilligt. Insgesamt will das Unternehmen noch 3,7 Mrd. Dollar in den Erwerb eigener Aktien stecken.

Was haben die Alphabet-Anleger davon?

Im Gegensatz zum gewöhnlichen Anleger behält Alphabet die zurückgekauften Aktien nicht, sondern zieht sie zwecks Kapital-Herabsetzung ein.

Im Klartext: Das Unternehmen vernichtet seine eigenen Aktien. Dadurch sinkt die Gesamtzahl der Aktien. Der Unternehmens-Gewinn wird also auf weniger Aktien verteilt, jede einzelne Aktie gewinnt so automatisch an Wert.

Aktien von Aktienrückkäufern laufen besser

Zahlreiche Untersuchungen – unter anderem von Bloomberg und Morgan Stanley – belegen, dass sich die Wertpapiere von Aktienrückkäufern besser als der Gesamtmarkt entwickeln.


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So lief der S&P 500 Buyback Index, in dem die 100 US-amerikanischen Unternehmen mit den umfangreichsten Aktienrückkäufen notiert sind, in den vergangenen 10 Jahren um 49% besser als der Vergleichsindex S&P 500.

Bevor Sie jedoch in einen Aktienrückkäufer investieren, sollten Sie das Gesamtpaket genau untersuchen:

Wie ist das Unternehmen aufgestellt? Stimmen die Fundamentaldaten? Ist das Geschäftsmodell zukunftsfähig?

Und auch die Hintergründe des Aktienrückkauf-Programms müssen stimmen.

So gibt es durchaus Fälle, in denen sich ein Unternehmen das Rückkauf-Programm gar nicht leisten konnte.

Notwendige Investitionen für den Geschäfts-Ausbau wurden vernachlässigt, die Konsequenz: ein sinkender statt steigender Kurs.

Für Alphabet gilt: Zumindest die Sorge um fehlende Investitionen müssen Sie angesichts der sprudelnden Gewinne nicht haben.

6. Februar 2016

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Philipp Ley
Von: Philipp Ley. Über den Autor

Philipp Ley ist ausgebildeter Wirtschaftsjournalist mit Stationen u. a. bei n-tv, Financial Times Deutschland, Rheinischen Post und der Aktien-Analyse. In den vergangenen zwölf Jahren hat er zudem als Kommunikations- und Investor-Relations-Berater zahlreiche Geschäftsberichte erstellt: für kleinere aufstrebende Unternehmen ebenso wie für Börsenschwergewichte.

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