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Alstria Office will Deutsche Office übernehmen

Ein ungewohntes Bild am ersten Tag der neuen Börsenwoche: Die griechische Regierung meldet sich zu Wort und der deutsche Leitindex DAX springt vor Freude fast 4% nach oben.

Auslöser war ein neues Verhandlungspapier, das die griechische Regierung an die Geldgeber geschickt hat. Zwar gab es zunächst Irritationen, da es mehrere unterschiedliche Versionen gab, doch die groben Eckpunkte zeigen, dass ein Kompromiss wahrscheinlich ist. Dann hätte Griechenland in letzter Sekunde wieder einen Zeitpuffer bis zum nächsten Krisengipfel gewonnen.

Während in den Medien das Thema Griechenland alles andere überstrahlt, blicken die Unternehmen optimistischer in die Zukunft. Speziell in der Immobilien-Branche gibt es zahlreiche Übernahme- und Fusionsgespräche, da Größe in dieser Branche einen höheren Gewinnhebel verspricht.

Der Hamburger Büroimmobilien-Vermieter Alstria Office will seinen annähernd gleich großen Konkurrenten aus Köln, Deutsche Office, übernehmen. Damit rollt die Übernahmewelle am deutschen Immobilienmarkt weiter.

Die Übernahme soll durch einen Aktientausch vollzogen werden. Das bedeutet, dass den Aktionären von Deutsche Office kein Barangebot unterbreitet wird, sondern diese für ihre Deutsche-Office-Aktien im Gegenzug Aktien von Alstria Office erhalten. Dies teilte Alstria Office vor wenigen Tagen mit.


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Positiv für Alstria-Aktionäre

Die bevorstehende Übernahme ist für Aktionäre von Alstria Office gleich aus mehreren Gründen positiv. Die „neue“ Alstria wäre mit einem Portfolio von 125 Büroimmobilien im Wert von 3,4 Mrd. Euro und einem Börsenwert von gut 1,7 Mrd. Euro die Nummer 5 unter den Büro-Vermietern in Europa.

Ab einem Börsenwert von rund 1 Mrd. Euro gelten Immobilien-Unternehmen als interessant für große, internationale Investoren. Diese Marke würde Alstria nach der Übernahme locker überspringen.

Außerdem stünde Alstria mit großer Wahrscheinlichkeit demnächst auch vor einem Aufstieg vom SDax in den nächst größeren Index MDax. Das würde neue Investoren – vor allem Indexfonds – anziehen, die sich mit Alstria-Aktien eindecken müssten, wodurch wiederum die Nachfrage nach Alstria-Aktien steigen würde.

Ein weiterer Pluspunkt, der sich aus der geplanten Übernahme von Deutsche Office durch Alstria ergibt, ist, dass Alstria dadurch selbst zum Übernahmekandidaten wird. Denn: bisher war Alstria für internationale Investoren zu klein. Als neue Nr. 5 in der Europa-Rangliste wird der Immobilienkonzern auch für die großen Bieter, die Milliardenbeträge anlegen müssen oder wollen, attraktiv.

„Wir wollen die Aufmerksamkeit für uns und unsere Bedeutung in Europa erhöhen“, sagte Alstria-Chef Olivier Elamine in einer Telefonkonferenz am vergangenen Dienstag.

Großaktionär von Deutsche Office ist mit im Boot

Der US-Finanzinvestor Oaktree, der Deutsche Office erst vor gut eineinhalb Jahren aus seinen eigenen Büroimmobilien und dem Münchner Unternehmen Prime Office „gebaut“ hatte, will das Angebot von Alstria annehmen. Damit ist der Großaktionär bereit, den von Alstria angestrebten Aktientausch mitzumachen.

Oaktree hält 60,5% an Deutsche Office – und wäre mit 27% größter Anteilseigner der „neuen“ Alstria. Damit die Übernahme zustande kommt, müssen nur noch relativ wenige freie Aktionäre von Deutsche Office ihre Papiere zum Tausch anbieten.

Der wesentliche Grund für die Übernahme

Nach Aussage des Alstria-Chefs Elamine ist der wesentliche Grund für die Übernahme, dass Alstria ein stärkeres Unternehmen schaffen wolle. Deutsche Office ist vor allem im Raum Rhein-Main stark, wo Alstria kaum vertreten ist.

Auch an Rhein und Ruhr und in Berlin werde Alstria eine größere Rolle spielen. Immobilien außerhalb der Kernregionen mit einem Wert von 200 Millionen Euro sollen verkauft und die Schuldenquote damit gesenkt werden.

Zudem will Alstria die Finanzierung von Deutsche Office neu aushandeln. Damit ließen sich nach Angaben von Alstria dank des besseren Ratings der Hamburger 15 Mio. Euro pro Jahr einsparen.

Fazit: Eine Übernahme, die Sinn macht

Bei der Fusion zwischen Alstria und Deutsche Office bzw. bei der Übernahme von Deutsche Office durch Alstria handelt es sich somit um einen Zusammenschluss, der operativ und strategisch Sinn macht. Daher sollten Alstria-Aktionäre künftig von diesem Schritt profitieren.

Aber nicht nur die möglichen neuen Größenvorteile, auch die attraktiven Dividenden-Ausschüttungen sprechen für die Alstria-Aktie. Nach dem Dividendenabschlag ist die Aktie aktuell günstig bewertet.

22. Juni 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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