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Altice-Chef lässt Worten Taten folgen: Cablevision-Übernahme kommt

Es ist eine Übernahme mit Ankündigung: Der niederländische Telekom-Konzern Altice übernimmt für 17,7 Mrd. Dollar (inkl. Schulden) den US-amerikanischen Kabelnetzbetreiber Cablevision.

Erst vor wenigen Monaten hatte Altice-Chef Patrik Drahi angkündigt, dass Cablevision ganz oben auf seiner Wunschliste steht. Der jetzige Deal ist also nicht die ganz große Überraschung – doch war die Übernahme alles andere als selbstverständlich.

Altice steigt zur neuen Nummer 4 im US-Kabelmarkt auf

Im Sommer kündigte Altice-Chef Drahi an, dass er in den USA einen riesigen Kabelkonzern aufbauen will. Kurz zuvor hatte er bereits mit einer 8 Mrd. Dollar Offerte an die Suddenlink-Aktionäre klar gemacht, dass dies nicht nur eine Phantasie – sondern ein konkreter Plan ist.

Cablevision und Cox Communications würde er am liebsten als nächstes kaufen. Den ersten Kandidaten der Wunschliste hat er jetzt. Und mit dem Zukauf kommt er auch seinem strategischen Ziel näher, einen Telekom-Konzern zu schaffen, der noch größer ist als sein europäisches Telekom-Imperium.

Die Kombination von Suddenlink und Cablevision hievt Altice bereits auf Platz 4 der größten US-Kabelnetzbetreibers und weitere Deals sind vorprogrammiert.

Aktionäre kassieren über 20% Prämie

Die Übernahme freut – wie fast immer – vor allem die Aktionäre des Übernahme-Kandidaten. Altice bietet 34,90 Dollar je Cablevision-Anteilsschein, ein Aufschlag von 22% auf den gestrigen Schlusskurs.


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Heute Morgen zieht das Papier des Übernahme-Kandidaten Richtung Angebotspreis. Dies zeigt Ihnen, dass der Aktienmarkt keine größeren Probleme bei der Durchführung des Deals erwartet.

Dies ist wenig verwunderlich, denn die Manager empfehlen die Annahme der Offerte und der Großaktionär hat bereits den Übernahme-Konditionen zugestimmt.

Mangelnde Wachstumsperspektive dürfte ausschlaggebend für Verkauf durch Gründerfamilie gewesen sein

Nach einer Reihe von Deals in Europa und dem Milliardenzukauf Suddenlink in den USA geht die Schulden-finanzierte Jagd nach Übernahme-Kandidaten also weiter.

Die Cablevision-Übernahme war strategisch vorhersehbar, doch es sah lange Zeit nicht danach aus, als wenn Drahi mit seinem Plan die 72% der von der Gründerfamilie gehaltenen Aktien bekommen könnte.

Das war auch die große Krux an einer Investition. Übernahme-Jäger mussten im Hinterkopf halten, dass Cablevisions Geschäfte unter Druck standen. Das Unternehmen operiert hauptsächlich im hart umkämpften New Yorker Raum und hat kaum Wachstumspotenzial.

Jüngste Geschäftszahlen zeigten einen Gewinnrückgang von über 20% und Analysten erwarteten auch für 2016 einen Rückgang. Ohne Deal wäre ein Preis von 34,90 Dollar utopisch.

Das zeigte auch die Kursreaktion im Vormonat. Der Kurs ging nach den Spekulationen um über 20% zurück. Immerhin: Wer standhaft blieb, hat den zwischenzeitlichen Buchverlust in einen satten Gewinn verwandelt.

Wer ist der Nächste? – Altice wird weiter zukaufen

Aktionäre des Bieters unterstützen den Übernahme-Kurs des Managements. Dies erkennen Sie daran, dass in einem leicht positiven Marktumfeld die Altice-Aktie am Mittag um 5% zulegen kann.

Normalerweise verliert die Bieter-Aktie nach Übernahme-Ankündigungen, da dadurch mehr Integrations-Unsicherheit entsteht und vielleicht zu viel bezahlt wurde.

Altice kommt aber zugute, dass man durch Deals groß geworden ist und genau weiß, wie Zukäufe integriert werden müssen. Und der nächste Deal dürfte nicht lange auf sich warten lassen.

Interessant dürften für Übernahme-Spekulanten börsennotierte US-Kabelnetz-Anbieter sein, die noch nennenswerte Größe haben. Die jetzige Übernahme bedarf weiterer Zukäufe, um das Synergie-Potenzial zu vergrößern.

Zudem bestehen gute Chancen, dass auch andere Branchengrößen weiter zukaufen. Die Konsolidierung in dem Markt ist noch nicht vorbei. Der Übernahme-Sensor bleibt für Sie am Ball.

17. September 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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