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Amazon als Kaffeeröster

Angefangen hat Amazon mal relativ bescheiden als Online-Buchhandel, doch die Zeiten sind längst vorbei: Das Sortiment wurde rasch erweitert.

Inzwischen gibt es fast nichts mehr, was es nicht gibt bei Amazon selbst oder über einen der zahlreichen Drittanbieter, die ihre Waren zentral über den Onlineshop des US-Giganten verkaufen.

Im Laufe der Jahre hat Amazon dabei auch eine ganz eigene Produktpalette etabliert. So gibt es längst einen hauseigenen E-Book-Reader sowie Tablets, die unter der Marke „Fire“ laufen. Auch ein TV-Stick ist im Angebot.

Angriff auf zahlreiche Branchen

Über das Webangebot lassen sich nicht nur Musik und Filme streamen – Amazon ist inzwischen auch selbst zum Produzenten exklusiver Film- und Serien-Angebote geworden.

Man fährt damit in Deutschland ähnlich erfolgreich wie Konkurrent Netflix, der v. a. für aufwendig und teuer produzierte Eigenserien bekannt ist und Fans anlockt.


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Doch seit kurzem hat Amazon eine weitere Branche im Visier: Supermärkte und Lebensmittel-Händler. In einigen Städten laufen bereits Testphasen: Kunden können frische Lebensmittel online bestellen und bekommen sie zeitnah nach Hause geliefert.

Die Supermärkte haben ihrerseits nachgerüstet und bieten in einigen Großstädten nun ebenfalls Lieferdienste oder Abhol-Services an, bei denen die Kunden vorbestellte Ware fertig in Taschen verpackt nur noch abholen und bezahlen müssen.

Amazon vertreibt Nahrungsmittel unter Hausmarke

Aber Amazon wäre nicht Amazon, ginge es nicht schnell noch einen Schritt weiter: Das Unternehmen hat vor einigen Tagen erste Nahrungsmittel unter eigener Marke herausgebracht.

Bei „Mama Bear“ handelt es sich um Babynahrung, bei „Happy Belly Coffee“ um fair gehandelten organischen Kaffee. Beide Marken schneiden bei den ersten Kunden-Bewertungen ziemlich gut ab und erzielen im Schnitt mehr als 4 von 5 Sternen.

Der Clou: Die Eigenprodukte sind ausschließlich für Amazon Prime Kunden erhältlich – also für solche, die eine Jahresgebühr entrichten, um Vorzüge wie etwa kostenfreien oder schnelleren Versand zu genießen.

Insofern schlägt Amazon hier gleich 2 Fliegen mit einer Klappe. Einerseits wird das Nahrungsmittel-Angebot gestärkt, andererseits die Prime-Mitgliedschaft beworben.

Setzen sich Kaffee und Babybrei bei den Kunden durch, wäre es nur logisch, die Produktpalette perspektivisch noch auszubauen und um weitere Bereiche zu erweitern.

Investitionen in Innovationen

Kunden wie Anleger wissen: Amazon schläft nie – ganz im Gegenteil:

Jahrelang hat das Unternehmen unterm Strich trotz milliardenschwerer Umsätze keine oder nur marginale Gewinne erzielt, weil Firmenchef Jeff Bezos alles in neue Projekte investierte: Tablet-Produktion, Filmstudios, Kaffee-Rösterei.

Doch der immense Erfolg gibt ihm Recht, und die Aktionäre glauben an seine Ideen und vertrauen seinem Geschäftssinn. Auf Jahressicht ist die Amazon Aktie um satte 65% gestiegen auf zuletzt 650 € oder knapp 730 US-Dollar.

2016-07-08 Amazon

9. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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