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Ambarella-Aktie: Spezialist für Hochgeschwindigkeits-Chips auf Achterbahnfahrt

Der Blick auf den Kursverlauf der Ambarella-Aktie macht ganz schnell deutlich. Die Papiere des Chipherstellers sind nichts für schwache Nerven. Im Oktober 2012 legte der US-Konzern einen wahrlich spektakulären Börsengang hin.

In nicht einmal drei Jahren kletterte die Aktie von 6 Dollar um über 2.000% auf 129 Dollar in der Spitze. Doch dann drehte die Stimmung und die Anleger flohen scharenweise aus den Papieren. Mittlerweile kann man die Aktie wieder bei 37 Dollar aufsammeln.

Warum ist die Aktie zuletzt so stark unter die Räder gekommen?

Ambarella in Sippenhaft mit Großkunde GoPro

Mit dem Aufstieg des Actionkameraherstellers GoPro entwickelte sich auch die Ambarelle-Aktie zum Anlegerliebling. Denn mit rund 25 bis 30% Umsatzanteil hatte der Erfolg von GoPro auch spürbare Auswirkungen auf Ambarellas Ergebnisse. Doch die Geschäfte bei GoPro laufen bereits seit einiger Zeit nicht mehr rund.


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Das Ein-Produkt-Unternehmen bekommt die zunehmende Konkurrenz zu spüren. Zugleich scheint es eine Marktsättigung bei den einst so beliebten Actionkameras zu geben. Die Kombination führte erst vor wenigen Tagen zu einer erneuten Gewinnwarnung des Großkunden.

Chipkonzern mit breiter Kundenbasis

Um die Lage bei Ambarella zu beurteilen lohnt sich aber ein genauerer Blick auf das Geschäftsmodell. Denn die Chips werden eben nicht nur in Helmkameras von GoPro eingesetzt.

Vielmehr beliefert das Technologieunternehmen auch Hersteller von Drohnen und ist bei weiteren Herstellern von Mini-Kameras und Smartphones an Bord, so etwa beim schnell wachsenden Konkurrenten von Apple und Samsung, der chinesischen Xiaomi.

Drohnen werden immer wichtiger

Dem Markt für Drohnen prognostizieren viele Experten eine rosige Zukunft. Über die kommenden zehn Jahre dürfte sich das gesamte Marktvolumen auf insgesamt 93 Milliarden Dollar ­belaufen. Der zivile Bereich wächst laut Analysten auf rund 26 Milliarden Dollar.

Alleine in den USA gibt es über 90 verschiedene Drohnenhersteller. Der Marktführer DJI sitzt allerdings in China. Ambarella kann dies egal sein. Denn die Videoprozessoren des US-Konzerns kommen bei diversen Drohnenherstellern zum Einsatz. So auch beim Marktführer DJI oder dem Rivalen Yuneec. Aktuell dürften die Erlöse mit dem Drohnengeschäft zwischen 10 und 20% von Ambarellas Gesamtgeschäft ausmachen.

Margen auf Rekordniveau

Die Geschäftsentwicklung von Ambarella kann sich dabei durchaus sehen lassen. Seit 2012 wurde die Gewinnmarge von 10,10% auf zuletzt 23,17% nach oben gefahren. Die Erlöse lagen im vergangenen Geschäftsjahr allerdings erst bei 218 Millionen Dollar.

Für das aktuelle Quartal hat die Konzernführung die Erlösprognose mit 65 bis 67,5 Millionen Dollar leicht nach unten genommen. Für 2015 könnten damit unterm Strich gut 315 Millionen Dollar an Erlöse zusammenkommen.

Das Nettoergebnis dürfte gemäß Unternehmensangaben bei etwa 87 Millionen Dollar liegen. Das entspricht über 2,70 Dollar Gewinn je Aktie. Damit wird die Aktie nach dem Kurseinbruch derzeit mit dem knapp 14-fachen der erwarteten Gewinne bewertet.

Bei den hohen Gewinnmargen erscheint das auf den ersten Blick nicht überteuert. Allerdings gehen die Analysten in den kommenden Jahren von einer deutlich geringeren Wachstumsdynamik aus.

In 2017 rechnen die Experten nur noch mit einem Umsatzzuwachs von 17%, nach über 40% Wachstum im Vorjahr. Sollten sich die Prognosen aber als zu pessimistisch herausstellen, dann könnte die Ambarelle Aktie schnell ihren Boden gefunden haben.

9. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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