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Angekündigt: China übernimmt Europa. Devisenstrategie und der Euro

China kauft sich in Italien ein. So sieht es dieser Tage aus, die Italiener bitten um Unterstützung. Bereits vor längerer Zeit haben wir an dieser Stelle beschrieben, wie China mit seinen Devisenreserven nach und nach Europa quasi aufkauft.

Dies ist verständlich – geht es dabei doch direkt gegen oder vielmehr: für den Dollar. Lesen Sie hier zum Hintergrund der Devisenstrategie von China mithilfe des Euro.

Der Euro: Vertrauen sinkt

Es fing an mit der Unterstützung für Griechenland: China stützte Athen noch mit kleineren Beträgen, als das Drama bekannt wurde. Damals vermuteten wir, dass es dabei nicht bleiben würde. Spanien etwa könne der nächste Kandidat sein.


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Spanien wurde der nächste Kandidat. Auch das sollte nicht reichen. Hintergrund ist die Überlegung, dass China mit solchen Maßnahmen endlich Einfluß auf den Dollar gewinnt. Denn: die großen Gegenspieler an den Devisenmärkten sind Dollar und Euro.

Je mehr Euro China aber anhäuft, je dichter China einzelne EU-Staaten an sich bindet, desto höher die Abhängigkeit der Eurozone von China. Dann jedoch haben die Chinesen indirekt bis sogar direkt Zugriff auf die Stabilität des Euro. Durch Drohgebährden oder wahlweise weitere Hilfen können sie den Daumen senken oder heben.

Dollar fest im Blick

Mit Blick auf den Dollar haben die Chinesen den Euro als Instrument daher schätzen gelernt. Wenn die Chinesen den Euro stärken, etwa durch weitere Aufkäufe, werten sie den Dollar automatisch mit ab. Wenn sie eines Tages den Euro fallen lassen, werten sie den Dollar nach Belieben auf.

Das hat drei Vorteile für China: So ist China Hauptgläubiger der USA. 26,7% der Schulden der USA gehören China. Zugriff auf den Dollar zu haben ist daher lebensnotwendig, weil sie über das Wohl und Wehe ihres Schuldners entscheiden.

Zusätzlich haben die Chinesen bereits Dollarreserven von weit mehr als 2 Billionen US-Dollar. Der Wert des Dollar entscheidet damit auch über das eigene Vermögen. Schließlich aber bestimmen die Chinesen damit noch über den Absatzmarkt für ihre eigenen Produkte. Je härter der Dollar, desto mehr Waren können die Chinesen in den USA absetzen. Daher ist der Euro ein wichtiger Hebel für China:

  • Je mehr Staaten China ohne Zutun der EZB (Europäischen Zentralbank) unterstützt, desto größer der Einfluß auf den Euro.
  • Der Einfluß auf den Euro aber gibt China Zugriff auf den Dollar.
  • Tendenziell braucht China einen starken Dollar – für den eigenen Absatz und wegen des eigenen Vermögens. Daher wird China den Euro tendenziell destabilisieren.

GeVestor meint: Wir haben es lange kommen sehen – China stürzt sich mit seiner Devisenstrategie auf die Eurozone, Krisenstaaten nehmen das „Angebot“ dankbar an. Es wird enger für den Euro.

Schützen Sie sich mit den gewohnten „Sachinvestitionen“. Währungsspekulationen dagegen bleiben riskant.

14. September 2011

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Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

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