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Angst vor dem Zinsanstieg

Die jüngsten Äußerungen der Banker der Federal Reserve, der amerikanischen Notenbank, verunsicherte die vom niedrigen Zinsniveau verwöhnten Märkte stark.

Die Notenbanker sehen die Wirtschaft der USA in einer robusten Verfassung und auf einem stabilen Wachstumspfad.

Auch die niedrige Inflationsrate sei nur vorübergehend, so die Äußerungen der Notenbank, und das Ziel einer langfristig moderaten Preissteigerungsrate von 2 % sei nicht in Gefahr.

Deshalb sollen die Stützungsmaßnahmen durch die Notenbank ab Ende 2013 schrittweise reduziert werden und möglicherweise bereits im Jahr 2014 auslaufen.

Monatliche Anleihekäufe von 80 Milliarden US-Dollar

Derzeit pumpt die amerikanische Notenbank monatlich noch rund 80 Milliarden US-Dollar in den Geldkreislauf. Damit kauft sie langlaufende US-Staatsanleihen, insbesondere 10-jährige Anleihen.

Damit wird der hoch verschuldete amerikanische Staat indirekt von der Notenbank finanziert. Und das, obwohl diese eigentlich politisch unabhängig agieren soll!

Paradoxes Verhalten der Märkte

Als Folge der Ankündigung der Federal Reserve, die lockere Geldpolitik zurückzufahren, passten die Marktteilnehmer ihre Erwartungen umgehend an.

Daraufhin schnellten die Renditen von Staatsanleihen sofort in die Höhe. Und auch die Aktienmärkte mussten deutliche Verluste hinnehmen.


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Und all das, obwohl die Notenbank betont, dass sie ein starkes Wirtschaftswachstum erwarte.

Es wird also klar: Die Marktteilnehmer trauen der US-Wirtschaft ein stabiles Wachstum ohne geldpolitische Stützungsmaßnahmen der Notenbank noch nicht zu!

Fällt das liquiditätsspendende Programm QE3 (geldpolitische Lockerung) weg, droht die US-Wirtschaft als stärkste Volkswirtschaft der Welt in eine neue Rezession abzugleiten.

Und genau deshalb, liebe Anleger, sollten Sie geldpolitische Signale der Notenbanken und die Reaktion der Märkte ganz genau beobachten.

US-Wirtschaft wächst langsamer als erwartet

Überraschenderweise melden die USA nun jedoch ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts von lediglich 1,8 % im ersten Quartal 2013.

Experten hatten ein deutlich höheres Wachstum von rund 2,4 % erwartet! Hinzu kommt, dass die USA mit einer weiterhin sehr hohen Arbeitslosigkeit zu kämpfen hat.

Es bleibt also abzuwarten, ob die Federal Reserve wie angekündigt ihrem Anleihekaufprogramm schon bald den Rücken zukehren wird oder die Märkte bei Signalen einer wirtschaftlichen Abschwächung nicht noch länger mit Liquidität versorgt.

Die EZB bleibt bei ihrer lockeren Geldpolitik

Umso deutlicher könnte ein wirtschaftlicher Einbruch in Folge einer Zinsanhebung in Europa ausfallen. Denn die Wirtschaftskraft der EU-Staaten ist verwundbar.

Deshalb versuchte die Europäische Zentralbank als Reaktion auf die Ankündigungen der amerikanischen Notenbank sofort alle Zweifel am Fortbestand des Niedrigzinsumfelds zu beseitigen.

EZB-Präsident Draghi kündigte jedenfalls an, dass ein Ausstieg der Zentralbank aus der lockeren Geldpolitik in weiter Ferne sei.

Und weiter: Falls sich die konjunkturellen Aussichten nochmals eintrüben sollten, hat die EZB sogar noch weitere Instrumente zur Stützung der Wirtschaft in der Hinterhand.

Damit soll insbesondere die hohe Arbeitslosigkeit in den Euro-Staaten bekämpft werden.

Märkte können sich auf weitere Unterstützung verlassen

Die Wirtschaft in der Euro-Zone kommt nur langsam in Fahrt. Dazu liegt die Arbeitslosigkeit in Ländern wie Spanien, Griechenland und Portugal auf einem besorgniserregend hohen Niveau.

Deshalb wird die EZB auch weiterhin mit allen ihr zur Verfügung stehenden Instrumenten versuchen die Wirtschaft und damit die Märkte zu stützen.

Die Angst vor einem Zinsanstieg ist daher auf kurz- bis mittelfristige Sicht, bis sich die wirtschaftliche Lage deutlich verbessert, unbegründet.

Liebe Anleger, auf lange Sicht müssen Sie sich jedoch auf steigende Zinsniveaus einstellen. Denn die historisch niedrigen Zinsen müssen in einem wirtschaftlichen Aufschwung früher oder später angepasst werden.

1. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Felix Gode. Über den Autor

Felix Gode hegt eine langjährige Leidenschaft für die Börse. Er studierte Wirtschaftsrecht an der Hochschule Pforzheim und der California State University in Chico/USA.

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