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Anlagen in Schwellenländern sind unverzichtbare Beimischung fürs Depot

Anders als die Industriestaaten drohen die Schwellenländer nicht in eine Rezession zu fallen.

Die Machtverschiebung in Richtung Schwellenländer, sogenannte Emerging Markets, ist im vollen Gange. Bereits drei Viertel des weltweiten Wirtschaftswachstums ging in den letzten 10 Jahren auf das Konto der Schwellenländer.

Schwellenländer schlagen schon 2018 die Industrieländer

Und auch der Anteil der Schwellenländer an der weltweiten Wirtschaftsleistung nimmt immer weiter zu. Waren es 1990 noch 20%, so betrug der Beitrag von Schwellen- und Entwicklungsländern zum Welt-BIP im Jahr 2010 bereits 33%. Der Internationale Währungsfonds (IWF) und verschiedene Research-Institute erwarten, dass die Wirtschaftsleistung der Schwellenländer die der Industrieländer 2018 erstmals übertreffen wird.

Zudem würden im Jahr 2050 mit Brasilien, Russland und Indien 3 weitere sogenannte „Emerging Markets“ zu den 6 größten Volkswirtschaften der Welt gehören. Wie die Grafik auf der folgenden Seite zeigt, haben sich die Aktienmärkte der Schwellenländer in den vergangenen 23 Jahren trotz massiver zwischenzeitlicher Rückschläge insgesamt deutlich besser entwickelt als die etablierten Finanzmärkte.

Ein Rückfall der USA und der Eurozone in die Rezession würde sicherlich auch Spuren in den exportabhängigen Schwellenland-Märkten hinterlassen. Und auch wenn sich die Schwellenländer nicht gänzlich von den Wachstumszyklen der Industriestaaten abkoppeln können, sind die Schwellenländer gegen externe Schocks resistenter geworden.

Zu verdanken ist das zu einem Großteil der stark wachsenden Binnenwirtschaft in den Ländern selbst, aber auch dem Handel unter den Staaten der Schwellenländer. Hinzu kommt eine im Durchschnitt deutlich geringere Staatsverschuldung als in den Industrieländern.

Bessere Ausgangslage

Die Schwellenländer stehen aus fundamentalen Gesichtspunkten vor einer besseren Ausgangslage als Industrieländer. Sie haben im Vergleich zu Europa und den USA eine große Trumpfkarte in der Hand. Sollte das Wachstum weltweit stark nachlassen, haben die meisten Regierungen dort noch genügend Reserven, um weitere Konjunkturpakete aufzulegen.

Fakt ist: Eine hohe Verschuldung bremst das zukünftige Wachstum, während eine niedrige Verschuldung wachstumsverstärkend wirkt, da es noch möglich ist, die Ausgaben zu steigern. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt das Schuldenniveau der Schwellenländer weniger als die Hälfte des Niveaus der Industrieländer.

So weisen einige Mitgliedsstaaten der 20 größten Industrienationen eine Verschuldung von mehr als 100% ihres BIP auf, während die 20 größten Schwellenländer eine Quote von rund 35% verzeichnen. Somit darf man die Schwellenländer heute als den Motor des weltwirtschaftlichen Wachstums bezeichnen.

In der Vergangenheit waren Schwellenländer eher ein Tummelplatz für Spekulanten. Die Asienkrise 1997/98 sorgte bei Anlegern für schwere Verluste und führte die Welt an den Rand einer Weltwirtschaftskrise. Der Markt war damals überbewertet und durch viel Fantasie getrieben.

Davon kann heute keine Rede mehr sein. Die Fundamentaldaten der Schwellenländer haben sich im Laufe der letzten Jahre entscheidend verbessert. Die Krisenresistenz ist gestiegen, die Abhängigkeit von den großen Industrienationen gesunken, auch wenn eine vollständige Abkopplung von der Entwicklung in den Industrieländern eher unwahrscheinlich ist.

Geringere Exportabhängigkeit

In Ländern wie Brasilien, China, Indien und Indonesien hat die Abhängigkeit vom Export in den Westen in den letzten Jahren abgenommen. Sie verfügen über einen relativ großen Binnenmarkt.


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Der immer stärker anziehende private Konsum entwickelt sich zu einem immer wichtigeren Wachstumsmotor. Rückblickend gesehen hing die Entwicklung der Schwellenländer unmittelbar vom Wachstum der globalen Konjunktur ab.

Eine expandierende Weltwirtschaft sorgte dafür, dass die Schwellenländer von dieser Entwicklung überproportional profitierten. Umgekehrt litten sie in Zeiten, in denen sich die Konjunktur abkühlte, stärker als andere.

Aktuell ist zu beobachten, dass sich die Abhängigkeit von den Industrieländern aufgrund einer zunehmenden Binnennachfrage stetig verringert. Insbesondere China und Indien können dank ihres nachhaltigen Wirtschaftswachstums die Entwicklung der übrigen Schwellenländer weiter vorantreiben.

Eine weiterhin hohe Abhängigkeit von Exporten in den Westen besteht dagegen in Ländern wie Mexiko, Singapur, Malaysia, Thailand und Taiwan. Insbesondere Indonesien, der nach Fläche und Einwohnerzahl größte Staat Südostasiens, verfügt über einen gut funktionierenden Binnenmarkt mit einer geringen Exportabhängigkeit.

Nach Weltbank-Angaben macht der innerasiatische Handel schon 55% des gesamten Handelsvolumens Asiens aus. 1990 waren es erst 42%. Die Region ist überzogen von bilateralen Handelsabkommen. Asien vertraut zunehmend auf sich selbst. Der innerasiatische Handel dürfte somit weiterhin schneller wachsen als der Welthandel.

Ausgewogene Bevölkerungsstruktur

Die Bevölkerung in den Schwellenländern ist jünger als in den Industriestaaten der westlichen Welt. Die für den sozialen Zusammenhalt einer Gesellschaft wichtigen Bevölkerungspyramiden haben eine solide Basis. Die wachsenden Einwohnerzahlen sind die Basis für prosperierende Ökonomien. Denn langfristig ist das Wirtschaftswachstum meist an das Bevölkerungswachstum gekoppelt.

Die wachsenden Einwohnerzahlen könnten den Volkswirtschaften einen zusätzlichen Schub verleihen – vor allem wenn es gelingt, das Ausbildungsniveau anzuheben. Die Schwellenländer sind Heimat von zwei Drittel der Menschheit, und die Zahl der börsennotierten Unternehmen nimmt nirgends so schnell zu wie in diesen Regionen.

Durch den steigenden Wohlstand könnten die meisten Menschen in den Schwellenländern bis zum Jahr 2025 ihr Einkommen derart erhöhen, dass ein großer Teil der Bevölkerung die 3.000-US-Dollar-Marke für primären Konsum überschreitet. Die Folge höherer Einkommen wäre ein deutlicher Anstieg des gesamtwirtschaftlichen Verbrauchs.

Niedrigere Produktionskosten

Ein weiterer Wettbewerbsvorteil der Schwellenländer liegt in den niedrigen Produktionskosten. Da in den Schwellenländern in der Regel deutlich niedrigere Steuern, Umweltauflagen und vor allem niedrigere Löhne anfallen, haben die Unternehmen einen großen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz aus den Industrieländern.

Im Bildungswesen haben die Schwellenländer in den letzten Jahren stark aufgeholt. Sowohl die handwerkliche als auch die wissenschaftliche Ausbildung der jungen Generationen konnte erheblich verbessert werden. Das versetzt viele Länder zunehmend in die Lage, konkurrenzfähige und qualitativ hochwertige Produkte am Weltmarkt anzubieten.

Gesundes Bankensystem

Viele Banken der westlichen Industrieländer erleben noch immer die Nachwirkungen der letzten Finanz- und Bankenkrise. Notenbanken und Staaten wurden zu einer veränderten Politikausrichtung gezwungen. Riesige Konjunkturprogramme wurden aufgelegt, was zu einem enormen Anstieg der Staatsverschuldung geführt hat.

Ganz anders verhält es sich mit den Banken in den Schwellenländern, insbesondere Banken in Südostasien. Denn seit der Asienkrise 1997/98 haben die asiatischen Banken umfangreiche Restrukturierungen durchgeführt und Schulden abgebaut. Lediglich 3% der weltweiten Abschreibungen auf die faulen US-Hypothekenkredite in Höhe von knapp 2.000 Mrd $ entfielen auf asiatische Finanzinstitute.

Einige Schwellenländer haben sich in den vergangenen Jahren vom säumigen Schuldner zum Nettogläubiger der Industrieländer entwickelt. Direktinvestitionen in die Schwellenländer steigen, Banken vergeben wieder verstärkt Kredite.

Aus Europa und den USA fließt zunehmend das Kapital ab, insbesondere in die Schwellenländer Asiens und Lateinamerikas. Nachdem Banken und andere Finanzinvestoren im Zuge der Lehman-Pleite im September 2008 massiv Finanzmittel aus Schwellenländern abgezogen haben, wird seit Mitte 2009 wieder kräftig investiert.

Das Institute of International Finance (IIF) schätzt die privaten Nettokapitalflüsse in Schwellenländer für das laufende Jahr auf 960 Mrd $. Auch 2012 wird sich die Entwicklung fortsetzen. Darüber hinaus besitzen die Schwellenländer einen großen Teil der globalen natürlichen Rohstoffvorkommen und sind somit Nutznießer vom rasanten Anstieg der Rohstoffpreise.

Die Schwellenländer profitieren von den 4 Megatrends:

Trend 1: Konsumwachstum I

n den Schwellenländern entdecken zunehmend ausgabefreudige Verbraucher den Konsum für sich.

Trend 2: Infrastrukturentwicklung

Angesichts besserer ökonomischer Fundamentaldaten und solider Wachstumsraten investieren viele Regierungen verstärkt in den Auf- und Ausbau ihrer Infrastruktur.

Trend 3: Auf dem Weg zur Dienstleistungsgesellschaft

Die Volkswirtschaften verringern ihre Exportabhängigkeit und entwickeln sich zu Dienstleistungsgesellschaften.

Trend 4: Demografie

Die große Zahl von Menschen, die nach Wohlstand streben, und der hohe Anteil junger Menschen an der Bevölkerung können das wirtschaftliche Wachstum weiterhin auf einem Niveau vorantreiben, das deutlich über dem der westlichen Industriestaaten liegt.

Auch in Krisenzeiten wird es Unternehmen geben, die wachsen. Anleger MÜSSEN sich international umsehen, wenn sie ihr Geld vermehren wollen. Kapitalanlagen in Schwellenländern sind eine unverzichtbare Beimischung für Ihr Depot.

29. September 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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