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Anleihemarkt: Die Blase wird schon bald platzen

Wenn Sie in der heutigen Zeit Ihr Geld „sicher“ UND „rentabel“ anlegen wollen, dann haben Sie ein Problem: „Sicher“ wäre Ihr Vermögen wohl bei der Bank am Ort.

Doch wie schon am Dienstag in meinem Chartanalyse-Trends-Beitrag genannt, erhalte ich bei der hiesigen Sparkasse gerade einmal +0,1% Verzinsung auf ein Sparkassenbuch.

Sicher? – Ja! Aber rentabel ist das wohl nicht.

Bundesanleihen – eine Anlage-Alternative?

Nehmen wir eine andere Alternative: Bundesanleihen.

Die sind ja auch „sicher“ – wenn man der Bundesregierung weiterhin vertraut. Unterstellen wir einmal, Sie würden sich hier mit 100.000 € für 5 Jahre festlegen wollen:

Dann wäre die Anleihe der Bundesrepublik Deutschland, aufgelegt im Jahr 2011, fällig am 04. Juli 2021 (WKN: 113544) mit 3,25% jährlicher Verzinsung eine Alternative.

Diese Anleihe konnten Sie gestern zum Kurs von 118,78% kaufen. Rechnen wir also einmal:

Seit der letzten Zinszahlung sind 50 Tage verstrichen – für diese Zeit stehen die 3,25% Zinsen (Stückzinsen genannt) dem vorherigen Anleihe-Besitzer zu.

Bis zur Rückzahlung der Anleihe im Juli 2021 zu 100% erhalten Sie demnach 5 x 3.250 € minus 451,39 € Stückzinsen ((3.250/360) x 50) = 15.798,61 € Zinsen.

Nun haben Sie beim Kauf der Anleihe 118.780,00 € bezahlt (100.000 x 118,78%). Bei der garantierten Rückzahlung zu 100% in 5 Jahren erhalten Sie jedoch „nur“ 100.000 € zurück.

+15.798,61 € Zinsen minus 18.780,00 € Kursverlust ergibt eine negative Rendite von -2.981,39 €.


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Verkehrte Zins-Welt!

Das ist kein Rechenfehler!

Sie haben unter dem Strich KEINEN Ertrag, Sie bezahlen vielmehr für die Sicherheit einer „garantierten“ Rückzahlung Ihres Kapital-Einsatzes einen Preis von 2.981,39 €.

Diese kleine Rechenübung macht deutlich, dass wir uns aktuell in einer völlig verrückten Zinslandschaft bewegen. Als Lohn dafür, dass Sie Ihr Geld der Bundesregierung leihen, dürfen Sie noch Geld mitbringen!

Mit dem Brexit-Votum in die Blase

Die Renditen gehen ja nun schon seit 10 Jahren immer weiter runter. Immerhin bekamen Sie aber bis vor 2 Monaten noch eine positive Rendite beim Kauf einer Anleihe.

In diese „verkehrte Zins-Welt“ hat uns erst der völlig überzogene Hype um den Brexit gebracht. Schauen wir uns das einmal gemeinsam in dem folgenden Chart an:

bund-future adjustiert tages-chart-25-08-2016

Bund-Future: Nach oben geht nix mehr!

Der Bund-Future ist ein Terminkontrakt, der sich auf eine fiktive, langfristige Bundesanleihe bezieht, die mit einer Verzinsung von 6% und einer Laufzeit von 10 Jahren ausgestattet ist.

Mit dem vertikalen gelben Balken habe ich Ihnen den 24. Juni markiert:

Es ist gut zu erkennen, wie der Bund-Future an diesem Tag, getrieben durch die Angst der Marktteilnehmer, auf ein neues Allzeithoch regelrecht explodierte.

Seither scheiterten 3 Versuche in der anschließenden Seitwärts-Bewegung, das Rekordhoch zu attackieren (rote Bögen).

Finale Furioso am Anleihemarkt

Dieser Kurssprung dürfte tatsächlich das „Finale furioso“ für den Bund-Future und damit für den Anleihemarkt im Allgemeinen gewesen sein.

Warum ich zu dieser Einschätzung komme, zeigt Ihnen die nächste Grafik mit dem Bund-Future auf Monats-Basis:

bund-future adjustiert monats-chart-25-08-2016

Ende der Fahnenstange: Blase am Anleihemarkt wird bald platzen

Wer am Tage des Brexit-Votums aus Angst um die „Zukunft“ eine (Bundes-) Anleihe gekauft hat, wird diesen Entschluss in der „Zukunft“ wohl bitter bereuen. Denn:

Sie kennen diese Darstellung mit den gekennzeichneten Hoch- und Tiefpunkten: Einen ähnlichen Chart vom DAX hatte ich Ihnen im Februar und Juni nach den Tiefs im Leitindex gezeigt.

Die grünen Kreise zeigen sehr günstige Einstiegs-Möglichkeiten, die gelben hingegen die ungünstigsten Kaufgelegenheiten. Seit Ende Juni ist der Anleihekauf somit so ungünstig wie noch nie zuvor!

Ende der Fahnenstange

Der Bund-Future hat seit dem Brexit-Votum eine Fahnenstange ausgebildet (rote Linien) – eine typische Chart-Formation in der Endphase eines Bullenmarktes.

Die Blase am Anleihemarkt wird irgendwann in den nächsten Monaten platzen. Ab hier gibt es für den Bund-Future, aus charttechnischer Sicht, nur noch eine Richtung: Süden.

Und der dann zu erwartende „freie Fall“ wird für Anleihe-Besitzer außerordentlich schmerzhaft werden.

Doch es gibt auch eine gute Konsequenz: Was glauben Sie, wohin dann ein nicht unbedeutender Teil des aus dem Anleihemarkt abgezogenen Kapitals fließen wird?

Ich tippe mal: auf den Aktienmarkt …

25. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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