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Anleihen: Rating ein wichtiger Indikator für Bonität

Wenn es um Anleihenempfehlungen geht, so stößt der interessierte Investor zwangsläufig irgendwann einmal auf scheinbar kryptische Bezeichnungen, wie beispielsweise „AA+“; „BBB“ oder „BB-„. Was sagen dieses Rating aus und was noch wichtiger ist: welche Aussage kann ein Investor daraus ziehen?

Viele Anleiheninvestoren wissen schon längst, dass mit diesen Bezeichnungen die Ratingnote des Emittenten gemeint ist und damit eine Ausfallwahrscheinlichkeit der Anleihe quantifiziert wird.

Die bekanntesten Ratingagenturen, die sogar ganze Staaten bewerten, sind Moody’s, Standard & Poor’s oder Fitch. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von kleineren Ratingagenturen, die vornehmlich Mittelständler analysieren. Creditreform oder Euler Hermes sind die bekanntesten in diesem Bereich.

Anleihen: Rating für Bonität

Das Rating soll letztendlich darüber Aufschluss geben, ob ein Emittent fähig ist die Zinsen während der Anleihenlaufzeit und die Rückzahlung der Anleihe am Ende der Laufzeit, zu stemmen. Hierfür werden verschiedene betriebswirtschaftliche Kennzahlen herangezogen um schließlich eine potenzielle Insolvenzgefahr zu ermitteln.


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Die wichtigsten Kennzahlen, die beispielsweise von der Creditreform verwendet werden sind die Eigenkapitalquote sowie verschiedene Rentabilitäten und Deckungsgrade. Zusätzlich dazu wird eine qualitative Bewertung des Unternehmens vorgenommen.

Hierbei werden nicht nur die Unternehmensstruktur und die Organisation bewertet, das Marktumfeld und die Strategiekonzepte der Unternehmen fließen ebenfalls in die Bewertungsmuster mit ein.

Anleihen: Rating-Stufen in der Übersicht

Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fließen in eine Gesamtnote ein. Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die möglichen Bewertungsergebnisse der Creditreform:

So liegt beispielsweise die Ausfallquote in der Ratingklasse „BB“ in einem Zeitraum von fünf Jahren bei rund 9,0 %. Die Ausfallquote der besten Ratingklasse liegt im gleichen Zeitraum bei rund 0,1 %.

Hochverzinste Anleihen kommen von unsicheren Unternehmen

Das Rating ist dabei nicht nur für die Investoren von einem hohen Interesse. Es liegt in der Natur der Sache, dass besonders gesunde Unternehmen mit einer hohen Bonität auch günstigere Konditionen an den Markt durchsetzen können. Dementsprechend werden die so genannten „High Yield Bonds“, also die hochverzinsten Anleihen, von Unternehmen mit einer geringeren Bonität emittiert.

Darüber hinaus ist das Rating beispielsweise für viele Versicherungen oder Fonds das wichtigste Kriterium ob ein Investment in den Bond eingegangen wird. So haben viele Versicherungen die Vorgabe nur in Bonds der Ratingklasse A zu investieren.

Unternehmen mit einer niedrigeren Beurteilung müssen sich damit stärker an den Privatinvestor wenden, da ein wichtiger Teil der institutionellen Investoren in diesen Bonds nicht investieren darf.

1. April 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Cosmin Filker. Über den Autor

Der Chefredakteur des Newsletters "Nebenwerte aktuell" kann auf eine jahrelange Börsenerfahrung besonders im Nebenwerte-Bereich zurückblicken und durch seine berufliche Erfahrung beim Researchhaus GBC AG von der täglichen Präsenz am Markt profitieren.