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AOL: Vom Internet-Pionier zum Übernahme-Kandidaten

Gerade erst ist das Jahr 2014 mit Übernahme-Rekordsummen im Bereich Telekommunikation zu Ende gegangen, da kommt schon das nächste heiße Übernahme-Gerücht auf den Tisch: Der amerikanische Telekom-Konzern Verizon hat ein Auge auf AOL geworfen.

Wie der stets gut informierte Datenanbieter und Nachrichtendienst Bloomberg von Insidern erfuhr, prüft Amerikas größter Mobilfunker eine Übernahme von AOL oder die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens.

AOL wieder im Aufwind: Nach 9 schwachen Jahren bringt Tim Armstrong die Wende

AOL hat eine bewegende Vergangenheit. Das Unternehmen war Internetpionier und mit 30 Mio. Kunden im Jahr 2000 der größte Internet-Anbieter der Welt.

Im gleichen Jahr verkündete AOL die Hochzeit mit Time Warner. Die Ehe war jedoch nie glücklich und wurde 2009 wieder geschieden. In den neun Jahren hat AOL reihenweise Trends verpasst und fiel hinter die aufstrebende Konkurrenz zurück.

Als Tim Armstrong zum Firmenboss ernannt wurde verschob sich das Geschäft des Internet-Pioniers. Über Beiträge zu aktuellen Themen sollten Werbeeinnahmen generiert werden.


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Der Umbau dauerte ein wenig, trug dann aber Früchte. Nachdem Anfang 2011 mit der Übernahme der Huffington Post auch noch Qualitätsjournalismus Einzug hielt, stiegen die Nutzerzahlen, Einnahmen und der Aktienkurs.

Aktie markiert neues Allzeithoch

Heute hat die AOL-Aktie ein neues Allzeithoch markiert. Vorbörslich sorgt das Gerücht sogar zwischenzeitlich für ein Plus von über 10%. Aktuell kostet die AOL-Aktie 46 US-$ und liegt nur noch 2,8% über Vortagesniveau.

Es bleibt aber zu berücksichtigen, dass der Handel in den USA nach dem Vortagesverlust auch heute schwach verläuft. Dass sich die Aktie gegen den allgemeinen Trend stemmen kann, zeigt, dass nicht wenige Investoren eine Übernahmechance wittern.

Joint Venture wahrscheinlicheres Szenario

Ob es am Ende wirklich zu einem allgemeinen Übernahme-Angebot an die AOL-Aktionäre kommt, ist per heute sehr fraglich. Dass Bloomberg berichtet, ist auf jeden Fall schon einmal ein guter Hinweis darauf, dass es sich hierbei nicht um ein komplett haltloses Gerücht handelt.

Doch sollte berücksichtigt werden, dass das Gerücht nicht lautet: Verizon will AOL übernehmen – sondern die Einschränkung „oder ein Joint Venture gründen möchte“ besteht.

Zudem wird konkret angesprochen, auf welche Teile des Unternehmens es Verizon abgesehen hat. So steht im Zentrum des Interesses wohl die Technologie für Online-Werbung. Diese will Verizon dem Bericht zufolge nutzen, um mit eigenen Formaten mehr zu verdienen.

Auch ohne Übernahme könnte AOL-Aktie profitieren

Für den Übernahme-Sensor ist daher naheliegender, dass oben auf der Agenda ein Joint Venture steht. Die Übernahme-Story erscheint eher als mögliches Szenario denn als heiße Spekulation.

Für die AOL-Aktionäre bedeutet das jedoch nicht zwangsläufig, dass der Aktienkurs abtaucht, wenn die Übernahme-Chance in den kommenden Wochen verblassen sollte. Kommt es „nur“ zur kleinen Lösung Joint Venture, könnte sich das dennoch positiv auf die Aktie auswirken (Keine Kaufempfehlung – ich habe keine AOL-Aktien).

AOL wird schließlich nur eine Partnerschaft mit Verizon wollen, wenn sie positiv für das Geschäft ist. Zudem gilt: AOL ist mit einer Marktkapitalisierung von nicht einmal 4 Mrd. $ und guter Geschäftsentwicklung auch für andere Unternehmen interessant.

So schnell kann es gehen, wenn wichtige Trends verschlafen werden: Früher weltweit größter Internet-Anbieter – heute Übernahme-Kandidat.

6. Januar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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