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Apple: 800 Prozent Gewinnmarge mit neuer Uhr

Im April hat Apple ein neues Produkt auf den Markt gebracht, ein heißersehntes und vieldiskutiertes: die Apple Watch, eine Mischung aus Armbanduhr und Mini-Computer.

Anders als sonst war das Gerät in diesem Fall aber nicht in den Apple Stores zu haben. Stattdessen lief und läuft der Vertrieb bislang ausschließlich online: Wer rechtzeitig vorbestellt hat, kann sich nun schon mit der Smartwatch schmücken, andere müssen noch bis zu sechs Wochen warten.

Konkrete Zahlen zum Verkaufsstart liegen offiziell noch nicht vor. Optimistische Schätzungen gehen von bis zu drei Millionen Stück in der ersten Woche aus. Apple selbst ließ bislang nur verlauten, der Verkauf laufe „sehr gut“ und die Nachfrage übertreffe die Produktion.

Luxus-Armbanduhr – ein gewagtes Experiment?

Skeptiker sehen in dem neuen Produkt ein gewagtes Experiment. Andere Hersteller – wie etwa Apples Hauptkonkurrent Samsung – haben bereits vor Monaten erste smarte Uhren auf den Markt gebracht, bislang hat sich jedoch kein massenhafter Run eingestellt.

Das kann sich erfahrungsgemäß schnell ändern, wenn das Apfel-Logo ein Produkt ziert. Doch ganz sicher kann man sich in diesem Fall noch nicht sein. Denn neben dem Online-Verkauf hat sich Apple noch ein weiteres Special ausgedacht.

Neben der Einsteigervariante mit Namen „Sport“ gibt es die Smartwatch auch in einer Luxus-Ausführung. Während das Sport-Modell ab rund 350 Euro zu haben ist, werden für die goldene Edition-Version 11.000 Euro fällig – und Lederarmband kostet extra.


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Exorbitante Gewinnmarge

Mit einem dermaßen hoch angesetzten Verkaufspreis stellt Apple sich selbst in den Schatten. Ein nicht ganz risikoloses Unterfangen, denn im Gegensatz etwa zu einer klassischen Armbanduhr der Marke Rolex, die über Jahre hinweg kaum im Wert sinkt, dürfte die Apple Watch schnell veraltet sein – spätestens, wenn der Nachfolger auf den Markt kommt, was bei Apple-Produkten erfahrungsgemäß im 1- bis 2-Jahres-Rhythmus der Fall ist.

Finden sich aber genug Käufer für die Luxusvariante, schwimmt der Konzern bald in einem noch viel größeren Reichtum als ohnehin schon, denn die Gewinnmarge liegt für dieses Modell bei geschätzten 800 Prozent.

Das große Geld wird also erstmals stärker von der Luxuskundschaft abhängen als vom Durchschnittskäufer. Zwar wird Apple auch mit dem Verkauf der Sportversion einiges an Erlösen erwirtschaften, doch im Vergleich zum Gesamtgeschäft dürften das eher Peanuts sein.

iPhone bleibt Verkaufsschlager, iPad schwächelt

Der Verkaufsschlager schlechthin bleibt sowieso das iPhone, wie die Bilanz zum abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal erneut unter Beweis gestellt hat.

Von Januar bis März verkaufte Apple 61,2 Millionen Smartphones und damit satte 40 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um 27 Prozent auf 58 Milliarden Dollar, der Gewinn legte um 30 Prozent zu auf 13,6 Milliarden Dollar.

Unterdessen lässt die iPad-Nachfrage allmählich nach. Der Tablet-Absatz ging binnen Jahresfrist um 23 Prozent zurück auf nur noch 12,6 Millionen Stück.

Anleger werden großzügig beteiligt

Vom insgesamt guten Geschäft profitieren erneut auch die Anleger. Die Quartalsdividende wird um 11 Prozent angehoben auf 52 Cent je Aktie. Außerdem kündigte Apple eine Ausweitung des Aktienrückkaufprogramms um weitere 70 Milliarden Dollar an.

Auch der Blick auf den Aktienkurs lässt Anlegerherzen höher schlagen. Allein im laufenden Jahr verteuerte sich das Papier um rund 25 Prozent.

Analysten sind ebenfalls weiterhin Apple-Fans. Mit breiter Mehrheit empfehlen sie das Papier zum Kauf, viele sehen für die zuletzt bei etwa 130 Dollar notierende Aktie Potenzial, auf etwa 150 bis 160 Dollar zu steigen.

2015-04-30 Apple

Besonders optimistische Analysehäuser gaben ein Kursziel von 185 Dollar aus, zurückhaltendere Stimmen sehen die Aktie in etwa beim aktuellen Stand von 125 Dollar fair bewertet.

In welche Richtung die Reise geht, wird allerdings maßgeblich davon abhängen, ob Apples Rechnung mit der Luxus-Uhr aufgeht. Findet sie viele Fans und Käufer, dürfte sich das nicht nur in den Geschäftszahlen widerspiegeln, sondern auch den Kurs der Aktie weiter befeuern.

Entwickelt sich das Modell zum Ladenhüter, könnte der Kultkonzern allerdings Probleme bekommen – auch mit seinen Investoren, denn die sind inzwischen an exorbitante Erfolge gewöhnt.

1. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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