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Apple plant den nächsten Milliarden-Coup

Es vergeht kaum ein Tag an der Börse, an dem die großen Konzerne nicht über strategische Übernahmen nachdenken, um das eigene Firmenimperium auszubauen. Ich habe Ihnen gestern bereits von der Übernahmewelle im Rohstoffsektor berichtet. Heute konzentriert sich der Übernahme-Sensor auf den IT-Bereich und stellt Ihnen ein weiteres heißes Gerücht vor, bei dem eine Übernahme strategisch sinnvoll und finanziell machbar ist.

Dass die Übernahmewelle im IT-Bereich bereits voll im Gange ist, haben schon viele Investoren mitbekommen. Milliardendeals mit deutscher Beteiligung waren allerdings bisher Mangelware. Der Grund ist einafch: Deutschland verfügt mit SAP nur über einen einzigen „echten“ weltweiten Akteur und selbst der wird mittlerweile als Übernahme-Kandidat gehandelt.

Einstieg bei SAP wäre zu früh

Zum jetzigen Zeitpunkt ist aber ein Engagement in die SAP-Aktie aus reiner Übernahme-Sicht verfrüht. Da Übernahmen aufgrund der lukrativen Kurs-Chancen zu den spannendsten Börsenthemen gehören, kommen fast täglich neue Gerüchte auf, von denen 2 Monate später niemand mehr spricht.

Geld für Übernahmen, auch für SAP, hätten die IT-Giganten. Die 20 größten IT-Unternehmen verfügen über mehr als 250 Mrd. Dollar an liquiden Mitteln. 51 Mrd. Dollar davon entfallen allein auf Apple. Auch Cisco kann mit 40 Mrd. Dollar Cash noch den einen oder anderen Konkurrenten schlucken.


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Das Timing wäre günstig, wenn man bedenkt, dass nicht nur die Unternehmen meist noch eine moderate Bewertung aufweisen, sondern dass auch die Gewinne imRekordtempo steigen.

Viele Übernahme-Kandidaten auf der Liste

Da Apple mit 51 Mrd. Dollar die Kasse prall gefüllt hat, stellt sich die Frage, wen das Unternehmen übernehmen könnte. Aus der ersten Reihe werden Sony, Adobe, Facebook und Disney als potenzielle Übernahme-Kandidaten gehandelt. Es lohnt sich jedoch auch, einen Blick auf die Unternehmen aus der zweiten Reihe und dabei insbesondere auf Nuance Communications zu werfen.

Das Unternehmen hat sich auf Spracherkennung spezialisiert und will seit Juli mit seinem Amerika-Hit „Dragon Dictation“ auch den europäischen Markt erobern. Dabei handelt es sich um eine Applikation für Apples iPhone, mit der SMS und E-Mails diktiert werden können.

Strategisch wäre die Übernahme also sinnvoll, da sie genau ins Geschäft von Apple passen würde.

4 Mrd. Dollar kann Apple aus der Portokasse zahlen

Mit einem derzeitigen Marktwert von rund 4 Mrd. Euro ist Nuance Communications für Apple nur eine kleine Übernahme. Das Unternehmen hat soviel Geld, dass selbst bei einer Übernahme von Nuance Communications noch genug Geld für einen großen Schlag vorhanden wäre.

Lukrativ ist das Unternehmen für Apple auf jeden Fall. Die neue iPhone Applikation wurde von etwa jedem fünften amerikanischen iPhone Benutzer heruntergeladen. Wenn sich diese Erfolgsserie in Europa fortsetzt, kann sich eine Übernahme schnell bezahlt machen.

Apple-Gründer Wozniak sieht Nuance schon bei Apple

Die beiden beteiligten Unternehmen halten sich natürlich bedeckt. Nuance-Sprecher Richard Mack nennt die derzeitige Diskussion „Spekulation“. Das ist im Vorfeld von Übernahmen aber normal, da natürlich verhindert werden soll, dass der Aktienkurs schon im Vorfeld steigt und die Übernahme verteuert. Der Aktienkurs ist allerdings nach einer verdächtigen Äußerung von Apple-Mitbegründer Steve Wozniak bereits gestiegen.

Dieser ließ in einem Interview die Bemerkung fallen, dass Nuance von Apple bereits gekauft worden sei. Entweder hat er in einem Gespräch mit dem Firmengründer und heutigen Apple-Chef Steve Jobs etwas falsch verstanden, oder er hat sich mit dem Zukauf Apples von Siri aus dem Monat April vertan.

Bisher gibt es jedenfalls noch kein (offizielles) Übernahme-Angebot an Nuance.

30. November 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.