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Apple: Warum die Aktie viel zu billig ist

Apple ist gemessen an seinem Börsenwert das wertvollste Unternehmen der Welt – und doch noch viel zu billig zu haben, findet zumindest Großaktionär Carl Icahn.

Der berüchtigte Investor stieg 2013 groß bei dem kalifornischen Kultkonzern ein und lässt seither keine Gelegenheit aus, das Management um CEO Tim Cook zu aktionärsfreundlichen Maßnahmen zu bewegen. So wurde ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm durchgesetzt, das nach Icahns Vorstellungen aber durchaus noch ausbaufähig wäre.

Überhaupt ist die Apple-Aktie völlig unterbewertet – und zumindest in diesem Punkt gibt es auch neutrale Stimmen, die Icahn durchaus Recht geben.

Niedriges KGV

So liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von Apple derzeit bei gerade einmal 13,5 und damit deutlich unter dem Schnitt der im S&P 500-Index gelisteten US-Aktien, die im Mittel mit einem KGV von 17,4 bewertet werden. Auch der Vergleich zu anderen Branchengrößen legt eine (zu) günstige Bewertung der Apple-Aktie nahe: Google verzeichnet momentan ein KGV von 16,4 und Microsoft von 16,8.

Zugleich hat Apple seinen Gewinn je Aktie in den vergangenen Jahren rasant gesteigert, allein seit 2009 verfünffachte sich diese Kennziffer. Auch für die Zukunft erwarten Beobachter einen weiteren deutlichen Anstieg von Umsatz und Gewinn.


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Die Gründe hierfür sind vielfältig und liegen eigentlich auf der Hand: Das iPhone ist nach wie vor ein Kassenschlager und größter Umsatzbringer für Apple. Auch das iPad und die Apple Watch verkaufen sich nach wie vor gut. Zudem kann sich das Unternehmen Gewinnmargen erlauben wie kaum ein Wettbewerber.

Der „goldene Käfig“ sorgt für starke Kundenbindung

Das liegt vor allem an der starken Kundenbindung. Diese wird durch eine umfassende Vernetzung von Apple-Geräten und hauseigenen Diensten untereinander sichergestellt. Apple-Fans schätzen den Komfort, Kritiker sprechen vom goldenen Käfig. Denn wer sich einmal auf Apples Kosmos eingelassen und dort eingerichtet hat, für den ist es umständlich und teuer, den Anbieter zu wechseln.

Auf diese Weise bleiben viele Kunden Apple und seinen Geräten treu – ob aus Überzeugung oder aus Bequemlichkeit ist aus Sicht von Management und Aktionären ohnehin zweitrangig. Denn auf diese Weise können traumhafte Margen realisiert werden, die dazu führen, dass Apple inzwischen auf einem horrenden Barvermögen sitzt. Pro Quartal steigen die Cash-Bestände Schätzungen zufolge um rund 20 Milliarden US-Dollar.

Ein stolzes Sümmchen, von dem nicht nur Icahn gerne etwas abhaben möchte. Doch der Starinvestor hat deutlich mehr Einfluss als die meisten anderen Aktionäre, und je aggressiver er das Management bearbeitet, desto stärker dürften am Ende auch alle anderen Anleger profitieren.

Das gilt insbesondere dann, wenn Icahn mit seiner Einschätzung Recht behält, dass sich der Gewinn je Aktie im kommenden Jahr verdoppeln wird und auch das Papier selbst noch um mehr als 100 Dollar steigen müsste.

 2015-06-23 Apple

Apple setzt auf Streaming-Angebote

Apple selbst hat die entsprechenden Weichen bereits gestellt. Anstelle neuer Hardwareprodukte setzt das Unternehmen künftig vermehrt auf Streaming-Angebote, die neben Musik bald auch Serien und Filme umfassen sollen.

Das Segment gilt als sehr beliebt und rasant wachsend. Apples Bestandskunden werden ein hausinternes Angebot zu schätzen wissen – und neue Interessenten könnten auf diese Weise hinzugewonnen werden.

Der Bezahldienst Apple Pay wurde in den USA ebenfalls bereits eingeführt und es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis das System auch nach Europa schwappt.

Rosige Aussichten also für Carl Icahn – und alle anderen Apple-Aktionäre.

31. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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