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Asiens Städte erobern Top Ten der Finanzmetropolen

Frankfurt, New York,London: Diese Finanzmetropolen müssen jetzt um ihren Ruf bangen, denn die Asiens Millionenstädte sind auf den Vormarsch.

Fünf der zehn wichtigsten Finanzmetroplen sind asiatische Städte

Großstädte in Asien gewinnen auf der Rangliste der wichtigsten Finanzmetropolen der Welt die Oberhand. Sie machen mittlerweile die Hälfte der Top Ten aus, so das Ergebnis des Global Financial Centres Index, einer halbjährlichen internationalen Befragung von Finanzprofis im Auftrag der City of London.

Demnach belegt Hongkong Platz drei, gefolgt von Singapur auf dem vierten, Shenzhen auf dem fünften, Tokio auf dem siebten und Shanghai auf dem zehnten Rang.

Klassische Finanzmetroplen bangen um ihre Position

Wenn die Millionen-Städte Asiens weiter in diesem Tempo vorlegen, dürften London und New York bald um ihre Spitzenpositionen bangen, die sie seit Jahren belegen.

Auch Frankfurt, Deutschlands Metropole für Banken und Vermögensverwalter, fiel deutlich zurück und landete nur noch auf Rang 12. Bei der letzten Befragung im März hatte sie noch Platz acht belegt.

Lutz Raettig, Sprecher des Präsidiums von Frankfurt Main Finance, gab zu bedenken, dass Frankfurt schlichtweg weniger Aufholpotenzial als andere Städte gehabt habe: „Die Stadt hat zu den Hochzeiten der Krise mit großer Stabilität überzeugt und weniger gelitten als der Wettbewerb.“

Asiens Städte nach Wirtschaftskrise stabiler

Die Autoren der Studie resümierten, dass dieses Ergebnis deutlich mache, dass Asiens Zentren weitaus weniger hart von der Finanzkrise getroffen wurden als die europäischen und nordamerikanischen Städte.


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Hongkong wird bereits seit Jahren positiv bewertet, doch der unmittelbare Sprung auf Platz fünf der nördlichen Nachbarstadt Shenzhen zeige eine beeindruckende Entwicklung. Die Zwölf-Millionen-Stadt mit der zweitgrößten Börse des chinesischen Festlands wurde damit als wettbewerbsfähiger eingestuft als Shanghai.

Doch auch in Shanghai tat sich etwas: Der größte Börsenplatz des chinesischen Festlandes verbesserte sich um 25 Plätze. Peking kletterte indes sogar um 29 Positionen nach oben und belegte im Ranking Platz 22.

Generell sollten Sie die Entwicklung Chinas gut im Auge behalten, denn China leuchtet, die Wirtschaft wächst, und die Nachrichten melden Rekorde.

Doch auch das ist China: Arme Bauern, die unter einfachsten Bedingungen auf dem Land leben, weit weg von den glitzernden Metropolen, doch auch sie schaffen ein Wirtschaftswunder.

China: Mehr Kaufkraft und Konsum auf dem Land

Auch wenn die Menschen in den ländlichen Gebieten Chinas noch immer arm sind, so ist der Wirtschaftsboom nicht spurlos an der armen Landbevölkerung vorbeigegangen. Die Kaufkraft der chinesischen Bauern hat in den vergangenen Jahren zugenommen und wird es auch in Zukunft.

Die Statistiken von Chinas Staatlichem Statistikamt belegen das: So hat das gesamte Einzelhandelsvolumen von Konsumgütern in Chinas Landgebieten im Jahr 2006 um 12,6% zugelegt und auch der Verbraucherpreisindex (VPI) lag mit 1,5% nahezu auf der gleichen Höhe, wie der in den Städten.

Weitere Daten machen deutlich, dass das Nettoeinkommen der Landbewohner allein in 2006 um 10,2% im Vergleich zu 2005 gestiegen ist.

China investiert in ländliche Infrastruktur

Die die chinesische Regierung in den vergangenen Jahren viel Geld in die Landwirtschaft investiert. Darüber hinaus hat China eine Menge getan getan.

Besonders das medizinische Betreuungssystem, die öffentliche Hygiene, die Bildung, die Beschäftigung und die infrastrukturellen Einrichtungen in den ländlicheren Regionen wurden stark verbessern. Weitere Investitionen in Milliardenhöhe sind für die Zukunft in diesen Bereichen geplant.

Auf diese Weise konnten die Ausgaben der Bauern stetig verringert und ihr Einkommen enorm gesteigert werden. Dies macht sich nun als deutlicher Anstieg der Kaufkraft bemerkbar.

China schickt Ladenketten aufs Land

Der Plan der Regierung sieht vor, dass Ladenketten zukünftig bis zu 75% der Landbevölkerung mit alltäglichen Gütern versorgen sollen. Ziel: Die Bauern sollen ihren Bedarf vor Ort decken können und keine weiten Strecken zurücklegen müssen.

Das bietet den Einzelhändlern gänzlich neue Entwicklungsmöglichkeiten. Das Potential dafür ist riesig. Einerseits steigt das Einkommen der Bauern stetig an, andererseits unterstützt die Regierung weiterhin die Entwicklung des ländlichen Konsummarktes.

Auch wenn die Fläche der Läden häufig sehr klein ist, so führen sie dennoch praktisch den kompletten Bedarf des durchschnittlichen Landbewohners. Das heißt, niemand muss mehr für einen Artikel des täglichen Bedarfs kilometerweit in die nächste Stadt fahren.

Ein Beispiel aus dem Kreis Zhechuan: Dort wurde die Ladenkette Wankelai gegründet. Sie hatte im Jahr 2004 nur ein paar Dutzend Mitarbeiter und ein Absatzvolumen von 1,7 Millionen Yuan.

Seitdem hat Wankelei in Dörfern insgesamt 357 Filialen mit mehr als 320 Angestellten eröffnet. Das gesamte Absatzvolumen hat im 2006 170 Millionen Yuan betragen – hundertmal so viel wie zwei Jahre zuvor.

25. September 2009

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Tino Hahn
Von: Tino Hahn.