Ausblick 2012: Zeichen für gutes Börsenjahr

Heißmanns Börsenkommentar
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Für viele Anleger gilt: Das Börsenjahr 2011 abhaken und vergessen.
Denn nicht viele werden besser als der DAX abgeschnitten haben, der hat fast 15% verloren. Dass es auch anders laufen kann, habe ich im Kommentar „Ausblick 2012: Das 7. Jahr in Serie mit Gewinn abschließen“ gezeigt.
Trotzdem war es ein schwieriges Börsenjahr, wohl das schwierigste seit vielen Jahren. Unabhängig davon, wie Ihre Performance im Jahr 2011 ausgesehen hat, das Ziel ist sicher auf jeden Fall: 2012 soll besser werden. Denn auch einen Gewinn kann man steigern.
2012: Chart verspricht Entspannung
Neben den vielen bekannten kritischen Signalen, wie Euro-Krise und die mahnenden Worte von Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Neujahrsansprache, gibt es aber auch positive Zeichen.
Krise, Krise, Krise – aber alles im Börsenkurs enthalten
Die vielen Variationen der Krise, die uns vor allem im zweiten Halbjahr 2011 begleitet haben, sind ausnahmslos alle in den aktuellen Börsenkursen enthalten. Kommt es also nicht zu neuen „Schreckensnachrichten“, liegt das Tief im DAX bei rund 5.500 Punkten.
Bei sich nicht verändernder Nachrichtenlage gibt es keinen Grund, dass der DAX weiter abtaucht. Im Gegenteil, schon halbwegs gute Nachrichten können den DAX wieder nach oben treiben. Hinzu kommt, dass die Unsicherheit der Anleger Stück für Stück abnimmt. Das zeigt der untenstehende Chart des V-DAX.
Das ist der V-DAX
Der Volatilitäts-Index zeigt die Erwartungshaltung der Anleger für künftige Kursschwankungen (implizite Volatilität). Für den DAX ist das der Volatilitäts-Index (V-DAX). Der V-DAX wird durch die Deutsche Börse AG berechnet. Diese nimmt als Grundlage für ihre Berechnungen die gekauften Call- und Put-Optionen.
Notiert der V-DAX sehr niedrig, erwarten die Anleger keine großen Kursschwankungen; sie sind also relativ gelassen. Umgekehrt weist ein hoher V-DAX auf eine erwartete große Schwankungsbreite hin; die Anleger sind nervös. Deshalb wird der V-DAX auch „Angst-Barometer“ genannt.
Es gelten die Gleichungen:
Je niedriger der V-DAX, desto ruhiger ist der Marktverlauf. Typischerweise ist das bei steigenden Aktienkursen der Fall.
Und umgekehrt: Je höher der V-DAX, desto unsicherer sind die Marktteilnehmer. Typischerweise ist das bei fallenden Aktienkursen der Fall.
Der V-DAX fällt derzeit und signalisiert, dass „gute“ Börsenjahre kommen.
V-DAX: Gute Börsenjahre könnten folgen
Der Chart des V-DAX auf Basis seiner Wochenschlusskurse zeigt seit dem Jahr 2000 drei besonders hohe Ausschläge nach oben (gelb markiert):
1. Crash bis 2003: Den Höhepunkt des Crashs der Jahre 2000 bis 2003.
2. Finanzkrise 1. Teil: Das Ausbrechen der Finanzkrise mit der Pleite von Lehman Brothers.
3. Finanzkrise 2. Teil: Erneutes Hochkochen der Finanz- und Euro-Krise im zurückliegenden Jahr.
Fallender V-DAX kündigt gute Börsenjahre an
In den gelb markierten Zeiträumen hatten wir crashartige Verluste im DAX und anderen wichtigen Aktien-Indizes. Entsprechend hoch notierte der V-DAX, das Angst-Barometer. Nachdem sich „die Angst“ gelegt hatte, der V-DAX also wieder niedriger notierte, folgten jeweils Kursrallys des DAX.
Aktuell fällt der V-DAX wieder markant. Nun gibt es keine Garantie, dass er weiter fällt beziehungsweise im niedrigen Bereich bleibt. Das zeigt z.B. der Kursverlauf des V-DAX der Jahre 2001/2002. Auch da gab es scheinbare Entspannung.
Es folgt aber ein nochmaliges Ansteigen des V-DAX bis ins Jahr 2003. Da erst endete der damalige Crash im DAX und ging in eine Kursrally über.
Sicherheit gibt es an der Börse nicht …
… aber es gibt positive Signale. Der fallende V-DAX liefert dieses auf jeden Fall. Fällt der V-DAX weiter, sehen wir die 7.000 Punkte im DAX möglicherweise viel schneller als so mancher denkt.
Zum guten Start wünsche ich Ihnen eine gutes Neues, in dem Ihr schönster Wunsch in Erfüllung geht
© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet



