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Ausverkauf bei Yahoo geht in die Verlängerung

Die Liste der Interessenten für Unternehmensbereiche des Internet-Pioniers Yahoo wird immer länger. Unter den über 100 potenziellen Interessenten tauchen auch immer wieder größere, bekannte Konzerne auf.

Heute verdichten sich die Hinweise, dass Suchmaschinen-Spezialist Google ein Angebot abgeben wird. Es gab zwar schon Anfang der Woche entsprechende Gerüchte, doch die waren sehr wackelig. Inzwischen scheinen die Insider ein bisschen konkreter geworden zu sein – und das Interesse am Yahoo-Kerngeschäft gilt als glaubhaft.

Neben Google will offenbar auch Verizon ein Angebot abgeben. Der Telekom-Riese hat es sowohl auf das Kerngeschäft als auch auf die Japan-Aktivitäten abgesehen. Verizons Plan soll mit der Übernahme eine Stärkung der Unternehmenstochter AOL vorhaben. Es heißt, dass mehrere Berater an Verizons Seite stehen und ein Angebot abgegeben wurde.

Microsoft offenbar nicht mehr mit Interesse

Neben den heute „neu“ genannten Interessenten, die ein Angebot abgegeben haben sollen,  sind gerüchteweise auch noch diverse Finanzinvestoren, Kabel-Konzerne und Medien-Unternehmen in Runde 1 des Verkaufsprozesses.


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Während das Hauptaugenmerk der meisten Käufer auf das Kerngeschäft von Yahoo liegt, wird spekuliert, dass Yahoo Japan-Großaktionär SoftBank noch einmal versuchen könnte, den 35%-Anteil von Yahoo abzukaufen.

Es gibt also viele Interessenten für diverse Geschäftsbereiche von Yahoo – doch nicht alle werden ein Angebot abgeben. Es heißt, dass der Software-Riese Microsoft und die Kabelnetz-Betreiber AT&T und Comcast nicht im Rennen um das Kerngeschäft bleiben werden.

Da der Andrang aber auch ohne Microsoft und Co. sehr groß ist, hat Yahoo das Ende der Angebotsfrist um eine Woche nach hinten verschoben. Statt bis kommenden Montag, können Interessenten nun bis zum 18.April ihre Angebote abgeben.

Unternehmen gibt sich dem Druck von Hedgefonds geschlagen

Zum großen Yahoo-Verkaufsprozess kam es nach öffentlichen Unfähigkeits-Anschuldigungen durch den Finanzinvestor Starboard. Der aggressive Hedgefonds wirft der Unternehmensführung und speziell Unternehmenschefin Marissa Mayer Richtungslosigkeit vor.

In der Tat sind die Resultate durchwachsen und zuletzt lief es eher schlecht als recht. Mitarbeiter in Schlüsselpositionen hatten das Unternehmen bereits verlassen. Mayer hat viel probiert und einige kleinere Erfolge verbuchen können, doch die hohen Erwartungen konnte die ehemalige Google-Managerin nicht erfüllen.

Trotz vieler Interessenten: Verkaufsprozess könnte Enttäuschung werden

Bei so vielen Interessenten müsste es doch eine Chance für Aktionäre geben, will man meinen. Und mit Sicherheit bietet der Verkaufsprozess Überraschungspotenzial. Das Problem ist, dass er aber auch Enttäuschungspotenzial trägt.

Die Informationen sind nicht neu und es geht nicht um eine Komplett-Übernahme. Hohe Erwartungen sind schon eingepreist. Die Aktie notiert zwar in etwa auf dem gleichen Stand wie im November 2015 – doch in den vergangenen Wochen legte das Papier bereits um gut 30% zu.

Dass was nach dem Verkaufsprozess ausgezahlt wird, könnte unter dem liegen was jetzt eingepreist wird. Wichtiger ist für den Aktienkurs ausgehend vom aktuellen Kurs unter Umständen wie sich Alibaba entwickelt – Yahoos Juwel.

8. April 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

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