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Automobilbranche: Ende der Absatzkrise in Europa zeichnet sich ab

Während die Autohersteller dank der robusten Nachfrage in Amerika und China weltweit immer mehr Fahrzeuge verkaufen, scheint jetzt auch die Talsohle in Europa durchschritten.

Im September wuchs der Absatz um 6% auf 1,2 Mio Fahrzeuge. Es war der stärkste Zuwachs seit zwei Jahren. Gründe für die Wende sind zum einen hohe Rabatte der Autohersteller und staatliche Zuschüsse von 2.000 € je Auto in Spanien. Zum anderen wird der Ersatzbedarf immer größer. Viele Autos sind bereits so alt, dass man sie kaum noch reparieren kann.

Ob es jetzt dauerhaft wieder nach oben geht, muss sich erst noch zeigen. Jedenfalls errechnet sich für die ersten 9 Monate immer noch ein Absatzrückgang von 4% auf 9,3 Mio Fahrzeuge. Damit hat die Branche den tiefsten Stand seit 20 Jahren erreicht. Bis das Niveau des Jahres 2007 erreicht ist, wird es also noch ein paar Jahre dauern.


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Deutsche Hersteller gewinnen Marktanteile

Die Flaute trifft vor allem Massenhersteller wie Peugeot, Fiat, Ford sowie die General-Motors- Tochter Opel. Im mittleren Preissegment werden sie sowohl von deutschen Premium-Herstellern angegriffen, die verstärkt kleinere Autos auf den Markt bringen, als auch von der Billigkonkurrenz aus Asien und Osteuropa.

BMW und die koreanische Hyundai verkaufen bereits jeweils mehr Autos in Europa als Fiat. Auch geht es der deutschen Autoindustrie insgesamt noch vergleichsweise gut. Während die südeuropäischen Hersteller Peugeot, Renault und Fiat für die ersten 9 Monate Absatzrückgänge von durchschnittlich 7% meldeten, verkauften die deutschen Produzenten nur 2% weniger Autos.

Entsprechend stieg ihr Marktanteil in der EU in den vergangenen Jahren von 31 auf 37%. Gleichzeitig schrumpfte der Marktanteil der südeuropäischen und amerikanischen Konzerne von zusammen 50 auf 42%.

Sparmaßnahmen allein reichen nicht

Viele Modelle von Peugeot, Renault oder Fiat sind veraltet oder unattraktiv, die Kapazitäten sind immer noch zu hoch, die Produktion ist zu teuer und das Geschäft zu stark auf den europäischen Markt ausgerichtet.

Mit Arbeitsplatzabbau und Werksschließungen, aber auch mit Kooperationen versuchen die Südeuropäer gegenzuhalten, schreiben im Kerngeschäft aber immer noch rote Zahlen. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Verluste allerdings zum Teil verringert. Bei Renault belief sich der operative Verlust pro Fahrzeug im 1. Halbjahr noch auf 457 €, bei Peugeot auf 349 € und bei Fiat auf 130 €.

Dass Fiat dennoch einen Nettogewinn melden konnte, lag an der profitablen Tochter Chrysler. Trotz roter Zahlen haben sich die Aktienkurse der südeuropäischen Hersteller seit Jahresbeginn deutlich besser entwickelt als die der deutschen.

Während aber Fiat und Co. noch weit von ihren Bestmarken entfernt sind, notieren BMW und VW auf oder nahe Rekordniveau. Für weiter steigende Kurse bei den Südeuropäern spricht die sich abzeichnende Stabilisierung der Konjunktur in Europa. Andererseits ist zu bedenken, dass die jüngsten operativen Fortschritte nur durch Kostensenkungen erzielt wurden. Für einen nachhaltigen Turnaround müsste auch der Fahrzeugabsatz deutlich steigen.

Premium aus Deutschland ist die bessere Wahl

Wer es spekulativ mag, nutzt das positive Momentum der italienischen und französischen Hersteller. Langfristig orientierte Anleger dürften mit BMW, Daimler und VW besser fahren. Die deutschen Konzerne sind weltweit präsent und erfolgreich. Vor allem in China und Nordamerika steigen die Absatzzahlen und kompensieren die Schwäche in Europa.

27. November 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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