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Avnet: Distributions-Riese bringt Millionen-Deal unter Dach und Fach

Jetzt ist es amtlich. Gestern meldete der US-Konzern Avnet den erfolgreichen Abschluss der im Juli angekündigten Übernahme der britischen Firma Avnet. Damit ist Deal nun unter Dach und Fach.

Vorausgegangen war ein spektakulärer Bieterwettstreit mit dem Schweizer Dätwyler-Konzern, bei dem sich der weltgrößte Distributor für elektronische Komponenten, Computer und IT-Lösungen durchgesetzt hat.

Die Hintergründe zur Übernahme und die Auswirkungen auf die Branche erfahren Sie jetzt.

Handel mit Elektronikteilen ist ein Milliarden-Geschäft….

Im Handel mit Elektronikteilen werden pro Jahr etliche Milliarden umgesetzt. Doch die Anbieter sehen sich hin- und hergerissen zwischen den Anforderungen der alten und der neuen digitalen Welt.


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Zum einen fordern die Kunden immer noch die zum Teil mehrere Tausend Seiten dicken Produktkataloge ein. Zum anderen möchten immer mehr Kundengruppen die Waren einfach online kaufen. Damit verschieben sich die traditionellen Gesetze.

…mit sinkenden Gewinnmargen

Früher war das Geschäft eher regional geprägt mit zum Teil stark unterschiedlichen Preisen in den einzelnen Ländern. Auf Grund der zunehmenden Digitalisierung ist der Handel deutlich transparenter geworden. Im Gegenzug sind die einst auskömmlichen Margen stark unter Druck geraten.

Avnet ist im Volumengeschäft tätig

Auf die Marktveränderungen müssen die Firmen reagieren. Kurz zum Hintergrund: Avnet ist im Volumengeschäft aktiv und beliefert als Zwischenhändler eine Vielzahl von Industrieunternehmen mit Elektronikbauteilen in großen Stückzahlen.

Damit erzielte der US-Konzern im vergangenen Jahr einen Umsatz von 26,21 Milliarden Dollar. Das ist in etwa so viel wie vor fünf Jahren. Die Gewinnmarge ist seitdem aber von 2,52% auf nunmehr 1,93% zusammengeschmolzen. Unterm Strich blieben also 507 Millionen Dollar an Profit hängen.

Hohe Synergien erwartet

Nach der Übernahme von Farnell für 694 Millionen Pfund verfügt der US-Konzern zusammen in allen drei Weltmärkten, Nordamerika, Europa und Asien, über eine gewichtige Präsenz.  Damit hofft die Firmenführung auf signifikante Synergieeffekte im Wert von 70 bis 80 Millionen Dollar.

Die Übernahme solle die Digital-Strategie des Avnet-Konzerns unterfüttern, da Farnell als ursprünglicher Katalog-Distributor bereits umfassende Online-Services anbietet. Gleichzeitig kann Avnet damit die komplette Wertschöpfung abdecken: Von der Kleinstmenge bis hin zum Großvolumen. Hier ist der Avnet-Konzern derzeit ohnehin bereits führend und die Nummer 1 weltweit.

Druck auf kleine Händler steigt immens

Die starke Machtposition von Avnet erhöht den Druck auf die zahlreichen kleinen Anbieter. Denn um möglichst viele Elektronikkomponenten anzubieten, müssen die Firmen über riesige Warenlager verfügen. Diese Kapitalbindung und die hohen Investitionen in Online-Lösungen sind für viele kleine Konkurrenten gar nicht mehr zu stemmen.

Avnet trennt sich von IT-Geschäft

Nach der Farnell-Übernahme machte Avnet aber gleich mit einem weiteren Mega-Deal auf sich aufmerksam. Denn der Konzern stößt sein eigenes IT-Geschäft für 2,6 Milliarden Dollar an TechData ab. Davon erhält der Konzern 2,4 Miliarden in Cash, den Rest in TechData-Aktien. Ziel des Ganzen ist es die Profitabilität des Unternehmens wieder hochzufahren.

18. Oktober 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

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