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Axel Springer: Warum die Aktie nach guten Zahlen deutlich verliert

Am heutigen Mittwoch hat der Medienkonzern Axel Springer die Zahlen für das Geschäftsjahr 2014 vorgelegt. Trotz guter Zahlen geriet die Aktie an der Börse unter Druck und war heute mit relativ großem Abstand das Schlusslicht im MDax.

Wie die Zahlen im Einzelnen ausfielen und warum die Aktie trotz an sich guter Zahlen derart unter Druck geriet, erfahren Sie jetzt.

Umsatz: Erwartungen erfüllt und Prognose übertroffen

Der Umsatz des Springer-Konzerns stieg im vergangenen Jahr um 8,4% auf 3,04 Mrd. Euro. Damit hat die Axel Springer SE ihr ausgegebenes Ziel eines Umsatzwachstums im mittleren einstelligen Prozentbereich sogar übertreffen können.

Vor allem im Geschäft mit den sogenannten Rubrikenangeboten, wie etwa Immobilien- und Jobportalen, legte der Umsatz von Axel Springer überdurchschnittlich zu.


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Neben den Rubriken ging es auch im mit Abstand größten Sektor, den Bezahlangeboten, aufwärts. Der Geschäftsbereich, der sich vor allem an zahlende Leser richtet und zum Beispiel die Aktivitäten der Bild- und Welt-Gruppe umfasst, wuchs um 2,6% auf 1,56 Mrd. Euro. Dabei profitierte der Sektor von der Übernahme des Fernsehsenders N24.

Analysten rechneten im Durchschnitt mit einem 2014er-Umsatz in Höhe von 3 Mrd. Euro. Daher konnten bezüglich des Umsatzes auch die Analystenerwartungen erreicht werden.

Gewinn wächst überproportional zum Umsatz

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wuchs um 11,6% auf 507,1 Mio. Euro. Analysten hatten jedoch mit einem EBITDA von 519 Mio. Euro gerechnet.

Der Konzernüberschuss stieg  dafür aber sogar um 31,9% auf 235,7 Mio. Euro. Ein Haken: Die Springer-Aktionäre erhalten keinen größeren Teil vom Gewinnkuchen als im vergangenen Jahr. Denn: Die Dividende soll mit 1,80 Euro je Aktie auf Vorjahresniveau bleiben.

Die Ausschüttung von 1,80 Euro je Aktie entspricht unter Berücksichtigung des aktuellen Kurses der Springer-Aktie von gut 54 Euro einer Dividendenrendite von rund 3,32%.

Warum die Aktie trotz guter Zahlen unter Druck geriet

Kommen wir jetzt zu der Frage, warum die Springer-Aktie trotz guter Zahlen deutlich unter Druck geriet. Der Umsatz im vergangenen Jahr übertraf die eigene Prognose und lag mit 3,04 Mrd. Euro sogar hauchdünn über dem von Analysten erwarteten Durchschnittswert von 3 Mrd. Euro. Daran kann es also nicht gelegen haben.

Das bereinigte EBITDA erreichte 2014 einen Wert von 507,1 Mio. Euro und lag damit leicht unterhalb des seitens der Analysten erwarteten Wertes von 519 Mio. Euro. Dies kann allerdings aus meiner Sicht allenfalls einen Teil der heutigen Kursabschläge der Springer-Aktie rechtfertigen.

Ich sehe stattdessen zwei andere Gründe, die aus meiner Sicht das heutige Abschneiden der Aktie des Medienkonzerns stärker beeinflusst haben. Der erste Grund ist, dass die Dividende nicht erhöht wird und mit 1,80 Euro je Aktie auf dem Vorjahresniveau bleibt. Analysten hatten hier zuvor mit einer Dividendenerhöhung gerechnet.

Der zweite Grund, der aus meiner Sicht am schwersten wiegt, ist der verhaltene Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2015: Im laufenden Geschäftsjahr erwartet der Vorstand ein Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Das operative Ergebnis soll im hohen einstelligen Prozentbereich zulegen.

Fazit: Überraschungspotenzial vorhanden

Wenn das Unternehmen Axel Springer es schaffen sollte, die verhaltenen Prognosen für 2015 zu übertreffen, bietet die Springer-Aktie aus meiner Sicht positives Überraschungspotenzial. Sollte kursmäßig nicht viel Positives passieren, können Sie sich immer noch über eine solide Dividendenrendite von über 3% freuen.

4. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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