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Baidu steigt mit 91 Wireless-Kauf ins Smartphone-Geschäft ein

Der größte chinesische Suchmaschinen-Betreiber Baidu will für 1,9 Mrd. US $ die App-Plattform 91 Wireless übernehmen.

Derzeit befinden sich 57% der Aktien in Besitz vom App-Hersteller Netdragon. Die restlichen 43% besitzen die 91 Wireless-Aktionäre.

Netdragon wird für sein Aktien-Paket rund 1,09 Mrd. US $ bekommen und konnte offenbar einen Spitzen-Preis erzielen. Im Handel an der Börse Hongkong verliert die Aktie des ehemaligen Großaktionärs 21%.

Auch die Konkurrenz zeigt sich beeindruckt. Die Aktie des größten Wettbewerbers Qihoo verliert über Nacht 4%.

Gewinner sind also Bieter und Aktionäre des Übernahme-Kandidaten, denen zeitnah ein Angebot unterbreitet wird.

Investoren begrüßen den Deal

Für Baidu ist der Deal die bisher größte Übernahme seit Unternehmensgründung. Die Investoren reagierten positiv. Im späten Handel kann die Aktie 4% zulegen.

Normalerweise verliert die Aktie des Bieters nach einem Deal, da die Prognosen über die künftigen Gewinne und die Höhe der Synergie-Effekte schwer abschätzbar sind und die Kasse geleert wird.


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Übernahme schafft mehr Wachstum im mobilen Internet

Knapp 82% aller  Desktop-Suchen im Internet laufen im chinesischen Heimatmarkt über Baidu. Da immer mehr Internetbenutzer auf Smartphones und Tablets zurückgreifen, will Baidu auch dort die Nummer eins werden.

Dabei verhält sich Baidu wie Google und kauft hinzu, was in der eigenen Produktpalette fehlt. Um das Produktangebot zu vergrößern, hat der Suchmaschinen-Betreiber bereits im Mai 1013 den Video-Dienst PPS Net für 370 Mio. US $ gekauft.

Während Baidu erst jetzt aktiv wird, hat der größte Konkurrent schon zugeschlagen. Alibaba Group Holding hat Anfang des Jahres die Unternehmen Weibo, eine Twitter-ähnliche Plattform, und das online Karten-Service AutoNavi Holdings gekauft.

Auch der zweitgrößte Suchmaschinen-Betreiber in China, Qihoo, hat seinen Marktanteil vergrößern können. Obwohl das Unternehmen derzeit nur 15% hält, steigen die Nutzerzahlen von Quartal zu Quartal, während Baidus Zahlen stagnieren.

Mit dem Kauf von 91 Wireless bekommt Baidu den populärsten App-Store Chinas. Dadurch erhofft sich das Unternehmen den Marktanteil im Smartphone-Geschäft zu vergrößern und die aufstrebende Konkurrenz in Schach zu halten.

Smartphone-Geschäft in China mit hohen Wachstumsraten

China ist der Wachstums-Markt für Smartphones. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der mobilen Internetnutzer um 18% auf 420 Millionen.

Studien zufolge sollen sich die Umsätze aus dem chinesischen mobilen Internet-Markt bis 2014 auf 48 Mrd. US $ verdoppeln. Der Anstieg der Nutzerzahlen wird von aktuell 230 Mio. auf 749 Mio. taxiert.

Da die größte App-Plattform Google Play Store in China nicht verfügbar ist, werden die Apps für die Geräte über Partner-Dienste wie z.B. 91 Wireless angeboten.

91 Wireless betreibt zwei App-Verkaufs-Plattformen in China, HiMarket und 91 Assistant. Rund 1 Mrd. Programme sind schon über die Plattformen heruntergeladen worden. Das Wachstums-Potenzial für Baidu ist daher immens.

Zukauf-Methode altbewährt in der IT-Branche – jedoch auch mit Risiken behaftet

Baidu liegt mit der Strategie momentan im Branchen-Trend. IT-Riesen wie Microsoft, Google, Apple oder Yahoo haben in jüngster Vergangenheit auch auf dem Markt zugegriffen.

Denn mit Hilfe von Übernahmen werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Zum einen wird die Produktpalette erweitert. Je größer das Angebot desto mehr Kunden bleiben auf den eigenen Seiten. Folge: Die Werbe-Einnahmen steigen.

Zum anderen wird ein aufstrebender Konkurrent frühzeitig ausgeschaltet. Gerade junge Unternehmen mit hohen Wachstumsraten sollten gekauft werden, bevor das eigene Geschäft in Bedrängnis gerät.

Trends sind im Internet kurzweiliger und der Wechsel von Angeboten zwischen den verschiedenen Konzernen ist nur ein Mausklick weit weg.

Es ist daher nur eine Frage von wenigen Wochen, bis der nächste Deal über die Bühne geht. Mittlerweile reichen sogar wieder nur gute Ideen, um mit Geld überschüttet zu werden.

Das erhöht die Gefahr von Fehlkäufen – doch das müssen die Konzerne in Kauf nehmen, wenn sie ihr Geschäftsmodell schützen wollen.

Übernahme-Spekulanten sollten jedoch vorsichtig sein bei Investitionen in kleine IT-Unternehmen. Die Dotcom-Krise 2000 hat gezeigt, dass nicht jede gute Idee Gold wert ist.

17. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

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