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Bank-Rendite als Investor: mehr als 5% – aber nur mit Einschränkung

Banken auf dem Vormarsch: kleine Genossenschaftsbanken bieten Investoren teils Renditen von mehr als 5%. Diese Botschaft vermittelte vor wenigen Tagen eine Tageszeitung. Eine Rendite mit Pferdefuß allerdings, meinen wir. Die Einzelheiten für Sie als Investor im Überblick:

Die Rendite selbst erzielen Sie „nur“ auf Einlagen oder Anteilen, die Sie an der Bank kaufen. Achtung: Die Volks- und Raiffeisenbanken verkaufen die Anteile aber nur beschränkt. In der Regel jedenfalls erhalten Sie bei den Regionalinstituten teilweise erheblich beschränkte Anteilsvolumina von maximal 52.000 Euro.

Dann sind Sie auf die Ausschüttungen auf diese Anteile angewiesen. Die liegen teils über 5% und sind damit deutlich über dem, was Banken für sonstige Anleihen auszahlen. Nur: selbst diese Renditen erzielen Sie nicht ohne kaufmännische Einschränkung.

„Geschäftsbeziehung“ wichtig

Wenn Sie die Rendite mit einer solchen Volksbank erzielen wollen, müssen Sie eine „Geschäftsbeziehung“ zur Bank unterhalten. Konkret: zumindest ein Konto sollten Sie dort haben oder einen Kredite beziehen. Nur dann werden Ihnen die Volksbanken Anteile verkaufen.


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Damit aber reduziert sich die Rendite wieder: Bei einem Zins von 0% auf Girokonten und einer Anteilsrendite in Höhe von 5% müssen Sie die Mischrendite kalkulieren. Das gute Geschäft beginnt wieder, sich in Luft aufzulösen.

Weitere Nachteile: Anteile der Genossenschaftsbanken sind mit einer Nachschusspflicht ausgestattet. Wenn die Genossenschaftsbank Verluste schreibt, kann die Gesellschafterversammlung dies beschließen – zwingend ist es nicht. Der Fall trat zwar noch nicht ein – ausschließen können Sie ihn für die Zukunft jedoch keineswegs. Auch Genossenschaftsbanken verleihen fragwürdigen Kreditnehmern Geld.

Weiterer Nachteil: Haltefrist

Wenn Sie einen solchen Anteil haben, können Sie den in der Regel auch nicht unmittelbar wieder verkaufen. Eine Kündigungsfrist zum „Geschäftsjahresende“ findet sich in den meisten Bedingungen. Trotz regionaler Unterschiede: rechnen Sie damit, die Anteile nur mit einer Verzögerung von einigen Monaten – meist sechs Monaten – verkaufen zu können.

Selbst dann aber werden Sie nicht allzu schnell an Ihr Geld kommen. Die Auszahlung selbst verzögert sich noch dadurch, dass diese nach der „Generalversammlung“ (der oben genannten Gesellschafterversammlung) zustande kommt. Das aber heißt:

  • Die hohen Zinsen erkaufen Sie mit einer starken Einschränkung bei der Verfügbarkeit.
  • Die hohen Zinsen reduzieren sich durch die weitere Beteiligungen bei der Bank – wie etwa Girokonten, die kein Geld bringen.
  • Die hohen Zinsen sind beschränkt auf wenige Anteile.

GeVestor meint: Insgesamt ist daher das Urteil zu den Volksbank-Anteilen nicht günstig. Wenn Sie bereits „Genosse“ sind, können Sie sich über hohe Zinsen freuen. Anderen Investoren können wir nicht raten, sich um Anteile zu bemühen. Aufwand und Ertrag stehen in keinem guten Verhältnis. Die Rendite ist für Sie als Investor zu gering. Legen Sie das Geld bei der Bank eher auf Tagesgeldkonten und schichten bei guten Gelegenheiten um.

30. September 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.