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Banken geben „betrügerische Verbrechen“ zu

Da komm ich kaum noch hinterher. Letzte Woche habe ich einen Kommentar zu Banken mit „Betrüger und Verbrecher“ überschrieben, diese Woche geht es gleich weiter. Jetzt sind es Strafen gegen 5 Großbanken in Milliardenhöhe wegen Manipulationen der Devisenkurse.

Die US-Justiz hat (wie letzte Woche von mir erwartet) gegen 5 der weltgrößten Banken hohe Bußgelder wegen Manipulationen an den Devisenmärkten ausgesprochen.

Die Schweizer UBS, die britischen Banken Barclays und Royal Bank of Scotland sowie die US-Banken JPMorgan und Citigroup müssen in dem geschlossenen Vergleich Bußgelder von insgesamt mehr als 5,6 Milliarden US-$ zahlen. Dabei wurde auch vereinbart, dass die Banken „kriminelle Schuldbekenntnisse“ abgeben müssen.

Der Nachrichtendienst Reuters schrieb dazu: „Die Banken gestehen damit ein, dass unter ihren Dächern betrügerische Verbrechen stattgefunden haben.“

Betrüger und Verbrecher

Mit „Betrüger und Verbrecher“ habe ich letzte Woche das Verhalten vieler Banker kommentiert. Dass die Manipulationen der Devisenkurse „betrügerische Verbrechen“ sind, haben die oben genannten Banken jetzt gegenüber der US-Justiz bestätigt. Der Kreis schließt sich.

Letzte Woche habe ich geschrieben, dass die Deutsche Bank wegen Manipulation der Zinsen (Libor-Skandal) eine Rekordstrafe von 2,5 Milliarden US-$ zahlen muss. Die höchste Strafe der oben genannten Banken erhielt die Barclays-Bank. Sie muss 2,4 Milliarden US-$ zahlen.

Den fragwürdigen Rekord hält mit den 2,5 Milliarden US-$ also immer noch die Deutsche Bank, deren Vorstand gestern bei der Hauptversammlung „laut vernehmbare Buhrufe aus dem Publikum“ (Zitat aus Meldung von Reuters) hinnehmen musste.


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Weitere „betrügerische Verbrechen“ werden untersucht

Jenseits der eingangs genannten 5 Banken, die „betrügerische Verbrechen“ zugegeben haben, ist aber auch nicht alles eitel Sonnenschein.

Die US-Justiz ließ jetzt die britische HSBC und die Bank of America außen vor, weil die Ende 2014 von anderen Aufsichtsinstanzen zu hohen Zahlungen verdonnert worden wurden. Weitere Strafzahlungen in dreistelliger Millionenhöhe sind für die Bank of America bereits verhängt.

Und der Devisenhandel der oft bei „betrügerischen Verbrechen“ beteiligten Deutsche Bank wird von der New Yorker Aufsichtsbehörde DFS auch schon untersucht.

Die Kette der Strafzahlungen und Bußgelder wegen Manipulationen reißt nicht ab.

Ehrenrettung des „normalen“ Bankers

Die Ehrenrettung für den „normalen“ Bankkaufmann: Die Verallgemeinerung „die Banken“ gilt natürlich für die vielen Bankkaufleute nicht, die ehrlich ihre Arbeit tun. Diese sind von mir nicht gemeint. Es sind „nur“ die, die für Betrügereien verantwortlich sind. Der seriöse Bankkaufmann mag ja bald schon gar nicht mehr erzählen, welche Berufswahl er getroffen hat.

Europäische Zentralbank (EZB) blauäugig?

Dazu passt, dass EZB-Direktoriumsmitglied Benoît Coeuré Vertreter von Hedgefonds und großen Banken wie Goldman Sachs Chart und Citigroup abends bei einem gemeinsamen Essen darüber informierte, dass die EZB milliardenschwere Wertpapierkäufe vorziehen werde. Die offizielle Pressemitteilung erfolgte erst am darauf folgenden Morgen.

Der schnelle Kursrückgang des Euro noch am selben Abend lässt vermuten, dass „jemand“ aufgrund der Hinweise von Coeuré gehandelt hat. Ein millionenschwerer Vorteil, der den Beteiligten des Abendessens durch die „Blauäugigkeit“ gewährt wurde.

„Blauäugigkeit“ nenne ich es, weil ich es strafrechtlich natürlich nicht einordnen kann. Es passt aber zu meinem Kommentar mit „betrügerischen Verbrechen“.

Vorsicht Bank!

Ich fühle mich bei meiner Sparkasse mit meinem Girokonto und Tagesgeldkonto wohl. Und auch das Schließfach möchte ich nicht missen. Aber wehe, man „droht“ mir mit einer Beratung.

Vermutlich wäre die Beratung sogar ehrlich gemeint, aber: Ich weiß nie, wer mir da gegenüber sitzt und welche Vorgaben er gerade hat. Deshalb habe ich eine strikte Regel:

Bankprodukte, die ich nicht ganz und gar verstehe, rühre ich nicht an. Das empfehle ich Ihnen auch. Denn irgendwo kann sich immer eine Manipulation verstecken.

Börsen-Handel: Optionen statt Bank-Produkte

Für Hebelprodukte ist es ganz einfach: Statt der manipulationsanfälligen Optionsscheine, Zertifikate, K.o.-Scheine, CFDs, binäre Optionen etc. empfehle ich Ihnen, ausschließlich Optionen an Terminbörsen zu handeln. Da diese nicht von Emittenten herausgegeben werden, droht hier keine Betrügerei einer Bank!

Zum guten Schluss: Am 22.05.1813, also heute vor 202 Jahren, kam der deutsche Komponist Richard Wagner zu Welt. Er schrieb:

„Wir sprechen zu viel, aber wir sehen zu wenig.“

Ich bemühe mich, an der Börse viel zu „sehen“, dieses aber mit nicht zu vielen Worten zu kommentieren, damit ich nicht zu viel „spreche“. In der Hoffnung, dass es mir (oft) gelingt, sende ich beste Grüße und wünsche Ihnen schöne Pfingsttage.

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

22. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.

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