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Banken: Ihr Geld ist nicht sicher

Basel I, Basel II und nun das von Politik und Finanzwirtschaft gelobte Basel III. Diese Reihe soll uns glauben machen, unser Geld sei bei den Banken sicher.

Immerhin, so die offizielle Meinung, mit der man uns ruhig stellen will, sei ja die Eigenkapitalquote der Banken erhöht worden.

Stimmt! Und dann das große ABER:

Wem würden Sie Ihr Geld leihen?

Nehmen wir an, Sie suchen eine gute Rendite für Ihr Geld. Über eine Vermittlungsagentur können Sie sich an der Finanzierung einer Immobilie beteiligen. Die Daten zur Finanzierung:

1. Eigenkapital 3%

Wert der Immobilie: 500.000 Euro

Vorhandenes Eigenkapital: 15.000 Euro

Zur Finanzierung gesucht: 485.000 Euro (also 97% der Gesamtsumme)

Ich frage Sie nicht, wie Sie reagieren. Es wäre eine Beleidigung, Ihnen so eine Frage zu stellen. Da Sie schallend lachend abgelehnt haben, kommt der verbesserte Vorschlag. Er lautet:

2. Eigenkapital 5%


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Wert der Immobilie: 500.000 Euro

Vorhandenes Eigenkapital: 25.000 Euro

Zur Finanzierung gesucht: 475.000 Euro (also 95% der Gesamtsumme)

Klar, dass Sie abwinken. Nach einiger Zeit kommt die Vermittlungsagentur noch einmal auf Sie zu und sagt: „Wir haben jetzt massiv nachgebessert. Nun ist die Finanzierung sicher.“ Entnervt lassen Sie sich die Zahlen vorlegen:

3. Eigenkapital 7,5%

Wert der Immobilie: 500.000 Euro

Vorhandenes Eigenkapital: 37.500 Euro

Zur Finanzierung gesucht: 462.500 Euro (also 92,5% der Gesamtsumme)

Auf die eingangs gestellte Frage „Wem würden Sie Ihr Geld leihen?“ erwarte ich keine Antwort. Zu (sorry) idiotisch sind die Angebote.

Basel III: Banken arbeiten mit 7,5% Eigenkapitalquote

Nun habe ich gerade spontan das Wort „idiotisch“ genommen. Nun denn, machen wir weiter: Das eingangs erwähnte Basel III soll uns in Sicherheit wiegen, denn die Eigenkapitalquote der Banken sei erhöht worden. Jawohl: Auf „idiotische“ 7,5%.

Wie albern es ist, uns damit Sicherheit vorzugaukeln, zeigt der obige 3. Finanzierungsvorschlag.

Wobei da noch unterstellt wird, dass es eine Immobilie als Sicherheit gibt. In welch zum Teil windige Investments die Banken das ihnen von uns anvertraute Geld packen, ist dabei gar nicht berücksichtigt.

Basel III = Augenwischerei

Die Überschrift reimt sich schön. Aber dann ist auch Schluss mit lustig. Ich sehe eine Eigenkapitalquote von unter 10% als nicht diskussionswürdig an, unter 20% ist albern, bis 30% ist keine Sicherheit. Ob unter 50% ausreicht, wäre eine Diskussion wert.

Da die Politik das Aufheulen der Bankenlobby vermeiden wird, wird es solche Diskussionen, geschweige denn Entscheidungen, nicht geben. Also müssen Sie Ihr Geld so sicher wie möglich anlegen.

Maximal 100.000 Euro Einlage je Bank ist dazu ein sinnvoller Schritt.

Zum guten Schluss: Heute vor 189 Jahren, also am 04.09.1824, kam der österreichische Komponist Anton Bruckner zur Welt. Er schrieb:

„Wer hohe Türme bauen will, muss lange beim Fundament verweilen.“

Genau das fehlt, das solide Fundament bei den Banken, die (zu) hohe Türme bauen.

Um dem „guten“ Schluss, der bis hier nur Schluss, nicht aber gut war, etwas Gutes hinzuzufügen, wünsche ich Ihnen ein paar schöne Spätsommertage.

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

4. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.