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Banken: Staatliche Banken sind keine Lösung

Der Kampf um die runden Marken geht am Aktienmarkt weiter. Heute standen der Dow-Jones und der DAX im Fokus.

Während der Dow-Jones in den ersten Handelsstunden leicht im Plus notiert und rund um die 15.000-Punkte-Marke pendelt, stieg der DAX heute kurzzeitig auf 7.988 Punkte, verlor den Kampf um die 8.000-Punkte-Marke und sackte dann auf gut 7.900 Punkte ab.

Commerzbank testet Allzeittief

Während der Gesamt-Index ein kleines Spielchen mit der runden Marke spielt, haben die Aktionäre der Commerzbank ganz andere Sorgen: Die Aktie hat heute mit 6,14 Euro ein neues Allzeittief erreicht.

Ein Kurs von gut 6 Euro hört sich noch halbwegs solide an, aber dabei müssen Sie berücksichtigen, dass die Commerzbank erst vor wenigen Wochen 10 alte Aktien in 1 neue Aktie umgewandelt hat.

Ohne diesen Trick würde die Commerzbank-Aktie heute deutlich unter 1 Euro notieren.

Dieser Trick war notwendig geworden, um die jüngste Kapitalmaßnahme durchzudrücken. Denn: Bei Kursen unter 1 Euro wäre eine Kapitalerhöhung nicht möglich gewesen.

Banken in der Kritik

Die Commerzbank benötigte in der Finanzkrise staatliche Hilfe und ist trotz der Unterstützung 5 Jahre später an der Börse ein Trümmerhaufen.


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Die Deutsche Bank hat sich in der Finanzkrise deutlich besser geschlagen als die Commerzbank, steht aber dennoch unter Dauerbeschuss.

Aufgrund der vielen Klagen ist eine fundamentale Bewertung der Bank praktisch nicht möglich. Egal ob Libor-Skandal oder der endlose Kirch-Prozess, die Deutsche Bank hat in den vergangenen Jahren kein juristisches Fettnäpfchen ausgelassen.

Angesichts dieser Schlagzeilen rund um unsere „Vorzeige-Banken“ aus dem DAX stellen einige Kritiker die Frage, ob unsere (Finanz-)Welt nicht besser aussehen würde, wenn wir ein neues Banken-System aufbauen: Mehr Staat, dafür weniger renditegeile Investment-Zocker.

Wer davon träumt, dass nur in der Privatwirtschaft Milliardensummen sinnlos verballert werden, sollte sich den Aufstieg und Fall der WestLB anschauen.

Danach kann man erahnen, wie es aussieht, wenn Politiker und politisch motivierte Banker am großen Geldhebel sitzen.

WestLB: Das Trauerspiel geht weiter

Jetzt wird es für die Politiker richtig peinlich: Im Wahlkampf wird darüber geschimpft, dass renditegeile Geschäftsbanken ihr Geld in internationalen Steueroasen anlegen, aber gleichzeitig wird aufgedeckt, dass auch die staatlich kontrollierten Landesbanken die Steueroasen auf den Caymans, den Bermudas und Jersey eifrig genutzt haben.

Die WestLB, die noch vor wenigen Jahren ein ganz großes Rad am Kapitalmarkt drehen wollte, steht mal wieder ganz oben auf der Liste der Sünder. Und das war kein kleiner Fehltritt eines einzelnen Bankers.

Laut Handelsblatt besitzt die WestLB bereits seit 1975 (!) Briefkastenfirmen in den internationalen Steueroasen.

Die NRW-Finanzminister und andere Landespolitiker saßen in den vergangenen Jahrzehnten im Aufsichtsrat und sogar im Präsidialausschuss.

Das bedeutet: Entweder hatten die Politiker keine Ahnung, was in der Bank vorgeht, oder aber sie haben das Spiel einfach mitgespielt und dafür schöne Aufwandsentschädigungen und andere lukrative Posten erhalten.

Beide Varianten sind recht peinlich für die betroffenen Landespolitiker.

Es wird teuer für die Steuerzahler

Laut NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans wird die Abwicklung der ehemaligen WestLB den Steuerzahler am Ende rund 18 Milliarden Euro kosten. Die echten Kosten dürften deutlich höher liegen.

Wenn Sie dann noch berücksichtigen, dass sich die faktisch staatlichen Landesbanken extrem günstig refinanzieren konnten (wesentlich günstiger als die privat geführten Banken), erkennen Sie, wie katastrophal die Leistung dieser Bank war.

Und die WestLB ist auch kein negativer Ausrutscher. Nur ganz wenige Landesbanken haben solide gewirtschaftet. Die meisten anderen haben am Kapitalmarkt gezockt wie die Weltmeister.

Bayern hat mehrere Milliarden in Osteuropa verzockt. Im Norden der Republik glaubten einige Landesbanker, dass es eine clevere Idee sei, jedes halbwegs brauchbare Schiff zu finanzieren.

Am Ende müssen jeweils die Steuerzahler für den Größenwahn zahlen. Ich habe daher starke Zweifel, ob der Ruf nach mehr Staat in der Bankenbranche der richtige Weg ist.

2. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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