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Banken-Stresstest erzeugt Pseudo-Sicherheit

Hier ein noch nie veröffentlichtes geheimes Telefonat, das es zwischen den Notenbank-Chefs Janet Yellen (US-Notenbank) und Mario Draghi (Europäische Zentralbank) im Vorfeld des jüngsten Stresstests der Banken vermutlich nie gegeben hat:

Mario: „Janet?“

Janet: „Ja!“

Mario: „Hier Mario.“

Janet: „Ich weiß, seh‘ ich doch an der Telefonnummer! Was ist denn?“

Mario: „Ich hab‘ ein Problem!“

Janet: „Nun rück schon raus damit …“

Mario: „Ich habe doch in Kürze den Banken-Stresstest.“

Janet: „Klar, machst Du doch laufend.“

Mario: „Nun, ich habe alle Daten in einer Tabellen-Kalkulation und das Ergebnis ist schlecht. Etliche Banken fallen durch bzw. unter unsere Messlatte für die harte Eigenkapitalquote.“

Janet: „Geht gar nicht.“

Mario: „Eben! So kriege ich das Bargeld-Verbot nie durch. Was kann ich tun?“

Janet: „Schick‘ mir doch einmal die Tabelle mit der Kalkulation.“

Gesagt, getan.  Ein paar Tage später:


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Janet: „Mario?“

Mario: „Ja!“

Janet: „Hier Janet.“

Mario: „Ich weiß, seh‘ ich doch an der Telefonnummer. Was ist denn?“

Janet: „Ich hab‘ die Lösung!“

Mario: „Kann nicht sein!“

Janet: „Doch! Schau mal in deine E-Mails. Ich habe dir die Tabelle zurückgeschickt.“

Mario: „Moment ……………… da isse …………. Potzblitz: Alles passt. Was hast Du gemacht?“

Janet: „Nichts – sagen wir: fast nichts.“

Mario: „Nun rück‘ schon raus mit der Sprache.“

Janet: „Also, ich habe einen klitzekleinen Strich gemacht.“

Mario: „? ? ?“

Janet: „Also: Ihr habt ausgerechnet, was passiert, wenn das Zinsniveau weiter ins Minus sinkt. Ich habe in das Minus-Zeichen einen kleinen senkrechten Strich gesetzt und ein Pluszeichen daraus gemacht.“

Mario: „Ahhh: Wir testen jetzt nicht, was passiert, wenn das Zinsniveau weiter fällt, sondern wenn es wieder steigt?!“

Janet: „Genau.“

Mario: „Ahhh: Feiner Trick! Merkt kein Schwein – sorry: kein Bankkunde.“

Janet: „Eben! Und pass‘ auf mit dem ‚Schwein’! Steht sonst im Internet; irgendeiner hört doch immer ab.“

Mario: „Janet?“

Janet: „Ja, was ist denn noch?“

Mario: „Die Eigenkapitalquote fällt immer noch unter die Messlatte von 8%.“

Janet: „Himmel nochmal, hast Du denn in Deiner Zeit bei Goldman Sachs nichts gelernt? Setz‘ die Messlatte auf 7% runter, und fertig!“ (Draghi war von 2002 bis 2005 Vize-Präsident bei Goldman Sachs)

Mario: „Puuhhh! Jetzt passt alles. Hab Dank!“

Banken-Stresstest erzeugt Pseudo-Sicherheit

Finden Sie, lieber Leser, es beruhigend, wenn die harte Eigenkapitalquote der Deutschen Bank im Stressfall „nur“ auf 7,8% fällt und nicht knapp unter die Messlatte von 7%, also z. B. auf 6,9%?

Die zocken also mit den 12,8-fachen des Eigenkapitals und nicht mit dem 14,5-fachen. Hinzu kommt: Viele Banker werten die negativen Zinsen als das größte Risiko für Banken. Genau dieses Szenario wurde aber nicht getestet!

Der aktuelle Banken-Stresstest soll Sie in Sicherheit wiegen. Er ist aber eine Pseudo-Sicherheit. Vergessen Sie ihn! Er bringt nichts; v. a. keine Sicherheit.

Zum guten Schluss: Am 01.08.1911, also heute vor 105 Jahren, verließ Konrad Alexander Friedrich Duden diese Welt. Von ihm, dem Gymnasiallehrer, stammt die Idee für das Rechtschreib-Wörterbuch der deutschen Sprache, den „Duden“. Konrad Duden schrieb:

„Die so entstandene Rechtschreibung ist weit davon entfernt, ein Meisterwerk zu sein.“

Ach wie tröstlich für mich, der ich mich über 100 Jahre nach dem Todestag von Konrad Duden mit den Irrungen und Wirrungen der letzten Rechtschreibreform rumplagen muss, die, so meine bescheidene Meinung, weit davon entfernt ist, ein Meisterwerk zu sein. Wie tröstlich, dass auch der „Erfinder“ des Dudens seine Probleme hatte.

In der Hoffnung, dass es mir gelingt, diese Probleme mehrheitlich zu meistern, sende ich Ihnen beste Grüße

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

1. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.

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