MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Bankenpleiten: Auch in Deutschland?

Ende Juli 2010 wurde das Ergebnis der Stresstests der Banken veröffentlicht. Dieses sollte die Märkte beruhigen und zeigen, dass die Banken aus der Finanzkrise gelernt hatten und nun sicher(er) seien.

Mit diesem so genannten Stresstest wurden 91 große Banken in der EU auf ihre Überlebensfähigkeit in Krisenzeiten geprüft. In den Medien lief eine hitzige Debatte.

Jetzt schließt sich das renommierte „Wall Street Journal“ an. In deutschen Medien wird das Ergebnis des „Wall Street Journal“ kommentiert mit: „Europas Banken haben womöglich die Zahlen im Stresstest geschönt.“

Wie schlimm steht es um die Banken?

Das „Wall Street Journals“ hat die Kriterien und Ergebnisse des Stresstests europäische Banken untersucht. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass vor allem Risiken aus Staatsanleihe-Positionen nur ungenügend berücksichtigt werden.

Bankpleiten: Buchungs“tricks“ tricksen Stresstest aus

Ein Beispiel, wie die Banken den Stresstest problemlos bestehen: Sie halten Staatsanleihen in ihren Bilanzen. Jetzt wird geprüft, wie sich die Kapitalausstattung der Bank verhält, wenn die Staatsanleihen z.B. 20% an Wert verlieren.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Nun der „Trick“:Banken verbuchen Staatsanleihen im Handelsbuch oder Bankbuch. Im Handelsbuch müssen sie die Wertverluste buchen, im Bankbuch nicht. Vor einigen Monaten hatten die Banken noch rund 90% der Staatsanleihen im Handelsbuch.

Wie durch Zauberhand sind jetzt, pünktlich vor dem Stresstest, nur noch rund 50% der Staatsanleihen im Handelsbuch. Nur diese müssen gegebenenfalls buchungsmäßig korrigiert werden.

Die ins Bankbuch umgebuchten Staatsanleihen behalten ihren ursprünglichen Wert und finden beim Stresstest keine Beachtung.

Der guten juristischen Ordnung halber sei gesagt: Es ist kein Trick, es ist eine legale Buchungs-/Bilanzvorschrift. Legal ist was die Politik ins Gesetz schreibt. Unter kräftiger Mithilfe einflussreicher Lobbyisten.

Mehr zum Thema: Deutsche Banken im Stresstest

Bankpleiten: Wie steht es heute um die Banken?

Nachdem sich mein oben befürchtete Kritik wohl bewahrheitet hat, heißt es: Nach dem Test ist vor dem Test. Eigentlich steht es sogar schlimmer. Denn wenn die Banken etwas zu verheimlichen haben – und so sieht es aus – dann kann das keine unbedeutende Kleinigkeit sein.

Es darf wieder gerätselt werden, welche Bank es als nächstes trifft. Und: Die Banken und Finanzkrise ist offensichtlich noch (lange) nicht beendet, sonst würde nicht getrickst und vertuscht.

Zum guten Schluss: Heute vor 179 Jahren, also am 08.09.1831, kam der deutsche Schriftsteller Wilhelm Raabe zur Welt. Er sagte: „Wer glaubt, niemals zu irren, der irrt.“

Ich füge an: „Wer glaubt, an der Börse niemals zu irren, der irrt sich gewaltig und verliert.“

8. September 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.