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Bankenstress Griechenland: Deutsche Bank verdient — investieren lohnt

Deutsche Bank: “Haircut” in Griechenland bringt sogar Geld

Banken stehen im Feuer, die Bankbilanzen sind vergleichsweise intransparent. Dies ist die schlechte Nachricht für die kommenden Monate. Fallen Zahlungen für Staatsanleihen aus, werden diese teilweise abgeschrieben, schert gar Griechenland aus der Eurozone aus – all das wird verschiedene Banken und die Finanzmärkte treffen.

Nicht so sehr allerdings ein Institut wie die Deutsche Bank. Dies kann Ihnen als Investor entgegenkommen. Zum einen ist die Deutsche Bank insgesamt deutlich besser aufgestellt, als dass sie ausschließlich von griechischen oder portugisiesischen Staatsanleihen abhängen würde. Zum zweiten aber bringt Griechenland ein besonderes Geschäft mit sich.

Dabei sind die Fakten für beteiligte Banken und für Deutschland insgesamt zunächst ernüchternd: die Deutsche Bank ha nach Schätzen etwa 1,6 Milliarden Euro an Griechenland verliehen. Die Commerzbank ist sogar mit einem Leihvolumen von 2,9 Milliarden Euro im Geschäft. Daher ist etwa die Commerzbank für uns weiterhin – auch bei “günstigen” Einstiegskursen, kein Investment wert.

Am stärksten betroffen: “wir”

Doch die Privatbanken sind nur ein kleines Mosaiksteinchen in dem Spiel. Insgesamt soll Deutschland Forderungen in Höhe von 50 Milliarden Euro an Griechenland haben. Einen größeren Teil davon tragen die Landesbanken der öffentlichen Hand. Also “wir”.

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Dies kostet wiederum Steuern – direkt oder indirekt. Entweder fallen die Gewinne der Landesbanken niedriger als kalkuliert aus (dies ist ein Wunschdenken) oder die Verluste erweitern sich. All das wird sich in den Staatshaushalten bemerkbar machen. Daher sind “wir” mithaftend.

Erfreulich, wenn Sie dann Investor einer Bank wie der “Deutschen Bank” sind. Die Rechnung ist recht einfach: die Gewinne reduzieren sich um genau den Abschreibungsbetrag, der letztlich bei Griechenland-Anleihen herauskommt. Die Verluste aber sind automatisch steuerlich gefördert.

Steuervorteil andersrum

Die Gewinne wären um die Höhe der Steuern reduziert worden. Zudem reduzieren sich die Verluste um die “gesparten” Steuern – ein kleiner Trost nur, aber ein kaufmännischer Vorteil. Der eigentliche Vorteil aber:

Griechenland und weitere Staaten werden dann ein noch mühsameres Neugeschäft beim Verkauf von Anleihen haben. Diese Anleihen aber gehen im guten Fall auch an private Investoren, Geschäftsbanken werden gebraucht. Das Geschäft mit Neuemissionen ist in der Bankensprache margenstark. Dort wird die Bank weiter verdienen.

Allein bei der “Restrukturierung” (Schuldenstreichung heißt es korrekt) der vergangenen Staatspleiten in Lateinamerika – Argentinien – oder Asien haben Banken bestens vedient.

GeVestor.de meint: Daher bleibt die Griechenland-Gefahr für die “Deutsche Bank” entgegen aller Gerüchte gering. Die Rettung Griechenlands ist nicht nur eine Rettung der Banken – das ist ein politisches Ammenmärchen. Wir bleiben bei der Empfehlung: investieren Sie in die Deutsche Bank.

“Haircut” oder Euro-Zonen-Austritt von Griechenland: Den “Stresstest” bei Banken wird die “Deutsche” überleben.

25. Mai 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Janne Joerg Kipp
Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.