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Bargeld wird schrittweise abgeschafft

Sie kennen die Schlagzeilen in den Wirtschaftsmedien: Wie geht es mit der chinesischen Wirtschaft weiter?

Wie tief fällt der Ölpreis, oder kommt schon jetzt die Preiswende?

Im Schatten dieser oft inhaltsarmen Schlagzeilen gehen andere Themen, die aus meiner Sicht elementar wichtig sind, fast unter.

Hier im „Schlussgong“ möchte ich heute ein solches Thema für Sie unter die Lupe nehmen: Es geht um die schrittweise Abschaffung des Bargeldes.

Vor wenigen Tagen las ich einen Artikel, aus dem hervorgeht, dass die SPD etwas gegen Geldwäsche tun will.

Und zwar sollen künftig Rechnungen in Höhe von mehr als 5.000 € nicht mehr bar beglichen werden dürfen. Zudem sollen die 500-€-Scheine abgeschafft werden.

Das würden zwar viele von uns kaum merken, da es sich bei diesem Schein nicht um ein alltägliches Zahlungsmittel handelt, dennoch ist es aus meiner Sicht ein weiterer Schritt hin zur Abschaffung des Bargeldes.


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Beide Vorschläge beziehungsweise Bestrebungen der SPD sind übrigens in einem Positionspapier der SPD-Bundestagsfraktion nachzulesen. Die Union reagierte zunächst zurückhaltend auf die Vorschläge ihres Koalitionspartners.

Spätestens im Herbst des laufenden Jahres muss sich die Koalition jedoch einigen, wie sie eine neue EU-Anti-Geldwäsche-Richtlinie in nationales Recht umsetzt.

Die Einführung einer Obergrenze für Barzahlungen ließe sich per Gesetz regeln. Über die Abschaffung der 500-€-Scheine kann dagegen nur die Europäische Zentralbank (EZB) entscheiden.

12 EU-Mitgliedsstaaten haben bereite eine Bargeldschwelle

Sollte die Bargeldschwelle in Deutschland eingeführt werden (Rechnungen über 5.000 € dürfen nicht mehr in bar bezahlt werden), dann wären wir damit keineswegs ein Vorreiter innerhalb der EU.

Denn: 12 EU-Mitgliedsstaaten haben bereits Bargeldschwellen eingeführt. Dazu zählen beispielsweise auch Frankreich und Italien. In Italien und Frankreich sind Bargeldgeschäfte schon ab 1.000 € nicht mehr erlaubt.

Der staatliche Kampf gegen die Geldwäsche und gegen schwarze Kassen führt dazu, dass uns als „Nebeneffekt“ vom Gesetzgeber ein Stück Freiheit genommen wird. Das ist ein Trend, den wir in vielen Lebensbereichen sehen können.

Auch einige Unternehmen sagen Bargeld den Kampf an

Im Gegensatz zur Politik verfolgen einige Unternehmen ganz andere Ziele, wenn sie dem Bargeld den Kampf ansagen.

Während es der Politik darum geht, Geldwäsche zu bekämpfen und mehr Steuergerechtigkeit durchzusetzen (durchaus positive Ziele), geht es Unternehmen wie dem Kreditkarten-Giganten Visa darum, an der Bargeld-Alternative, dem digitalen Zahlungsverkehr, noch mehr Geld zu verdienen.

„Europa bietet enormes Wachstumspotenzial“, erklärt Albrecht Kiel, seit Oktober 2015 Managing Director Zentraleuropa beim Kartendienstleister Visa Europe.

Schließlich würden noch 70% der Zahlungen im Handel in bar erfolgen. In vielen anderen europäischen Ländern ist diese Quote deutlich kleiner.

Visa ist aber nur ein Unternehmen, das vom bargeldlosen Bezahlen profitiert. Auch alle anderen Kartendienstleister profitieren davon.

Weitere Profiteure sind zum Beispiel Apple (mit Apple Pay für das iPhone) und die Anbieter der Computer-Chips, welche das bargeldlose Zahlen per Handy möglich machen (u.a. NXP).

Meine Einschätzung: Die verdammten Nebenwirkungen

Da die Deutschen in Geldfragen sehr sensibel sind, bin ich überzeugt, dass die Politik das Bargeld nicht plötzlich über Nacht verbieten wird, sondern schrittweise dafür sorgt, dass Bar-Zahlungen langsam aber sicher aussterben.

Dies wird unter anderem daran deutlich, dass die SPD im ersten Schritt den 500-€-Schein abschaffen will und es aus anderen Kreisen Forderungen gibt, das „unnötige“ Kleingeld abzuschaffen.

Eines ist aber auch klar: Wenn es irgendwann die bargeldlose Welt gibt, sind wir noch stärker als jetzt schon „gläserne“ Bürger. Die Unternehmen und der Staat erhalten dann noch mehr Informationen über unser Leben.

Und mehr Information bedeutet auch: Eine noch stärkere Kontrollmöglichkeit. Daher habe ich trotz der positiven Effekte (mehr Steuerehrlichkeit, Kampf gegen Geldwäsche) starke Bauchschmerzen, wenn ich an ein schrittweises Bargeldverbot denke.

29. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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