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Barrick Gold Aktie: China ist an Afrika-Beteiligung interessiert

In den meisten Fällen laufen Übernahmen in der Rohstoff-Branche nach einem bekannten Muster ab:

Ein großer Produzent übernimmt einen kleineren Mitbewerber und sichert sich so Zugriff auf neue Vorkommen. Aber die aktuell angespannte Lage fordert auch die großen Produzenten heraus einmal neue Wege zu gehen.

Ein Beispiel dafür ist jetzt Barrick Gold. Der größte Goldproduzent der Welt ist aktuell in Verhandlungen über seine Beteiligungen in Afrika. Laut einer Pressemitteilung geht es darum, den Mehrheitsanteil an African Barrick zu verkaufen. Offizieller Interessent für diese Beteiligung ist die China National Gold Group.

Strategisch würde das auf jeden Fall passen, denn China ist schon jetzt sehr stark in Afrika aktiv und sichert sich Vorkommen der verschiedensten Rohstoffe. Das ist keine neue Entwicklung.


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Schon vor fast vier Jahren bei meinem letzten Besuch im rohstoffreichen Namibia besuchte ich dort einen chinesischen Markt, auf dem für den großen Anteil chinesischer Arbeiter in Windhoek und Umgebung waren und Lebensmittel aus der Heimat angeboten wurde.

Insofern setzt China jetzt mit der möglichen Übernahme der Mehrheit an einem bedeutenden afrikanischen Goldproduzenten den schon eingeschlagenen Weg weiter fort.

Interessant ist dieser Deal aber auch aus Sicht von Barrick Gold. Das ist der erste große Deal des neuen Barrick CEOs Jamie Sokalsky. Und das ist auf jeden Fall ein klares Signal an die Aktionäre: „Wir tun etwas, um das Ruder herumzureißen“. Zwar ist Barrick Gold noch immer die weltweite Nummer 1 bei der Goldproduktion. Doch das Wachstum kommt ins Stocken.

Und das hat auch beim Aktienkurs Spuren hinterlassen: In den vergangenen 52-Wochen hat die Aktie rund 30% an Wert verloren. Derzeit notiert die Aktie auf einem Niveau wie zuletzt Ende 2008 – das war der Höhepunkt der Finanzkrise.

Nur zur Einordnung: damals kostete die Feinunze Gold rund 800 Dollar. Bis heute hat sich der Goldpreis fast verdoppelt. Die Aktie von Barrick hat sich jedoch nicht bewegt.

African Barrick produziert fast 700.000 Unzen Gold pro Jahr

2011 lag die Produktion bei African Barrick bei 690.000 Unzen Gold. Der Anteil von Barrick Gold daran lag bei rund 500.000 Unzen. Damit macht diese Beteiligung rund 8% der Gesamtproduktion aus. Doch ein Faktor belastet hier das Ergebnis: Die Produktionskosten lagen mit fast 700 Dollar pro Unze deutlich über dem Barrick Durchschnitt von 460 Dollar / Unze.

Das ist sicherlich auch ein Grund, warum sich Barrick Gold nun von dieser Beteiligung trennen möchte. Nun ist African Barrick erst seit rund zwei Jahren an der Börse. Zum Zeitpunkt des Börsengangs lag der Wert der Barrick Betteiligung an African Barrick bei 2,62 Mrd. Dollar. Auf Basis der aktuellen Marktkapitalisierung ist dieser Wert auf nur noch 1,85 Mrd. Dollar geschrumpft.

Bei dem weiteren Potenzial der verschiedenen Projekte in Afrika ist es sicherlich das Ziel eine deutliche Prämie zum aktuellen Wert bei einem Verkauf an die Chinesen zu erzielen. Und diese Prämie ist auch auf jeden Fall gerechtfertigt, denn laufende Minen in der Größenordnung kommen auch nicht jeden Tag auf den Markt.

20. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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