Barrick Gold: Bilanz offenbart diese 3 erfreulichen Details

Der Goldpreis hat schwere Zeiten hinter sich – und mit ihm auch viele Minenbetreiber. Denn da für die Feinunze in den letzten Jahren ein immer niedrigerer Betrag zu erzielen war, sanken auch die Margen, während die Produktionskosten auf hohem Niveau verharrten und die ohnehin schon immensen Schuldenberge weiter anwuchsen.

Eine Kombination, die nicht nur den Minenbetreibern Sorgenfalten auf die Stirn trieb, sondern auch ihren Anlegern. Investitionen in Goldminen galten als ziemlich risikobehaftet, nur wenige trauten sich, hier zuzugreifen.

Goldrausch 2016

Doch jetzt ist alles anders. Seit Beginn des Jahres 2016 hat der Goldpreis wieder kräftig zugelegt, nicht zuletzt dank der Verunsicherung an den Aktienmärkten, die weltweit für heftige Kursabstürze und hohe Volatilität sorgte.

Der Preis für die Feinunze kletterte parallel um rund 15 Prozent, und zwar unabhängig von der Währung: In Euro stieg der Kurs von unter 1.000 auf über 1.100, in US-Dollar von etwas über 1.050 auf zuletzt rund 1.230.


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Und nun zeigt auch einer der wichtigsten Minenbetreiber, dass es für die Branche wieder aufwärts gehen kann. Barrick Gold hat kürzlich seine Zahlen vorgelegt, und die bergen durchaus interessante Details.

Produktionskosten gesenkt

Ein wichtiger Faktor für die Rentabilität der Minenbetreiber sind die sogenannten AISC. Darunter versteht man die Gesamtkosten, die für die Förderung einer Feinunze anfallen. Barrick Gold hat es geschafft, diesen Kennwert deutlich zu senken von 864 Dollar im Jahr 2014 auf nur noch 831 Dollar im vergangenen Jahr – und perspektivisch sollen die Kosten sogar noch weiter reduziert werden.

Schon mit dem jüngsten Wert ist Barrick Gold Spitzenreiter, die Förderkosten der Konkurrenz liegen um etwa 10 bis 20 Dollar höher. Die Kosten-Nutzen-Rechnung ist relativ einfach: Je geringer die Förderkosten, desto höher die Gewinnmarge – umso lukrativer das Geschäft, und das selbst bei gegebenenfalls nachlassenden Goldpreisen.

Schulden reduziert

Ein weiteres klassisches Problem von Goldminenbetreibern ist der Schuldenberg, auf dem sie sitzen. Auch hier gelang Barrick Gold im vergangenen Jahr ein beachtlicher Erfolg: Durch ein großangelegtes Umstrukturierungsprogramm, das unter anderem auch größere Verkäufe beinhaltet, konnten die Schulden um satte 24 Prozent oder gut 3 Milliarden Dollar reduziert werden.

Auch 2016 soll der Schuldenstand um weitere 2 Milliarden Dollar sinken. Perspektivisch will Barrick Gold seine Verbindlichkeiten auf unter 5 Milliarden Dollar bringen, zuletzt war der Betrag mit knapp 10 Milliarden Dollar noch fast doppelt so hoch. Dementsprechend erfordert es einige Anstrengungen, die selbstgesteckten Ziele zu erreichen, doch angesichts der jüngsten Erfolge und des wieder anziehenden Goldpreises erscheint der weitere Kurs durchaus realistisch.

Cashflow generiert

Ein weiterer Pluspunkt: Erstmals seit vier Jahren – also seit Beginn des Goldeinbruchs – ist es Barrick Gold 2015 gelungen, einen positiven Cashflow zu erwirtschaften, und zwar in Höhe von 471 Millionen Dollar. Auch das hängt wiederum mit dem Umstrukturierungsprogramm zusammen, mit Verkäufen und daraus resultierenden geringeren Investitionen.

Insgesamt verfügt Barrick Gold über flüssige Mittel in Höhe von 2,7 Milliarden Dollar – ein solides Polster, um auch schwierigere Phasen zu überstehen.

Alles in allem erscheint die Aktie des Minenbetreibers daher auch aus Anlegersicht wieder attraktiver – was sich nicht zuletzt an ihrem rasanten Anstieg ablesen lässt. Seit Jahresbeginn hat das Papier um rund 80 Prozent zugelegt.

15. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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