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Bausparen: Alte Verträge weiter nutzen

Nicht gerade berauschend sind derzeit die Zinsen auf Spar- und Tagesgeldkonten.

Das Zinsniveau ist so niedrig, dass die Guthabenzinsen noch nicht einmal die schleichende Inflation ausgleichen. Was tun?

Für langjährige Bausparer gibt es einen probaten Trick. Es geht um Bausparverträge, die schon vor Jahren zu deutlich besseren Zinskonditionen abgeschlossen wurden. Die also jährliche Zinsen von 2 bis 3 Prozent oder noch mehr abwerfen.

Hier gilt: Achten Sie darauf, dass Sie die im Vertrag vereinbarte Sparsumme nicht so schnell erreichen. Denn auch ohne Abruf des Bausparkredits und Auszahlung der Sparsumme gilt: Die Bausparkasse kann Ihnen nach Erreichen der Sparsumme den Vertrag einfach kündigen.

Nicht kündigen kann sie dagegen, wenn Sie die vereinbarte Sparsumme noch gar nicht erreicht haben. Sie muss Ihr bisher angespartes Bausparguthaben dann weiter verzinsen. Und zwar mit dem Prozentsatz, der im Bausparvertrag vereinbart war.


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Daher mein Tipp: Wenn Sie es nicht unbedingt brauchen, lassen Sie das Guthaben auf einem Bausparvertrag einfach ruhen. Heben Sie es nicht ab, zahlen Sie aber auch nicht weiter ein, auch wenn das nach den Statuten der meisten Bausparverträge auch nach Erreichen der vereinbarten Summe durchaus möglich ist.

Auf diese Weise setzen Sie sich auch nicht der Gefahr einer Kündigung durch die Bausparkasse aus. Sondern Sie profitieren weiterhin von Zinsen, die zwar nicht üppig, aber immerhin im Vergleich zu heutigen Sparzinsen überdurchschnittlich sind.

Ein Wort noch zum Neuabschluss von Bausparverträgen. Dazu kann ich Ihnen guten Gewissens nicht raten. Und das liegt nicht nur an den mageren Sparzinsen, die solche Verträge bieten.

Bausparverträge sind mit hohen Gebühren belastet 1 bis 1,6 Prozent der Bausparsumme zahlen Sie gleich bei Abschluss. Bei einer Bausparsumme von 8.000 Euro wären dies 80 bis 128 Euro. Andere Gebühren können noch dazukommen.

Auch der versprochene zinsgünstige Kredit ist nicht so vorteilhaft, wie es zunächst scheinen mag. Denn die Bausparkasse zwingt sie durch hohe anfängliche Tilgungsraten, ausgerechnet diesen Kredit besonders schnell zurückzuzahlen. Den oft teureren normalen Immobilienkredit einer anderen Bank müssen Sie dagegen zurückstellen – ob Sie wollen oder nicht.

Schließlich ist ein Nachteil des Bausparens der unkalkulierbare Zeitpunkt der Zuteilung. Das angesparte Guthaben mitsamt Bausparkredit wird Ihnen nicht zwangsläufig sofort ausgezahlt, sobald Sie das vereinbarte Sparziel (meist 40 bis 60 Prozent der Bausparsumme) erreicht haben.

Maßgeblich ist vielmehr eine Bewertungszahl, deren Berechnung auch damit zu tun hat, wie viel Geld die Bausparkasse gerade zur Auszahlung aller fälligen Verträge zur Verfügung hat. Das Ganze ist undurchschaubar und schon deswegen nicht zu empfehlen.

Eine Ausnahme mag gelten, wenn Sie staatliche Förderung (Riester, Arbeitnehmersparzulage oder Wohnungsbauprämie) erhalten können. Dann aber sollten Sie für die Bausparsumme wirklich eine wohnwirtschaftliche Verwendung im Auge haben. Ein Abschluss aufs Geratewohl ist nicht zu empfehlen.

Aber immerhin: Von laufenden Altverträgen können Sie profitieren. Und diese Chance sollten Sie auch nutzen.

Glossar heute: Bausparvertrag

Bausparvertrag: Ein Bausparvertrag ist eine Kombination aus Sparvertrag und Immobilienkredit. Bei Abschluss verpflichtet sich der Bausparer, eine bestimmte Summe vorher anzusparen. Ausgezahlt wird sie dann zusammen mit einem zinsgünstigen Kredit. Sparguthaben und Kreditsumme zusammen ergeben die Bausparsumme. Die Aufteilung ist meist ungefähr bei 50 : 50. Bausparverträge sind beliebt, aber oft vergleichsweise unflexibel, nicht sehr transparent und vor allem, was die Gebührenbelastung angeht, recht teuer.

24. November 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Dr. Erhard Liemen. Über den Autor

Dr. Erhard Liemen ist Chefredakteur verschiedener, international renommierter Informationsdienste. Seit 1996 betreut er den angesehenen und erfolgreichen Dienst "Der Deutsche Wirtschaftsbrief".

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