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Baustoffbranche: Megafusion geht in die nächste Runde

Am deutschen Aktienmarkt wiederholte sich am ersten Handelstag der neuen Börsenwoche ein Muster, das wir bereits mehrfach im März beobachten konnten: Oberhalb von 12.000 Punkten bekommen die Investoren Höhenangst und drücken den DAX durch Verkäufe unter diese Marke. So verlor der DAX heute knapp 1,2% und sackte auf 11.895 Punkte ab.

Während der DAX noch mit der 12.000-Punkte-Marke kämpft, gibt es in anderen Märkten zum Teil spannende Machtkämpfe. Nach zähem Ringen haben die Baustoffkonzerne Holcim (Schweiz) und Lafarge (Frankreich) doch noch ihren Fusionsplan in die nächste Runde gebracht.

Holcim-Aktionäre haben allen Grund zur Freude. Denn: Sowohl Lafarge als auch die Lafarge-Aktionäre müssen Federn lassen, damit die Megafusion von Lafarge und Holcim einen Schritt weiterkommt. Bei dieser Fusion handelt es sich um die größte 2014 in Europa angekündigte Fusion. Das Gesamtvolumen liegt bei 40 Mrd. Euro.

Reitzle setzte sich durch

Wolfgang Reitzle, der ehemalige Linde-Chef und aktuell Verwaltungsratsvorsitzender von Holcim, bekam von seinem Gremium die Aufgabe, Lafarge-Chef Bruno Lafont als Chef des fusionierten Konzerns zu verhindern: Mit ihm an der Spitze gebe es keine Fusion, hieß es aus Zürich von Seiten des Schweizer Baustoffherstellers Holcim.


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Und Reitzle setzte sich in dieser Sache durch. Der 58-jährige Lafont wird nicht Chef des fusionierten Konzerns. Stattdessen soll ein neuer, noch nicht gefundener Manager, die Führung übernehmen. Lafont soll mit Reitzle Co-Verwaltungsratsvorsitzender werden.

Weitere neue Details zur geplanten Megafusion

Der im April des vergangenen Jahres angekündigte Zusammenschluss von Holcim und Lafarge stand zuletzt auch auf der Kippe, weil Holcim die ursprünglichen Konditionen nicht mehr mittragen wollte.

Der französische Lafarge-Konzern, der wirtschaftlich deutlich schlechter dasteht, wollte den Zusammenschluss, mit dem der weltweit größte Baustoffkonzern entsteht, auf jeden Fall retten.

Die Verwaltungsräte beider Seiten haben den ursprünglich als „Fusion unter Gleichen“ betitelten Zusammenschluss jetzt doch etwas „ungleicher“ gemacht und den Holcim-Aktionären einen Bonus versprochen.

In der Anpassung der Bedingungen verständigten sich beide Seiten jetzt auf ein Austausch-Verhältnis von 9 Holcim-Aktien für 10 Lafarge-Akien. Bisher war ein Umtauschverhältnis von 1 zu 1 verabredet. Damit erhalten die Holcim-Aktionäre wegen des unterschiedlichen Umtauschverhältnisses 56% des Kapitals und die Lafarge-Anteilseigner nur 44%.

Die Marktkapitalisierung wird auf Basis des aktuellen Holcim-Kurses und des Tauschverhältnisses bei rund 47 Mrd. Schweizer Franken (CHF) liegen. Als neues Datum für den Abschluss wird Ende Juli 2015 genannt. Die Holcim-Aktionäre sollen am 7. Mai abstimmen und müssen mit einer Mehrheit von 75% zustimmen.

Als Lockmittel wird den Aktionären nach Vollzug der Fusion ein Bonusaktienplan von einer neuen LafargeHolcim-Aktie für je 20 vorhandene Holcim-Aktien in Aussicht gestellt.

Das soll die Fusion bringen

Die Fusion soll pro Jahr 1,4 Mrd. Euro an Kosteneinsparungen bringen. Reitzle lässt sich mit den Worten zitieren: „Ich freue mich, dass wir nun in der Lage sind, unser Projekt zur Entstehung eines wahrhaft weltweit führenden Unternehmens in der Baustoffindustrie fortsetzen zu können.

Bruno Lafont und ich werden eng zusammenarbeiten, um das Wertschöpfungspotenzial dieser Transaktion um Sinne aller Aktionäre zu realisieren.“

Ich gehe auch davon aus, dass der Zusammenschluss unter den geänderten Bedingungen für alle Seiten – und damit auch für die Aktionäre beider Lager – vorteilhaft ist.

23. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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