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Baxalta bläst Ariad-Übernahme ab: Aktie stark unter Druck

Am vergangenen Montag hat Ihnen der Übernahme-Sensor vom spannenden Übernahme-Kampf um den irischen Generika-Hersteller Perrigo berichtet. Der Übernahme-Kandidat wird vom US-amerikanischen Rivalen Mylan umworben, der sich mit einer Milliarden-Offerte direkt an die Perrigo-Aktionäre wenden wird.

Perrigo nimmt den ungewollten Vorstoß allerdings gelassen und geht seinerseits einer Übernahme-Strategie nach.

Sehr vergleichbar ist die Situation bei Baxalta und Shire. Shire versucht mit einer 30 Mrd. Dollar-Offerte Baxalta zu bekommen, doch der Übernahme-Kandidat hält die Offerte für zu niedrig.

Genau wie Perrigo hatte Baxalta der feindliche Übernahme-Versuch nicht davon abhalten können, selbst aktiv zu werden. Für rund 2 Mrd. Dollar wollte der Übernahme-Kandidat Medienberichten zufolge Ariad übernehmen.

Zukäufe mindern die Attraktivität des Übernahme-Kandidaten

Größere Zukäufe mindern die Attraktivität von Übernahme-Kandidaten. Denn dann erhält der unliebsame Bieter weniger Bargeld und mehr Integrationsrisiken wenn er mit seiner feindlichen Offerte Erfolg hat.


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Unter Umständen passt der vom Übernahme-Kandidaten getätigte Zukauf sogar überhaupt nicht zum Geschäft und muss wieder verkauft werden. Sehr große Zukäufe zur Abwehr eines ungewollten Bieters bezeichnet man im Übernahme-Geschäft als „Giftpille“.

Im Falle von Baxalta könnte das die Idee hinter dem Übernahme-Plan des Biotech-Unternehmens Ariad gewesen sein. Doch auch wenn die sich auf Insider-Quellen bezogenen Berichte stimmten, neuen Berichten zufolge hat Baxalta das Interesse an Ariad verloren.

Übernahme-Verhandlungen vermutlich an unterschiedlichen Preisvorstellungen gescheitert

Es könnte natürlich sein, dass Baxalta den Plan aufgab, weil man sich mit Shire nun doch über einen Deal unterhalten will. Gewährt der Übernahme-Kandidat Bucheinsicht, könnte es einen freundlichen Zusammenschluss geben. Es wäre nicht das erste Mal, dass aus einstigen Feinden am Ende Freunde werden.

Möglich ist allerdings auch, dass sich die beiden Unternehmen nicht auf einen Preis verständigen konnten. Vielleicht dachte Ariad, dass Baxalta bereit ist, sehr viel zu bieten, damit der Übernahme-Versuch von Shire abgewehrt wird.

Vielleicht wollte aber Baxalta garnicht so tief in die Tasche greifen, sondern nur Druck auf Shire ausüben. Nach dem Motto: „Entweder ihr bietet mehr, oder wir übernehmen für viel Geld etwas, dass den Deal für euch unattraktiv(er) macht.“

Als dann die Verhandlungen ernst wurden, bekam Baxalta dann kalte Füße – oder Shire hat sich hinter den Kulissen zu Wort gemeldet.

Ariad bleibt weiterhin Übernahme-Kandidat

Möglich ist natürlich auch, dass Baxalta weiterhin Übernahme-Interesse hat und den Druck auf Ariad erhöhen will. Wenn dem so ist, dann ist der Plan voll aufgegangen.

Die Aktie kommt nach Bekanntwerden des abgekühlten Baxalta-Interesses deutlich unter Druck. In einem freundlichen Markt verliert das Papier 17%. Baxalta-Aktien notieren 1% fester.

Wenn Sie die Ariad-Aktie im Depot haben, stellen Sie sich vielleicht die Frage, ob Sie jetzt nach dem Kursverfall verkaufen sollten. Ich bin kein Biotech-Experte und kann die Forschungspipeline von Ariad nicht bewerten.

Die Vergangenheit hat allerdings gezeigt, dass in der Branche nach geplatzten Übernahme-Verhandlungen nicht selten später ein anderer Käufer oder noch einmal der gleiche Käufer auftauchte. Aus sicht des Übernahme-Sensors bleibt Ariad Übernahme-Kandidat in einer Branche die konsolidiert.

3. September 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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