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Bayer erhöht Monsanto-Offerte: In kleinen Schritten zur wahren Zahlungsbereitschaft

Thema Nr. 1 im Übernahme-Geschäft bleibt der US-amerikanische Saatgut-Hersteller Monsanto.

Seit Monaten wird das Unternehmen vom Leverkusener Chemie- und Pharma-Konzern Bayer umworben, doch eine Einigung lässt auf sich warten.

Nachdem die Monsanto-Führung ein erstes Angebot in Höhe von 122 Dollar je Aktie ablehnte, versucht Bayer nun mit einer aufgestockten Offerte auf 125 Dollar je Aktie die Gunst des Managements zu gewinnen.

Neuer Angebotspreis bleibt unter den Erwartungen zurück

Die Angebots-Erhöhung steigert den Wert der Transaktion um 1,5 Mrd. Dollar auf 63,5 Mrd. Dollar. Ob diese Mini-Erhöhung ausreicht, damit Monsanto eine Übernahme befürwortet ist allerdings sehr fraglich.

Analysten hatten mehrheitlich den fairen Preis zwischen 130 und 140 Dollar je Aktie angesiedelt. Monsanto hatte zuletzt allerdings schwache Geschäftsergebnisse vorgelegt und der Ausblick war auch wenig überzeugend.

Zudem dürfte das Unternehmen den Atem der Investoren im Nacken spüren, die gerne einen schnellen Gewinn einstreichen wollen. Die Investoren wissen, dass ohne Übernahme-Chance der Aktienkurs tiefer liegen würde.


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Markt reagiert gelassen auf neuen Bayer-Vorstoß

An der Börse sorgte die Meldung nur kurz für Aufregung. Die Bayer-Aktie ging für wenige Minuten in die Knie und konnte sich dann wieder fangen. Am Mittag kostet das Papier in einem schwächeren Handel 93,10 € – ein Minus von 0,1%.

Das neue Übernahme-Angebot sorgte bei den Monsanto-Aktionären nur für kleine Zugewinne von 3% auf 104,22 Dollar. Damit notiert die Aktie 20% unter dem Angebotspreis. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Skepsis über eine Einigung zwischen den beiden Parteien groß ist.

Bayer mit klarem Übernahme-Plan – doch der Preis bleibt problematisch

Aus der Sicht von Bayer ist das Angebot „die beste Gelegenheit für die Monsanto-Aktionäre zur sofortigen Wertsteigerung“. Bayer ist überzeugt davon, dass die Kartellbehörden kein lösbares Problem darstellen werden und hat die Finanzierungsfrage geklärt.

Für den Fall, dass der Deal an den Behörden scheitert, ist Bayer bereit, eine Vertragsstrafe von 1,5 Mrd. Dollar zu zahlen. Die Argumente sind stark, doch vermutlich wird es mit Verweis auf die Monsanto-Pipeline nicht für eine Einigung reichen.

Aufstockung – Bucheinsicht – Aufstockung – Deal ?

Eine sofortige Einigung zwischen Bayer und Monsanto ist nicht zwingend für einen Deal. Bayers Angebot ist nicht final.

Die kleine Aufstockung war vielleicht auch nur ein Testballon, wie sich die Aktionäre sich verhalten, vor denen sich das Management natürlich rechtfertigen muss.

Argumentiert wird, das im Laufe der Gespräche herausgekommen ist, dass auch 125 Dollar je Aktie noch sehr vorteilhaft für Bayer ist. Das ist quasi Standard. Jetzt geht es darum, dass Monsanto den Ball aufnimmt und im Gegenzug Bucheinsicht gewährt.

Dann hat Bayer je nach Ausgang der Prüfung wieder ein Argument, um den Aktionären zu erklären, dass ein Deal auch zu den von Analysten genannten 130 Dollar  je Aktie noch sehr vorteilhaft ist.

Im Ideal-Fall nimmt Monsanto dann an und der Deal steht. Problem: Es ist durchaus möglich, dass Monsanto nicht die Bücher öffnet.

Dann wird es schwierig für Bayer zu rechtfertigen, warum ein höherer Preis doch gerechtfertigt ist. Und dann ist die Gefahr, dass der Deal platzt, ziemlich hoch.

Der Übernahme-Sensor bleibt für Sie am Ball. In den kommenden Tagen haben Sie Gewissheit.

15. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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