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Berichtssaison: Viel Raum für positive Überraschungen

Gestern eröffnete die Alcoa-Aktie mit gut 5% Kursverlust. Vielleicht haben Sie bereits davon gelesen. Der Grund für die deutlichen Kursverluste waren die am Tag zuvor nach Börsenschluss veröffentlichten Quartalszahlen und der Ausblick auf das Jahr 2016.

Das sieht auf den ersten Blick nach einem enttäuschenden Auftakt für die Berichtssaison aus. Und in der Tat, die Alcoa-Aktie bekam keine Impulse, nach oben zu klettern.

Der Kursverlust zum Handelsauftakt relativiert sich aber. Denn dieser Kursverlust entspricht in etwa genau dem Kursgewinn vom Tag zuvor. Da hatten die Anleger die Papiere in Erwartung positiver Nachrichten gekauft und den Kurs um ebenfalls rund 5% steigen lassen.

Wenn Sie die Kursnotierungen von einmal rund +5% und einmal rund -5% nicht berücksichtigen, hat sich die Aktie kaum bewegt. Es gab also weder eine Enttäuschung noch eine positive Überraschung.

In etwa hatten die Märkte das vorgelegte Ergebnis erwartet, wenn Sie das Gezocke am Handelstag vor der Veröffentlichung der Zahlen außer Acht lassen.

Der Markt erwartet also gar nicht viel von der Berichtssaison. Die Börsen Zeitung titelte zu diesem Thema einen Bericht in ihrer Internetausgabe mit den Worten:

„Wall Street rechnet mit schwächster Quartalssaison seit 2009“

In diesem Bericht schrieb die Börsen Zeitung von einer Enttäuschung der Alcoa-Zahlen und verwies auf das rückläufige Ergebnis. Vergessen Sie Alcoa. Die stehen nur als Wegweiser für die anlaufende Berichtssaison. Und da sind die Erwartungen, so wie bei Alcoa, nicht hoch.


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Das US-amerikanische Finanzdaten- und Softwareunternehmen FactSet Research Systems erwartet für die Berichtssaison rückläufige Ergebnisse und gibt, dem Bericht der Börsen Zeitung zufolge, ein Minus von knapp 9% an. Damit, so die Börsen Zeitung, sind „weitere Enttäuschungen“ abzusehen, selbst wenn das durchschnittliche Ergebnis etwas besser als minus 9% ausfällt.

Berichtssaison: Viel Raum für positive Überraschungen

Kennen Sie das?

  • Gute Quartalszahlen. Der Aktienkurs des Unternehmens fällt deutlich.
  • Schlechte Quartalszahlen. Der Aktienkurs des Unternehmens legt deutlich zu.

Beide Reaktionen können Sie regelmäßig beobachten. Sie sind nicht ungewöhnlich. Und das, was auf den ersten Blick unlogisch wirkt, lässt sich ganz einfach und logisch erklären.

Gute Quartalszahlen: Es wurden aber bessere Zahlen erwartet. Das Ergebnis liegt entsprechend unter den Erwartungen. Die Aktie verliert.

Schlechte Quartalszahlen: Es wurden aber noch schlechtere Zahlen erwartet. Das Ergebnis liegt entsprechend über den Erwartungen. Die Aktie legt zu.

Das ist Börsenalltag.

FactSet erwartet einen durchschnittlichen Rückgang der Ergebnisse von 9%. Das ist bekannt und in den aktuellen Kursen eingepreist. Sind die Ergebnisse dann aber im Durchschnitt „nur“ 7% rückläufig, bedeutet das: Sie lesen laufend von positiven Überraschungen (gemessen an den niedrigen Markterwartungen).

So interpretiere ich Nachrichten dieser Art. Und meist behalte ich Recht.

In diesem Sinne: Freuen Sie sich auf eine Berichtssaison, die Ihnen etliche positive Überraschungen liefern kann.

Zum guten Schluss: Heute vor 273 Jahren, also am 13.04.1743, kam Thomas Jefferson, der spätere 3. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, zur Welt. Ein Zitat aus einem früheren Jahrhundert – und doch ist es tagesaktuell, was er sagte:

„Banken sind gefährlicher als Armeen.“

Banken sorgten für den Fast-Crash der Finanzmärkte im Jahr 2008. Auch danach gab es kaum einen Finanzskandal, in den große Banken nicht verwickelt sind oder waren. Panama lässt grüßen.

Apropos grüßen: Ich sende Ihnen beste Grüße und wünsche Ihnen eine sonnige Woche.

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

13. April 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.

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