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Bieterkampf um Haldex: Übernahme-Spekulanten sind erneut die großen Gewinner

Das Beste was einem Übernahme-Spekulanten passieren kann, ist ein Bieterkampf. Denn wenn 2 Bieter sich um 1 Unternehmen streiten, freut sich der Aktionär über steigende Angebote.

Dann bei einem Bieterkampf geht es nicht mehr nur um den eigentlichen Wert des Unternehmens. Geld und Zeit wurde bereits investiert und man möchte nicht dem Konkurrenten das Feld überlassen.

Die bereits geleisteten Kosten und der strategische längerfristige Vorteil fließen dann stärker in die Kalkulation mit ein.

Der strategische Preis ist dann am Ende deutlich höher als das, was sonst gezahlt worden wäre. Aktuelles Beispiel dafür ist der schwedische Bremsen-Hersteller Haldex.

Erst-Angebot bei 94,42 Kronen…

Eigentlich hätte Haldex schon im Juli vom LKW-Achsen-Hersteller SAF Holland übernommen werden können. SAF legte ein Angebot von 94,42 Kronen je Aktie für die Schweden auf den Tisch und hatte gute Chancen damit zum Zug zu kommen.

Doch leider – aus der Sicht von SAF Holland – wollte auch Automobil-Zulieferer ZF Friedrichshafen den Übernahme-Kandidaten kaufen. Und ZF bot 100 Kronen je Aktie.

Das Haldex-Management entschied sich daraufhin für die finanziell attraktivere Offerte.


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….dann bei 110 Kronen….

Nachdem sich SAF nicht an einem Bieterkampf beteiligen wollte und das Angebot zurückzog, sah ZF bereits wie der sichere Sieger aus.

Doch während ZF sich um den Abschluss der Transaktion bemühte, betrat der Bremsen-Hersteller Knorr Bremse die Bühne und legte eine höhere Offerte auf den Tisch.

Knorr Bremse bot 110 Kronen je Aktie und trat damit einen Bieterkampf los.

Denn ZF dachte gar nicht daran aufzugeben. Der Automobil-Zulieferer erhöhte seinerseits das Angebot auf 110 Kronen je Aktie und gewann damit die Zustimmung der Haldex-Unternehmens-Führung.

…aktuell bei 125 Kronen….

Dies wiederum führte dazu, dass Knorr Bremse noch einmal aktiv wurde und auf 125 Kronen je Aktie erhöhte. Die Antwort kam postwendend: ZF stockte seinerseits auf 120 Kronen auf.

Jetzt warten die Bieter gespannt auf die Reaktion des Haldex-Managements.

Die ZF Offerte liegt zwar 5 Kronen tiefer, doch ZF sieht sich mit Blick auf die Produkt-Paletten und der Kompetenz im Bereich autonomes Fahren langfristig als der bessere strategische Partner.

Zudem hat sich ZF schon 21% der Haldex-Aktien gesichert und bessere Karten beim Genehmigungsprozess mit den Behörden. Dass die ZF-Offerte finanziell unterlegen ist, bedeutet also keineswegs, dass Knorr Bremse den Bieter-Wettkampf gewinnt.

Und sollte sich Haldex für das ZF Angebot entscheiden, dann bleibt immer noch die Möglichkeit, dass Knorr Bremse seinerseits noch einmal das Angebot erhöht, um die Gunst des Haldex-Managements zu bekommen.

Für Knorr geht es mehr als für ZF um die Verteidigung der Position im LKW-Markt. Dann spielt es auch nicht mehr eine so große Rolle, dass der Preis dem eigentlichen fairen Wert von Haldex bereits meilenweit weggelaufen ist.

…und Investoren setzten auf eine weitere Angebots-Erhöhung

Egal wer am Ende das Rennen um Haldex macht. Der große Sieger sind wieder einmal die Aktionäre des Übernahme-Kandidaten.

Bereits das 94,42 Kronen-Angebot von SAF lag 11% über dem Schluss vom Vortag. Danach folgten Angebote von 100 Kronen, dann 110 Kronen und jetzt 120 und 125 Kronen.

Das Knorr-Bremse-Angebot liegt also 32% über dem zuerst abgegebenen Angebot. Vielleicht wird es aber sogar noch mehr.

Die Aktie notiert heute kurz vor Handelsschluss an der Heimat-Börse in Stockholm bei 127 Kronen. Einige Investoren gehen also davon aus, dass der Bieterkampf in die nächste Runde geht.

Der Übernahme-Sensor bleibt für Sie am Ball.

16. September 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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