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Bieterkampf um Kabel Deutschland: Worauf Sie achten müssen

Wer bei dem Übernahme-Kandidaten Kabel Deutschland investiert ist, dürfte die gestern Abend bekannt gewordene Neuigkeit genossen haben.

Liberty Global, scharfer Konkurrent des britischen Telekommunikations-Konzern Vodafone, hat ebenfalls Interesse an den Deutschen.

Damit ist zunächst ein für Investoren günstiges Szenario zustande gekommen. Zwei Großkonzerne buhlen um Kabel Deutschland.

Gerade in frühen Stadien eines Bieterkampfes kann dies zu großen Gewinn-Sprüngen führen. Leider ist dieses „kann“ bei dem aktuellen Bieterkampf ein sehr starkes Wort.

Kartellwächter sind das größtes Liberty Global-Problem

Dass Liberty Global ebenfalls ein Interesse an Kabel Deutschland hat, ist von vielen Analysten erwartet worden.

Immerhin geht es um einen führenden Anbieter im attraktiven deutschen Markt und da überlässt ein Unternehmen nicht einfach der Konkurrenz das Feld.

Doch die Möglichkeiten, sich den Übernahme-Kandidaten einzuverleiben sind unterschiedlich So ist es bei Liberty Global höchst fraglich, ob ein Deal überhaupt Chancen vor den Wettbewerbsbehörden hat.


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Denn mit KabelBW und UnityMedia besitzen die Amerikaner bereits eine führende Stellung, die zusammen mit Kabel Deutschland den Kartellwächtern zu stark sein könnte.

Wie streng die Behörden auf die Marktstruktur schauen, wurde im Februar sichtbar. Damals wollte Kabel Deutschland die Telecolumbus aus Berlin für 618 Mio. Euros übernehmen – scheiterte jedoch am Widerstand der Regulierungsbehörde.

Liberty Global überbietet Vodafone…

Medienberichten zufolge hat Liberty Global bereits bei den Kartellwächtern vorgefühlt, wie ein Deal mit Kabel Deutschland aussehen könnte, will dazu aber nichts näheres sagen.

Der Übernahme-Sensor sieht keine Chance, dass eine Übernahme ohne Auflagen zustande kommt.

Dies ist für die Preisfindung sehr wichtig. Es kursieren Gerüchte, dass Liberty Global 85 Euro je Aktie bieten würde. Damit läge das Angebot rund 5% über dem Übernahme-Angebot von Vodafone, dass sich Insidern zufolge bei 81 Euro bewegen soll.

Vodafone könnte die Offerte aufstocken, um Kabel Deutschland – die den Erstpreis als zu niedrig ansahen – zu besänftigen und um Liberty Global auszustechen. Wie würde dann Liberty Global verfahren?

…hat aber dennoch schlechte Karten

Analysten bezeichnen das Synergie-Potenzial bei einem Deal zwischen Kabel Deutschland und Liberty Global als deutlich geringer, als bei einem Zusammenschluss mit Vodafone.

Auch die Bilanz würde bei Liberty Global stärker strapaziert werden als beim Konkurrenten.

Zusammenfassend: Weniger Synergien, weniger Finanzkraft und geringerer Deal-Wert aufgrund von zu erwartenden Auflagen. Es stellt sich also die Frage, wie lange Liberty Global einen Bieterkampf mitgehen könnte.

Und weiter: Wie groß ist der Nachteil für Liberty Global, wenn Kabel Deutschland an Vodafone geht? Diese wohl wichtigste Frage entscheidet über Libertys Biet-Verhalten.

Angesichts der bereits ausgesprochen hohen Bewertung von Kabel Deutschland erwartet der Übernahme-Sensor nur begrenztes Aufwärtspotenzial.

Keine strategischen Preise – kein attraktives Chancen-Risiko-Verhältnis

Es ist also gut möglich, dass Liberty Global in den Ring gestiegen ist, um Vodafone lediglich zu einer hohen Offerte zu bewegen. Nach einer Aufstockung seitens Vodafone könnte der „Bieterkampf“ bereits beendet sein.

Aber auch da stellt sich die Frage, was Vodafone zu zahlen bereit ist. Erste Analysten beziffern das greifbare Synergie-Potenzial auf bis zu 16 Euro je Aktie.

Das durchschnittliche Kursziel bewegte sich bei Aufkommen der Übernahme-Gerüchte bei deutlich unter 70 Euro.

In der Summe zeigt sich also, dass die Übernahme-Chance weitestgehend eingepreist ist. Auf Basis des Chancen-Risiko-Profils einer Investition, sollte ein Einstieg vermieden werden.

Sie müssen nicht bei jedem Deal dabei sein, um erfolgreich auf Übernahme-Kandidaten zu setzen. Strategische Preise, die deutlich über dem fairen Wert liegen, werden nur gezahlt, wenn beide Bieter in etwa gleiche Chancen haben. Das ist hier nicht der Fall.

18. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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