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Bieterkampf um Starwood Hotels: Marriott hat wieder die Nase vorn

Der Bieterkampf zwischen der Marriott-Hotelkette und dem chinesischen Versicherungskonzern Anbang um die US-amerikanische Hotelkette Starwood Hotels (Westin, Sheraton) geht weiter.

Marriott teilte gestern mit, dass die Offerte auf 0,8 Aktien und 21 Dollar in bar je Starwood-Anteilsschein aufgestockt wird. Der Gesamtwert der Offerte liegt mit 79,47 Dollar jetzt über dem Anbang-Angebot, das 78 Dollar in bar je Aktie wert ist.

Wenig verwunderlich, unterstützt das Starwood-Management nun wieder die Marriott-Offerte und empfiehlt den Aktionären die Annahme auf der außerordentlichen Hauptversammlung am kommenden Montag.

Marriott-Aktienkursrückgang verringert Wert der Starwood-Offerte

Hintergrund: Im Herbst vergangenen Jahres einigten sich Marriott und Starwood auf eine Übernahme. Aufgrund einer Marktschwäche verringerte sich der Wert der Marriott-Umtausch-Offerte.

Dies nutzte der chinesische Versicherungskonzern Anbang, um den Deal mit einer Bar-Offerte zu torpedieren. Das Angebot war im Vergleich zur ursprünglichen Offerte nicht werthaltiger, jedoch im Vergleich zum reduzierten Wert der Offerte (nach dem Kursrückgang der Marriott-Aktie).


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Anbang für großzügige Preise bekannt

Im noch jungen Jahr 2016 wurden bereits 3 Übernahmen auf der Zielgeraden abgefangen. Im Vorjahr waren es insgesamt 12. Ob in diesem Fall die Übernahme komplett kippt oder Marriott Starwood endgültig zurückgewinnen konnte, ist völlig offen.

Viele Analysten gehen davon aus, dass Anbang noch einmal mit einer höheren Offerte zurückkommt. Wenn berücksichtigt wird, wie aggressiv der Versicherungskonzern zuletzt bei anderen Übernahmen vorgingen, ist dies auch sehr gut vorstellbar.

Vor 2 Wochen wurde bekannt, dass Anbang offenbar für 6,5 Mrd. Dollar Strategic Hotels übernimmt. 3 Monate früher kaufte der Finanzinvestor Blackstone die Kette für 6 Mrd. Dollar. Ein 500 Mio. Dollar-Plus in 3 Monaten ist sehr viel.

Es heißt, dass die Chinesen längerfristig denken und tiefe Taschen besitzen. Anbang hat sich bislang nicht zur neuen Marriott-Offerte geäußert, doch ist eine Aufstockung sehr gut vorstellbar.

Medienbericht: Starwood-Übernahme nicht genehmigungsfähig

Gegen einen Deal spricht, dass Anbang nicht alleine für Starwood bietet, sondern gemeinsam mit Finanzinvestoren. Ob diese die gleichen tiefen Taschen haben, ist fraglich. Zudem gibt es offenbar ein größeres regulatorisches Problem.

Einem chinesischen Medienbericht zufolge, hat ein „13 Mrd.-Plus Zukauf“ keine Chance auf eine Genehmigung. Anbang hat bereits im Portfolio das Maximum von 15% der Anlangen in Auslands-Investments erreicht. Demnach würde nicht einmal die Strategic Hotels-Übernahme genehmigt werden.

Geringe Aufstockung könnte ausreichen, um Starwood endgültig zu bekommen

An der Börse sorgte die Aufstockung für einen weiter steigenden Aktienkurs. Der Starwood-Anteilsschein kostet 83,45 Dollar und damit ziemlich genau soviel, wie die beiden Offerten wert sind.

Da das Rennen sehr eng ist, müsste Anbang nicht viel mehr bieten, um wieder die Nase vorn zu haben. Es heißt, dass eine aufgestockte Offerte auch nicht mehr zu einer weiteren Marriott-Offerte führen würde. Anbang könnte also relativ leicht das Management wieder für sich gewinnen.

Vorher würde das Starwood-Management aber mit Sicherheit nachhaken, was an den Medienberichten dran ist, dass eine Übernahme nicht genehmigungsfähig ist. Zudem müsste Starwood eine von 400 auf 450 Mio. Dollar aufgestockte Breakup-Fee zahlen, die Marriott dann einstreichen würde.

Mit zwei gleich hohen Offerten und vielen Plus und Minus-Punkten bleibt der Bieterkampf spannend. Wenn Sie die Aktie im Depot haben, können Sie sich freuen. Nach unten stützt das Marriott-Angebot den Kurs – nach oben ist noch Luft (keine Kaufempfehlung – Starwood Hotels ist Position in meinem Börsendienst Übernahme-Gewinner: „American Targets“).

22. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

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