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Bieterkampf um Starwood Hotels: So langsam wird es teuer

Der Übernahme-Kampf um die US-Hotelkette Starwood Hotels (Westin, Sheraton) geht in dieser Woche weiter. Am Ostermontag hatte der chinesische Versicherungskonzern Anbang den Einsatz weiter erhöht.  Je Starwood-Aktie bietet Anbang nun 82,75 Dollar.

Das Management des Übernahme-Kandidaten hat sich zwar noch nicht endgültig zum neuen Vorstoß geäußert, doch dürfte das neue Angebot der Marriott-Offerte, die auf rund 79,50 Dollar je Aktie kommt, vorgezogen werden.

Jetziges Angebot 8,9% über Ursprungs-Offerte

Für Anbang ist das neue Angebot bereits die zweite Nachbesserung. Ursprünglich schwebte dem Versicherungskonzern, dem auch schon das legendäre Waldorf Astoria-Hotel in New York gehört, ein Preis von 76 Dollar je Starwood-Aktie vor.

Der Preis reichte jedoch nicht, um das Starwood-Management dazu zu bewegen, die einvernehmliche Hochzeit mit Marriott Hotels platzen zu lassen. Erst als Anbang auf 78 Dollar je Aktie aufstockte, gewann man die Management-Unterstützung – zumindest kurzfristig.

Marriott versuchte über Breakup-Fee weiteres Wettbieten zu verhindern – doch Starwood spielte nicht mit

Denn Marriott Hotels ließ im Rennen um  Starwood nicht locker und besserte das Angebot ebenfalls nach. Der Wert der Offerte stieg deutlich – von vormals rund 72 Dollar je Aktie auf 79,50 Dollar. Zudem wurde der Cash-Anteil erhöht, was sehr wichtig war. Im Übernahme-Geschäft gilt: Cash is King!


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Starwood unterstützte daraufhin wieder die Übernahme-Offerte von Marriott. Der zurückgewonnene Bieter wollte dann vertraglich durchdrücken, dass die im Übernahme-Geschäft übliche „Breakup-Fee“ (eine Strafe, für den Fall, dass sich der Übernahme-Kandidat für einen anderen Bieter entscheidet) sehr hoch gesetzt wird, um weitere Gegenangebote unattraktiv zu machen.

Mit der Forderung biss Marriott aber auf Granit, denn Starwood wollte die Tür für Anbang natürlich offen halten. Die Strafe wurde lediglich auf 450 Mio. Euro angehoben – zu wenig, um für Anbang nicht mehr interessant zu sein.

Weiteres Wettbieten macht Zukauf teuer

Anbang hat jetzt im Rennen um Starwood wieder die Nase vorn. Die entscheidende Frage lautet nun: Was macht Marriott? Kommt die Hotelkette noch einmal mit einer aufgestockten Offerte zurück?

Der Übernahme-Sensor meint: Nein. Marriott ist bekannt für disziplinierte Preise. Die vorherige Aufstockung ließ sich noch begründen, nachdem eine intensivere Buchprüfung ergab, dass das Kosteneinsparungspotenzial doch größer ist als ursprünglich angenommen.

Jetzt ist der Punkt gekommen, ab dem die Übernahme wenig profitabel wird und die Übernahme-Gegner stark werden. Frühere Bieterkämpfe haben nicht selten hohe Abschreibungen nach sich gezogen.

Es ist manchmal sinnvoll, aufgrund von strategischen Überlegungen und Marktveränderungen (Airbnb) tiefer in die Tasche zu greifen als es für Außenstehende angemessen erscheint. Starwood ist allerdings nicht das Juwel, zu dem es keine Alternativen gibt. Starwood „beschützt“ auch nicht das Marriott-Geschäft.

Jetzt noch einmal nachzubessern, ist nur schwer zu rechtfertigen und würde voraussichtlich auch dem Marriott-Aktienkurs zusetzen.

Aber wer weiß. Bei Übernahme-Kämpfen ist man schnell geneigt, noch ein paar „Milliönchen“ oben drauf zu packen, mit der Vermutung, dass es sich wohl schon irgendwie lohnen wird. Man will nicht bereuen, eine Chance wegen ein paar Dollar liegen gelassen zu haben.

Egal wer das Rennen macht: Starwood-Aktionäre haben schon gewonnen

Das bringt uns zu den großen Gewinnern des Bieterkampfes: Die Starwood-Aktionäre. Vom Tief bei 58,40 Dollar Mitte Februar ist die Aktie inzwischen 40% entfernt. Und es kann noch mehr werten.

Starwood-Aktionäre  können in Ruhe abwarten, wer der Höchstbietende sein wird. Nach unten ist der Kurs zudem gut abgesichert (keine Kaufempfehlung! Die Aktie ist Position im Arbitrage-Depot meines Börsendienstes „American Targets“).

29. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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