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BMW: Die Nummer 1 im Premium-Segment

Die Autoindustrie schwimmt auf einer Welle des Erfolgs. In den drei größten Absatzmärkten Europa, China und den USA steigen die Absatzzahlen. Vor allem die Modelle der deutschen Premium- Hersteller kommen bei den Kunden gut an.

Ganz vorn steht BMW. Nie zuvor ging es den Münchnern so gut wie heute. Davon profitieren nicht nur die Aktionäre, auch der Arbeitsmarkt erhält Impulse. BMW plant allein in Deutschland in diesem Jahr 5.000 neue Stellen.

Gebraucht werden in erster Linie Ingenieure, die die neuen Modelle entwickeln sollen. Die Beschäftigungsoffensive zeigt aber vor allem eins: BMW ist von der Nachhaltigkeit seines Erfolgs überzeugt.

BMW erfüllt die 3-Filter-Kriterien

Der Autobauer erfüllt die Kriterien der 3-Filter-Strategie nach James O’Shaughnessy:

  1. Seit dem Krisenjahr 2009 ist der Gewinn kontinuierlich gestiegen.
  2. Aktuell errechnet sich ein KUV von 0,7.
  3. Die Aktie entwickelt sich seit 12 Monaten besser als der Vergleichsindex DAX.

2014 war das fünfte Rekordjahr in Folge

BMW hat das Jahr auf breiter Front mit neuen Rekorden abgeschlossen. Der Umsatz stieg um 5,7% und der Gewinn um 9,3%. Die operative Marge im Autogeschäft verbesserte sich von 9,4 auf 9,6%.

Erstmals wurden mehr als 2,1 Mio. Fahrzeuge ausgeliefert. Der Konzern profitierte von zahlreichen neuen Modellen und dem Trend zu größeren Limousinen und Geländewagen. Den größten Absatzzuwachs erzielte der X5 mit 37,4% auf 147.000 Einheiten.


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Aber auch die neuen Modelle der 2er- und 4er-Baureihe hatten einen exzellenten Start. Regional lief es in China mit einem Absatzwachstum von 16,6% auf 457.000 Einheiten am besten.

BMW bleibt auf der Überholspur

Der Blick auf das neue Jahr fiel erst mal vorsichtig aus. Die operative Marge in der Auto-Sparte soll erneut im langfristigen Zielkorridor von 8 bis 10% liegen und das Vorsteuerergebnis um 5 bis 10% steigen.

2014 betrug der Anstieg 10,3% auf 8,7 Mrd. €. Verantwortlich für das langsamere Ergebniswachstum sind hohe Investitionen in die laufende Produktoffensive, mit der BMW seine Spitzenposition im Premium-Segment verteidigen will.

Das Management kündigte allein für dieses Jahr 15 neue und überarbeitete Modelle an. Im Herbst rollt die neue 7er-Reihe von den Bändern. Die margenstarken Luxuslimousinen sollen der S-Klasse von Daimler Paroli bieten, die als Maß der Dinge in der Oberklasse gilt.

Punkten soll der 7er vor allem mit seiner leichten Karosserie aus Karbon. Dadurch werden Spritverbrauch und CO2-Ausstoß deutlich gesenkt. BMW dürfte daher auch im Jubiläumsjahr 2016 auf der Überholspur fahren und mit Rekordergebnissen glänzen.

China ist der wichtigste Absatzmarkt

Die weitere Entwicklung hängt im Wesentlichen vom Erfolg in China ab. Dort verkauften sich die 5er- und 7er- Modelle bisher fast von selbst. Die Volksrepublik verliert zwar an Schwung, bleibt aber der Wachstumstreiber der Autoindustrie.

Branchenexperten rechnen in diesem Jahr mit einem Absatzwachstum von 9% auf 20 Mio. Fahrzeuge. In diesem Tempo will auch BMW seinen China-Absatz steigern.

Von einer Krise kann daher keine Rede sein. Der Markt normalisiert sich nur. Weil sich aber immer mehr Chinesen ein Auto leisten können, ist ein Umdenken in Richtung kleinerer Modelle erforderlich. Die Nachfrage nach den Nobelkarossen flaut dagegen ab.

BMW hält die Konkurrenz auf Distanz

BMW ist immer noch die Nummer 1 im Premium-Segment und will es auch noch lange bleiben. Aber Audi und Daimler sind ehrgeizig und wollen BMW spätestens 2020 überholen. Mit seiner Modelloffensive will BMW die Konkurrenz aus Ingolstadt und Stuttgart auf Distanz halten.

Egal wer letztlich die Nase vorn hat, der Kampf um die Krone in der Premium-Klasse hat auch etwas Gutes: Er macht BMW, Daimler und Audi im internationalen Wettbewerb immer stärker. Sieger wird der sein, der die Herausforderungen der Zukunft am besten meistert.

Neben den Veränderungen in China werden Elektromobilität, autonom fahrende Autos sowie die Digitalisierung der Fahrzeuge die Richtung der Branche bestimmen. Mit den Modellen i3 und i8 ist BMW schon auf dem richtigen Weg. Doch 17.800 verkaufte Elektroautos zeigen, dass der Konzern erst am Anfang des neuen Zeitalters ist.

Wir empfehlen die Vorzugsaktie

BMW gehört zu den Konzernen, die noch mit Vorzugs- und Stammaktien an der Börse vertreten sind. Im Umlauf sind 602 Mio. Stämme und 54,3 Mio. Vorzüge ohne Stimmrecht auf der Hauptversammlung. Im DAX notieren nur die Stammaktien. Deswegen sind sie auch deutlich höher bewertet als die Vorzüge.

Die Bewertungslücke beträgt aktuell etwa 30% (Kurs St.: 112,40 €; Kurs Vz.: 87,57 €). Der Verzicht auf das Stimmrecht wird aber mit einer höheren Dividende belohnt. Vorzugsaktionäre erhalten 2,92 € pro Aktie, Stammaktionäre 2,90 € pro Aktie. Es gibt aber noch einen weiteren Grund, auf die Vorzüge zu setzen:

Im Fall der Zusammenlegung beider Aktien- Gattungen schrumpft die Differenz zum Kurs der Stämme auf Null (Schließung der Bewertungslücke) und es winken hohe Kursgewinne. Zwar gibt es dafür noch keine Anzeichen. Tatsache ist aber, dass die Vorzugsaktie ein Auslaufmodell ist. Und irgendwann wird sich auch BMW dem Trend zur Einheitsaktie nicht entziehen können.

24. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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