Börse: Daimler-Aktie bislang unterbewertet
Die Börsen sind auch am Vatertag mal wieder behäbig gewesen.
Insgesamt hat der Markt den Daumen gesenkt. Grund sind "schwache US-Daten", die wir an dieser Stelle genauso prognostiziert hatten. Die Börsen "preisen" es erst später ein. Grund genug aber für Sie, bei Spezialwerten wie Daimler Sonderchancen voll auszunutzen.
Börse: Daimler-News nicht beachtet
Daimler haben wir erneut bewertet: wie auch andere Autoaktien ist Daimler zu der Umsatzrakete in den Vereinigten Staaten geworden. Die Börse ignoriert ein Umsatzplus in Höhe von 4,7%. Dabei ist alleine schon diese Meldung in zweierlei Hinsicht sehr gut.
Die zweite Nachricht ist der Investitionsplan des schwäbischen Unternehmens. Zusammen mit Linde will Daimler "Wasserstoff-Tankstellen" bauen. Also heißt es nun: kräftig in die Energiewende investieren.
Umsatzrekord mit zwei guten Seiten
Alleine die Umsatzsteigerung in den USA verdient es, noch einmal beleuchtet zu werden. Zum einen haben die Amerikaner deutsche Autos wie VW, Audi, auch BMW, Porsche und eben Daimler regelrecht für sich "entdeckt" oder neu entdeckt.
Dies ist dauerhaft ein positiver Trend, sind die USA doch weiterhin einer der bedeutendsten Märkte der Welt. Neben asiatischen Ländern wie China und – mittel- bis langfristig – Indien wird die USA ein Hauptabsatzgebiet außerhalb Europas sein. Afrika, dem viele Analysten den Sprung nach vorn trauen, können Sie dauerhaft zunächst getrost ignorieren.
Außerdem: US-Dollar Aspekt
Der zweite Aspekt der US-Umsatzzahlen ist der US-Dollar. Deutsche Autos werden – soweit Lieferungen aus Europa folgen – einfach günstiger, auch in der Endmontage in den USA. Dies ist ein etwas länger anhaltender Prozeß und damit positiv, da die USA den Dollar schwach halten.
China hilft beim Absatz
Auch die Chinesen halten den Dollar auf "moderatem" Niveau unten. Die Billionen-Bestände wollen sie aktuell nicht so entwerten wie es nötig wäre, stärken durch Zinssteigerungen aber ihre eigene Währung Rinminbi. Also bleibt der Dollar ein Produktionsvorteil in den USA.
Auf der anderen Seite sind die Erlöse nicht so viel wert, wenn der Dollar schwach ist. Daher sind langsame Abwertungen und ein schwaches Niveau gut für Investoren, ein starker Abfall des Dollar würde den Effekt des Umsatzanstiegs eher ausbremsen.
Noch ist das US-Geschäft nicht so bedeutend, dass der US-Dollar-Crash Daimler an den Rand des Ruins bringen könnte. Daher ist auch das Risiko relativ überschaubar.
Daimler bleibt allein aufgrund der beiden Nachrichten zum US-Absatz sowie zur Kooperation mit Linde eine Empfehlung. Allein das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) von 7,9 ist jedoch eine Investition wert. Die Umsatzrakete aus den USA ist von der Börse unserer Meinung nach falsch bewertet worden.



