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Börsenerfolg mit Brillen

Fielmann steigerte 2014 den Absatz von 7,3 auf 7,6 Mio Brillen, den Umsatz um 6% auf 1,23 Mrd € und den Gewinn um 14,4% auf 162,5 Mio €.

Daraus will der Konzern eine Dividende von 1,60 € je Aktie bezahlen, 15 Cent mehr als im Vorjahr.

Auch im 1. Quartal sind alle Kennzahlen gestiegen. So konnte Fielmann seinen Marktanteil weiter ausbauen und den Absatz um gut 1% auf 1,87 Mio Brillen steigern. Schwerpunkte im Auftaktquartal waren der Ausbau in Deutschland sowie der Einstieg in Italien mit einer Filiale in Bozen.

Die vollständig aus vorhandener Liquidität beglichenen Investitionen beliefen sich auf 11,3 Mio €. Ende März betrieb Fielmann 689 Niederlassungen – 10 mehr als im Vorjahr. Ein in 2 bis 3 Jahren anstehender Generationswechsel könnte dem Brillenverkäufer zu neuem Schwung verhelfen.


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Während Firmen wie Mister Spex oder Brille24 gerade mit jährlichen Wachstumsraten von 30% und mehr den Onlinebrillenhandel in Deutschland etablieren, will Fielmann davon wenig wissen. Einen ersten Schritt wagt jetzt aber auch Fielmann.

Fielmann erste Schritte in den Online-Handel

Der in Österreich eingeführte Onlineverkauf von Kontaktlinsen über eine App soll auch in Deutschland eingeführt werden. Kaufen können jedoch nur Kunden, die diese Produkte zuvor in einer Fielmann-Filiale bereits einmal erworben haben.

Nachbestellungen sind dann via App möglich. Dabei könnte sich Fielmann einen groß angelegten Einstieg ins Onlinegeschäft leisten. Das Unternehmen ist frei von Schulden und verfügt über ein Finanzvermögen von 328 Mio €.

Unternehmensporträt

Fielmann hat sich seit der Gründung des ersten Augenoptiker-Fachgeschäftes im Jahr 1972 und mit „Brillenmode zum Nulltarif“ (auf Rezept) zum europäischen Marktführer entwickelt. Zum Kerngeschäft gehören der Handel und die Herstellung von Sehhilfen aller Art und anderer optischer Produkte, insbesondere Brillenfassungen und -gläser, Sonnenbrillen, Kontaktlinsen, Zubehör und Accessoires.

Bei Luxottica ist Krise ein Fremdwort

Der Konzern steigerte 2014 den Umsatz um 4,6% auf den Rekordwert von 7,65 Mrd €. Das Wachstum ist vor allem den erfolgreichen Marken und guten Geschäften in den Schwellenländern zuzuschreiben.

Luxottica hatte auch einen hervorragenden Start ins neue Geschäftsjahr

Die Gruppe erreichte im 1. Quartal in allen geografischen Schlüsselregionen positive Resultate. Insgesamt legte der Umsatz um knapp 20% auf 2,2 Mrd € zu. Beide Sparten trugen mit zweistelligen Umsatzzuwächsen zu dem Ergebnis bei – der Einzelhandel mit 22,4% und der Großhandel mit 16,9%. Regional verzeichneten die Emerging Markets mit 31% die beste Performance, insbesondere Brasilien und Indien.

Hier rechnet Luxottica mit weiteren Marktanteilsgewinnen. Ein gelungener Schachzug ist Luxottica in China geglückt. Mit dem chinesischen B2C-Online-Händler JD.com konnte ein Deal unterzeichnet werden. Damit wurde eine der größten Sonnenbrillen-Partnerschaften der Geschichte geschlossen.

Luxottica wird natürlich weiterhin seine gleichnamige Eigenmarke verkaufen, sowie die Marken Oakley, Ray-Ban und Vogue. Aber durch die neue Partnerschaft kann er sein Angebot erweitern und auch Sonnenbrillen von Michael Kors, Burberry, Prada, Gucci, Armani, Polo Ralph Lauren und Chanel anbieten. JD.com ist nach Alibaba das zweitgrößte E-Commerce-Unternehmen in China.

Durch den Deal mit JD.com rechnet Luxottica 2015 mit einem deutlichen Umsatzwachstum. In den nächsten 3 Jahren soll der Umsatz 10 Mrd € erreichen.

Unternehmensporträt

Luxottica ist Weltmarktführer im Bereich Design, in Herstellung und Vertrieb von rezeptpflichtigen Brillen und Sonnenbrillen im Premiumsegment. Das Portfolio umfasst die Hausmarken Oakley, Ray-Ban, Vogue, Persol, Arnette und REVO und die Lizenzmarken Burberry, Chanel, Dolce & Gabbana, Donna Karan, Prada, Versace und Ralph Lauren. Luxottica wurde im Jahr 1961 gegründet und ist hauptsächlich in Nordamerika, dem asiatisch-pazifischen Raum sowie China tätig.

6. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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