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Börsenneuling Tele Columbus: Ab morgen im Handel

In der vergangenen Nacht teilte der Kabelnetzbetreiber Tele Columbus mit, dass die Aktien ab morgen im regulierten Markt (Prime Standard) gehandelt werden sollen. Die weiteren Details zu diesem Börsengang erfahren Sie gleich. Die Pläne des Börsengangs gab es bei Tele Columbus schon länger.

Der Börsengang war bereits für Oktober 2014 geplant, wurde dann jedoch kurz vor der Fertigstellung des Emissionsprospektes abgesagt. Der Grund: Das Unternehmen, hinter dem Banken und Hedgefonds stehen, war davor zurückgescheut, in der allgemeinen Schwächephase an die Börse zu gehen.

Doch jetzt macht Tele Columbus Nägel mit Köpfen und hat es plötzlich so eilig, dass man nicht einmal die Veröffentlichung des 2014er-Jahresabschlusses abwarten wollte, sondern stattdessen schon jetzt auf Basis der Neumonatszahlen an die Börse geht.

Was der Börsengang bringt

Ursprünglich lag die Preisspanne für die Tele-Columbus-Aktie bei 8 bis 12 Euro. Doch jetzt teilte das Unternehmen mit, dass man den Preis auf 10 Euro (und damit in der Mitte der ursprünglichen Preisspanne) festgesetzt habe.

Durch die Ausgabe der Aktien sollen inklusive einer sogenannten Mehrzuteilungsoption 367 Mio. Euro eingesammelt werden. Dies teilte das Unternehmen in der vergangenen Nacht mit.


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Das gesamte Angebotsvolumen der Tele-Columbus-Anteile liegt bei gut 51 Mio. Aktien, davon stammen 33,3 Mio. neue Aktien aus einer Kapitalerhöhung. Zusätzlich geben auch Altgesellschafter Aktien ab.

Der Streubesitz soll bei Ausübung der Mehrzuteilungsoption bei über 50 Prozent liegen. Beteiligt an Tele Columbus sind unter anderem mehrere Londoner Finanzinvestoren.

Was Tele Columbus mit dem Geld vor hat

Mit dem Geld will Tele Columbus seine Schuldenlast senken und in den Ausbau der eigenen Kabelnetze investieren. Kerngebiet des Betreibers ist Ostdeutschland. Jedoch ist das Unternehmen auch in einigen westdeutschen Regionen vertreten.

Die Kabelfernsehnetze gelten als Grundgerüst für schnelle Breitbandverbindungen: Bei Geschwindigkeit im Datenverkehr und Reichweite sind sie den Telefonfestnetzen voraus. Damit setzen sie etwa die Deutsche Telekom unter Druck, die über neue Technologien wie Vectoring und den Glasfaserausbau mitzuhalten versucht.

Für datenintensive Anwendungen wie Videostreaming werden immer schnellere Netze benötigt. Und genau davon könnte Tele Columbus profitieren. Allerdings ist die Deutsche Telekom hier nicht der einzige Konkurrent. Auch United Internet fischt nach der Versatel-Übernahme in diesem Teich.

Kabel Deutschland durfte Tele Columbus nicht schlucken

Ende 2012 wollte Kabel Deutschland Tele Columbus übernehmen. Doch das Bundeskartellamt machte Kabel Deutschland im Jahr 2013 einen Strich durch die Rechnung.Der Grund dafür waren Wettbewerbsbedenken. Seitdem galt Tele Columbus gerüchteweise immer wieder als Kaufkandidat.

Denn die Kabelnetze sind begehrt:  So kaufte sich beispielsweise der britische Mobilfunkanbieter Vodafone vor nicht allzu langer Zeit den deutschen Primus Kabel Deutschland und spielt Gerüchten zufolge auch mit dem Gedanken, den Kabelkonzern Liberty Global des US-Medienmoguls John Malone zu schlucken.

Fazit: Greifen Sie nicht direkt beim Börsengang zu

Bei meiner abschließenden Einschätzung kann ich mich nur wiederholen. Denn: Wenn Sie meinen E-Mail-Newsletter „Kapitalmarkttrends“ schon länger verfolgen, kennen Sie meine allgemeine Handlungsempfehlung im Bezug auf Neuemissionen schon:

Ich persönlich halte mich bei Neuemissionen fast immer zunächst zurück, denn ich möchte erst sehen, wie sich ein Unternehmen an der Börse entwickelt und wie die ersten handfesten Zahlen aussehen, bevor ich über einen Einstieg nachdenke.

Daher mein abschließender Rat an Sie: Greifen Sie nicht direkt zu, wenn ein Unternehmen an die Börse geht. Nach Vorlage der ersten Zahlen können Sie überprüfen, ob die oft sehr optimistischen Prognosen, die beim Börsengang frisches Geld anziehen sollten, auch erfüllt wurden.

22. Januar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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