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Börsenparkett: Vorsicht! Frisch gebohnert!

Am deutschen Aktienmarkt geht es heute Vormittag erneut „zur Sache“.

Schon gestern verloren die 4 Indizes aus der DAX-Familie – DAX, MDAX, SDAX und TecDAX – zwischen -1,6% und -2,1%.

Im heutigen Vormittagshandel sackte der deutsche Leitindex zwischenzeitlich bis auf 10.534 Punkte ab und unterbot damit eine weitere wichtige Marke:

Bei 10.652,79 Zählern hatte der DAX 30 am 8. Juli den bis dato tiefsten Punkt seit dem Erreichen seines Allzeithochs am 10. April generiert.

Ein tieferes Tief bedeutet: Der bestehende Abwärtstrend wird bestätigt (oder bekräftigt, wenn Sie so wollen). Auf diese Entwicklung war ich an den beiden letzten Tagen hier in Chartanalyse-Trends bereits detailliert eingegangen.

Trends weiter verschlechtert

Dass sich die Lage am deutschen Aktienmarkt in den letzten gut 2 Wochen signifikant verändert hat, können Sie auch noch an einer anderen Entwicklung festmachen: den langfristigen Trends.

Am 4. August war ich in meinem Beitrag „Trends mal anders betrachtet“ auf das Thema Tagelinien eingegangen. Zur Erinnerung hier noch einmal die Kernaussagen:

„Aktien bewegen sich in Trends. Tagelinien, also die Durchschnittslinien von Kursen über einen vordefinierten Zeitraum fokussieren sich auf den Schlusskurs eines jeden Handelstages. Dadurch werden die Schwankungen im Tagesverlauf eliminiert und durch die börsentägliche Aneinanderreihung der Mittelwerte wird der dazugehörige Trend erkennbar.


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Durch die Wahl des betrachteten Zeitraums können Sie vorab festlegen, ob Sie sich den kurz-, mittel- oder langfristigen Trend anzeigen lassen möchten. Als sinnvoll haben sich die Linien über 20 (kurzfristig), 50 (mittelfristig) und 200 Tage (langfristig) erwiesen.

Je stärker die Trends sind, also je steiler die Tagelinien aufwärts oder abwärts weisen, umso größer wird der Abstand zum Kurs.“

Im Anschluss präsentierte ich Ihnen dazu passende Auswertungen der jeweils 30 Aktien aus dem DAX und dem Dow Jones. Das Ergebnis per 3. August lautete:

Im Dow Jones befanden sich 15 Aktien, also exakt die Hälfte, in einem langfristigen Abwärtstrend. Beim DAX waren es lediglich 7 Titel. Der US-Leitindex bewegte sich unter allen 3 Tagelinien, der DAX hingegen über allen 3 Durchschnittslinien.

Relation der DAX-Aufwärtstrends hat sich umgekehrt

Wenn wir jetzt die Auswertungen auf Basis der gestrigen Schlusskurse betrachten, dann sehen wir am deutschen Aktienmarkt eine dramatische Verschiebung:

Zur Erinnerung: Positive Werte (grün unterlegt) dokumentieren Aufwärtstrends, negative (rot unterlegt) signalisieren Abwärtstrends. Hohe Prozentwerte belegen eine große Trend-Stärke und umgekehrt.

dax 30-aktien mit tagelinien-20-08-2015

DAX 30-Aktien in Euro mit den aktuellen kurz-, mittel- und langfristigen Trends

Lediglich 10 DAX-Aktien notierten per gestern noch über ihrer 200-Tagelinie. Das Verhältnis hat sich also seit dem 3. August nahezu umgekehrt. Fresenius SE ist der einzige Titel im deutschen Leitindex, der kurz-, mittel- und langfristig noch aufwärts tendiert!

Die folgenden Prozentwerte machen deutlich, wie krass sich die Lage am deutschen Aktienmarkt verschlechtert hat: Vor 16 Tagen notierte der DAX +5,9% über seiner 200-Tagelinie, nun liegt er -2,4% darunter.

Dow Jones-Trends geben ebenfalls weiter nach

dow jones-aktien mit tagelinien-20-08-2015

Dow Jones-Aktien in USD mit den aktuellen kurz-, mittel- und langfristigen Trends

Auch im Dow Jones sind die Trend-Werte insgesamt weiter abgerutscht: Die Zahl der Titel in einem langfristigen Abwärtstrend ist von 15 auf 17 angestiegen. Mittelfristig befinden sich nur noch 13 statt zuvor 15 Werte in einem Aufwärtstrend.

Fazit

Die beiden Auswertungen machen deutlich: Die charttechnische Lage in den beiden vielleicht wichtigsten Indizes der Welt hat sich in den letzten 16 Tagen weiter verschlechtert.

Sowohl im DAX (66,7%), als auch im Dow Jones (56,7%) befindet sich inzwischen jeweils die Mehrheit der jeweils 30 Aktien unter ihren 200-Tagelinien.

Da eine Abbildung an dieser Stelle nicht zu machen ist, hier nur die nackten Zahlen:

Im S&P 500 befanden sich Stand gestern 47,1% der 500 enthaltenen Aktien in einem Abwärtstrend. Auch hier sehen wir eine steigende Tendenz.

Bei den rund 2.700 im Nasdaq Composite enthaltenen Aktien liegt der Anteil der Titel unter ihrer 200-Tagelinie schon bei 57,9%!

Das alles zeigt: Sie sollten sich derzeit mit großer Vorsicht auf dem Aktien-Parkett bewegen. Hier ist gerade frisch gebohnert worden und die Rutschgefahr daher außerordentlich hoch!

20. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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