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Ölmulti BP besser als befürchtet: Trendwende bei Aktie

Der drastische Verfall des Ölpreises – seit Sommer um mehr als die Hälfte, auf zwischenzeitlich weniger als 50 US-Dollar pro Fass – hat viele überrascht und verschiedene Branchen schwer getroffen, allen voran natürlich den Energiesektor.

Davon blieb auch der britische Konzern BP nicht verschont: Der Gewinn fiel im vierten Quartal um 21 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar.

Damit lief es schlecht, aber immerhin nicht ganz so schlecht wie befürchtet: Da Analysten lediglich einen Gewinn von 1,63 Milliarden Dollar erwartet hatten, konnte die Aktie nach Bekanntgabe der Zahlen trotzdem zulegen.

Die Abschreibungen in Folge des sinkenden Ölpreises belaufen sich für BP auf mehr als 3,6 Milliarden Dollar. Insbesondere Förderprojekte in der Nordsee und in Angola sind hiervon betroffen.

Nettogewinn bricht ein

Insgesamt verbucht BP für das abgelaufene Jahr einen Nettogewinn von 3,78 Milliarden Dollar – ein Bruchteil dessen, was im Vorjahr eingenommen wurde. 2013 belief sich der Gewinn noch auf 12,5 Milliarden Dollar.


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Und die Lage bleibt schwierig: Vorstandschef Bob Dudley rechnet damit, dass der Ölpreis mittelfristig auf dem niedrigen Niveau verharren wird. Als Reaktion darauf hat BP nun weitere Sparmaßnahmen angekündigt.

Wie auch die anderen Branchengrößen Exxon Mobil, Shell und Chevron sollen vor allem die Ausgaben gekürzt werden. Das Investitionsvolumen für 2015 wurde bei BP auf rund 20 Milliarden Dollar zusammengestrichen – ursprünglich waren 24 bis 26 Milliarden Dollar geplant.

Im vergangenen Jahr hatte der Konzern noch knapp 23 Milliarden Dollar investiert. Während sich der Ölpreis in der ersten Jahreshälfte 2014 auf hohem Niveau behaupten konnte, setzte im Sommer der drastische Verfall ein, basierend auf einer Kombination aus Überangebot und rückläufiger Nachfrage.

Wie lange bleibt der Ölpreis niedrig?

Nun herrscht eine gewisse Ratlosigkeit, wie damit umzugehen ist – zumal die Einschätzungen darüber auseinandergehen, wie lang die Niedrigpreisphase andauern wird. Zwischenzeitlich hatte der Ölpreis wieder etwas Boden gut gemacht, allerdings nur für kurze Zeit. Meist folgte binnen weniger Tage ein erneuter Absturz.

Zwar sind sich Experten einig, dass der Preis langfristig wieder steigen wird. Doch wann die Trendwende beginnt, lässt sich kaum seriös vorhersagen. Insofern sind die Energieriesen gut beraten, sich zunächst einmal auf die für sie schwierige Lage einzustellen.

Bei BP will man an verschiedenen Stellen den Rotstift ansetzen. So wurde bereits angekündigt, Unternehmensteile zu veräußern. Tausende Arbeitsplätze sollen wegfallen, wo genau, steht noch nicht fest. Für die verbleibenden Beschäftigten wurden die aktuellen Gehälter zunächst einmal eingefroren.

BP: Dividende hat Priorität

Für Anleger besonders interessant ist jedoch die Ankündigung, an welcher Stelle ausdrücklich nicht gespart werden soll: An der Ausschüttung der Dividende will BP unbedingt festhalten.

Einen weiteren kleinen Hoffnungsschimmer bietet der Blick auf den Chartverlauf: Zusammen mit dem Ölpreis war auch der Wert der Aktie in der zweiten Jahreshälfte 2014 deutlich eingebrochen. Doch seit Beginn des neuen Jahres geht es wieder deutlich aufwärts. Allein im letzten Monat hat das Papier um rund 20 Prozent zugelegt auf zuletzt gut 6 Euro.

2015-02-07 BP

Wie undurchsichtig die Lage allerdings nach wie vor ist, zeigt sich beim Blick auf die Einschätzungen der Analysten. Diese fielen zuletzt sehr unterschiedlich aus, ebenso wie die Spanne der Kursziele.

Verunsicherte Anleger sollten ihre Investments diversifizieren: Denn während der niedrige Ölpreis den Energieriesen zu schaffen macht, profitieren etliche andere Branchen durch sinkende Produktionskosten von diesem unverhofften „Konjunkturprogramm“.

7. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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