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Branchenreport Auto: BMW, Daimler und VW wieder stark

Liebe Leser,

erinnern Sie sich noch? Das Wort des Jahres 2009 war „Abwrackprämie“. Und tatsächlich brachte diese staatliche Stützungsmaßnahme im vergangenen Jahr den Autokonzernen eine Sonderkonjunktur und deutliche Absatz- und Gewinnsteigerungen. So legte der deutsche Automarkt, der wichtigste in ganz Europa, um enorme 23% zu.

Mittlerweile sind die Effekte der Abwrackprämie verpufft. Das zeigt sich auch am deutlichen Einbruch in Deutschland: in den ersten acht Monaten lag der Neuwagenabsatz nur noch bei 1,9 Mio. Fahrzeugen und damit knapp 29% unter dem Wert des Vorjahres. Dennoch gehören speziell die deutschen Premiumhersteller BMW und Daimler zu den großen Gewinnern an der Börse in diesem Jahr.

Im Kontext der europäischen Branchen nimmt die Autobranche in diesem Jahr den Spitzenplatz ein. Seit Jahresanfang hat sich die Branche um knapp 16% besser entwickelt als der marktbreite Stoxx 600 Index. So ist zwar der deutsche Markt deutlich eingebrochen. Aber international hat sich die konjunkturelle Erholung schon bei den deutschen Automobilkonzernen gezeigt.


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Nun steht mit dem Pariser Autosalon die wichtigste Branchenmesse in diesem Jahr auf dem Programm. Vom 2. Bis 17. Oktober locken alle wichtigen Hersteller auf die Messe. Ein großes Thema ist in diesem Jahr das Elektro-Auto. Mit den Perspektiven diesen alternativen Antriebs werde ich mich in den nächsten Wochen noch einmal näher beschäftigen. Nur so viel: auf der Messe ist auch der US-Hersteller Tesla vertreten, der sich bislang auf die Vermarktung eines Elektro-Sportwagens konzentriert. Passend zum Pariser Autosalon eröffnet Tesla mitten in Paris seinen insgesamt 14. Geschäft weltweit. Seit dem Frühjahr ist das kleine Unternehmen auch an der Börse notiert. Auf Dollarbasis steht derzeit immerhin ein kleines Plus von 14% zu Buche. Da hinkt die neue Technologie den etablierten Marken und Antrieben auch an der Börse doch nach deutlich hinterher.

Und trotz der Messe in Europa liegt der Fokus vieler Konzerne ganz klar in Asien. Kein Wunder: China hat die USA im vergangenen Jahr als weltgrößten Automarkt abgelöst. Die Vereinigten Staaten hatten diese Position seit 100 Jahren inne. Und China wird noch auf Jahre hinaus ein Wachstumsmarkt für diese Branche sein.

Das liegt vor allem daran, dass Autos bislang in China noch immer nur einem kleinen Teil der Bevölkerung vorbehalten sind. So besitzt in China derzeit nur etwa jeder 50. Bürger ein Auto. Statistisch gesehen kommt in Deutschland hingegen auf weniger als zwei Einwohner ein Auto.

Ganz entscheidend für den Erfolg in China ist die aufstrebende Mittelschicht. Für diese stetig wachsende  Bevölkerungsgruppe ist ein Auto auch ein ganz wichtiges Statussymbol. Und genau hier haben die deutschen Hersteller wie BMW, Audi oder Daimler gute Karten. Schon seit langer Zeit ist der Volkswagen-Konzern in China aktiv – ein Vorteil, der sich in den vergangenen Jahren klar gezeigt hat.

In einer aktuellen Branchenstudie haben sich die Experten der National Bank auch die Bewertung der Automobil-Brache angeschaut. Ihr Ergebnis: trotz der guten Kursentwicklung in diesem Jahr ist die Branche weit von einer Überbewertung entfernt. Aktuell schätzen die Experten das branchenweite Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für das nächste Geschäftsjahr auf 10,2. Das entspricht exakt dem Niveau vom Februar 2010. Dabei hat der maßgebliche Stoxx Automobile seit dem um rund 30% zugelegt. Die weiterhin niedrige Bewertung ergibt sich damit aus den deutlich gestiegenen Gewinnschätzungen für 2011. „Die Konsensschätzungen für den im Jahr 2011 erwarteten Gewinn je Aktie der drei deutschen Autobauer BMW, Daimler und Volkswagen liegen aktuell zwischen 15% und 25% über dem Niveau von vor drei Monaten“, sagt National Bank-Analyst Martin Jaisfeld.

Auf dieser Basis stuft er den europäischen Automobilsektor als kaufenswert ein. Die Aussichten der drei deutschen Hersteller werde ich Ihnen in speziellen Ausgaben in dieser und der nächsten Woche genau vorstellen.

Bis morgen,

Heiko Böhmer

Chefredakteur „Privatfinanz-Letter“

29. September 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.