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Brasilien will Kupferproduktion bis 2014 verdoppeln

Wird richten unser Augenmerk heute auf Südamerika und wenden uns der Kupfernachfrage und Kupferförderung in Brasilien zu.

Brasilien will Kupferproduktion bis 2014 verdoppeln

Unter den weltweit größten Kupferproduzenten rangiert Brasilien momentan nur auf Rang 21. Das soll sich jedoch in den nächsten Jahren ändern, denn das südamerikanische Schwellenland beabsichtigt seine Kupferproduktion in den nächsten drei Jahren mehr als zu verdoppeln. Bis 2014 soll der Kupferausstoß der Minen auf 500.000 Tonnen pro Jahr gesteigert werden.

Da sich auf dem Kupfermarkt aktuell eine Verknappung des Angebots abzeichnet, erfolgt die Ankündigung zu einem sehr günstigen Zeitpunkt. Der Bedarf ist da und um den Absatz seiner Förderung braucht sich Brasilien keine großen Sorgen zu machen.

Beim Eisenerz nimmt Brasilien heute schon eine sehr dominante Stellung ein. Klein ist hingegen der Anteil den die brasilianische Kupferförderung an der gesamten Weltproduktion hat. Im Jahr 2010 wurden 230.000 Tonnen Kupfer gefördert, sodass Brasilien auf einen Anteil von 1,5% an der Weltproduktion kam. Durch die Eröffnung neuer Kupferminen soll der Ausstoß nun bis 2014 auf 500.000 Tonnen deutlich gesteigert werden.

Großprojekte und eine wachsende Mittelschicht erhöhen die Kupfernachfrage


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Brasiliens Produktionsausweitung ist deshalb ein zentrales Element der Lösung des zukünftigen Kupferproblems. Kupfer ist das Metall der Infrastruktur. Wie kein anderes Industriemetall zeigt es die fortschreitende Entwicklung und Technisierung eines Landes an. Vor diesem Hintergrund ist es nicht überraschend, dass der Aufstieg der Schwellenländer in Südamerika und Asien mit einem deutlich gesteigerten Kupferverbrauch einherging.

In den kommenden Jahren wird auch Brasilien selbst einen deutlich höheren Kupferbedarf haben, denn im Vorfeld der geplanten Sportgroßereignisse (Fußballweltmeisterschaft 2014 und Olympische Spiele in Rio de Janeiro 2016) werden wichtige Infrastrukturprojekte angeschoben werden müssen.

Egal ob es um Heißwasserleitungen in den Gebäuden oder Stromleitungen geht, der zusätzliche Kupferverbrauch wird enorm sein. Hinzu kommt, dass in Brasilien ähnlich wie in China und Indien eine wachsende Mittelschicht entsteht, deren höheres Durchschnittseinkommen zu einem geänderten, sprich mehr am westlichen Vorbild orientierten Konsumverhalten führen wird.

Kupferverbrauch zeigt Entwicklungsstufe an

Was das bedeutet können Sie an den durchschnittlichen Verbrauchszahlen ablesen: Ein Europäer, Japaner oder US Amerikaner verbraucht im Schnitt pro Jahr 12 bis 14 Kg Kupfer. In Osteuropa liegt der Verbrauch nur bei bescheidenen 4 bis 8 Kg pro Kopf und in China gar nur bei 2 Kg. Weit abgeschlagen rangiert Indien mit einem pro Kopf Verbrauch von nur 1 Kg Kupfer nochmals weit hinter China.

Da es keinen einsichtigen Grund gibt warum ein Inder in Zukunft nicht ähnlich viel Kupfer verbrauchen soll wie ein Chinese es heute bereits tut und die Chinesen in einigen Jahren sicher auch das heutige Verbrauchsniveau von Russland und Osteuropa erreicht haben werden, wird die weltweite Nachfrage nach Kupfer in den kommenden Jahren deutlich zulegen.

Experten aus der brasilianischen Kupferindustrie rechnen beispielsweise damit, dass der Bedarf ihres Landes in diesem Jahr um etwa 10% steigen wird. Im vergangenen Jahr wuchs die brasilianische Wirtschaft um 7,5% und für das laufende Jahr wird ein Wirtschaftswachstum von 4,0% erwartet. Den Grund für das deutlich verminderte Wachstumstempo bilden die höheren Zinssätze und die massiven Budgetkürzungen, die von der Regierung vorgenommen wurden.

Beim Kupfer ist Brasilien autark

Das starke Wachstum machte sich auch beim Kupferverbrauch bemerkbar. 2010 stiegen die Importe von Kupferfertigwaren um 56% auf 944 Mio. US Dollar während der Export von Rohkupfer um etwa ein Viertel anstieg. In Expertenkreisen wird damit gerechnet, dass Brasilien in diesem Jahr nominal autark werden wird und sich in den kommenden Jahren zu einem Kupferexporteur weiterentwickeln wird.

Die größte Kupferförderung unterhält Vale in Brasilien. Vale, dessen Schwerpunkt eigentlich im Eisenerzbereich liegt, will allein durch die Produktionsaufnahme in der Salobo I Mine im zweiten Halbjahr 2011 die brasilianische Kupferproduktion um 127.000 Tonnen erhöhen. Mit dem Abschluss der 2. Phase des Minenausbauprogramms soll im Jahr 2013 noch einmal die gleiche Fördermenge hinzukommen.

Neben anderen kleineren Vale Projekten, die bis 2014 in Produktion gehen werden und bis 2015 insgesamt 150.000 Tonnen Tonnage bringen sollen, sind auch andere Unternehmen dabei ihre Produktion auszuweiten. Darunter beispielsweise auch der lokale Förderer Caraiba Mineracao, der mit seiner Boa Esperanca Mine, die im Jahr 2014 die Produktion aufnehmen soll, eine jährliche Förderung von 30.000 Tonnen anstrebt. Auch der weltweit führende Kupferproduzent, die chilenische Codelco, ist mit zwei Explorationsprojekten in Brasilien vertreten.

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14. April 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.