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„Brexit“: Das wären die Folgen für die Briten

Am morgigen Donnerstag findet in Großbritannien die Abstimmung darüber statt, ob die Briten zukünftig in der Europäischen Union (EU) bleiben wollen oder ob sie den Austritt („Brexit“) bevorzugen.

Lange lagen die „Brexit“-Gegner sowohl bei den Umfragen als auch bei den Buchmachern deutlich vorn. Doch dann schien die Stimmung etwas zu kippen. Plötzlich sahen sogar einige Umfragen die „Brexit“-Befürworter vorn und die Buchmacher ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Doch dann sorgte ausgerechnet der Tod der britischen Pro-EU-Politikerin Jo Cox in der vergangenen Woche für eine erneute Wendung. Zwar liegen „Brexit“-Befürworter und „Brexit“-Gegner laut jüngster Umfragen immer noch dicht beieinander, doch die Buchmacher, die in der Vergangenheit als Indikator deutlich verlässlicher waren als die Umfragen, sehen die „Brexit“-Gegener relativ klar vorn.


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Ich persönlich habe übrigens nie ernsthaft mit einem „Brexit“ gerechnet und tue dies jetzt noch weniger als in der Vorwoche. Dennoch möchte ich Ihnen heute einmal die voraussichtlichen Auswirkungen eines „Brexits“ für die Briten und die britische Wirtschaft aufzeigen.

Briten wären im Falle eines „Brexits“ die größten Verlierer

Wie teuer ein „Brexit“ für die Briten werden könnte, zeigen die jetzt folgenden Zahlen, die britische und internationale Experten errechnet haben. Das britische Bruttoinlandsprodukt (BIP) würde nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Falle eines EU-Austritts um bis zu 10% geringer ausfallen.

Auch für den britischen Arbeitsmarkt hätte ein „Brexit“ katastrophale Folgen: Laut einer Studie der internationalen und renommierten Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Price Waterhouse Coopers (PwC) stehen im günstigsten Fall 950.000 Jobs auf dem Spiel.

Der britische Gewerkschaftsbund rechnet sogar mit dem Verlust von bis zu 4 Mio. Arbeitsplätzen. Davon rund 100.000 allein am dann wohl unattraktiven Finanzplatz London. Das geht aus einer aktuellen Bertelsmann-Studie hervor.

Laut der London School of Economic müssten alle Verbraucher in Großbritannien mit Einkommens-Einschnitten rechnen, da die Preise vieler Waren und Dienstleistungen auf Grund des im Falle eines „Brexits“ deutlich schwächeren britischen Pfunds rechnen.

Einige Experten rechnen damit, dass das britische Pfund im Falle eines EU-Austritts 20% an Wert verlieren würde. Zudem ergab die bereits angesprochene PwC-Studie, dass ein „Brexit“ die britische Wirtschaft bis 2020 rund 100 Mrd. Pfund kosten würde – etwa durch den Verlust von Handels- und Steuervergünstigungen.

Es wird wohl keinen „Brexit“ geben – und das ist gut so

Abschließend möchte ich noch einmal betonen, dass es sich bei den geschilderten Folgen eines „Brexits“ für die Briten und die britische Wirtschaft um ein theoretisches Szenario handelt, da ich nicht davon ausgehe, dass sich die Briten gegen einen Verbleib in der EU aussprechen werden.

Sie konnten aber dennoch erfahren, wie dramatisch die Folgen eines „Brexits“ für die Briten wären und dass es deshalb vor allem für die Briten selbst von Vorteil ist, wenn Sie morgen für einen Verbleib in der EU stimmen.

23. Juni 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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