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Brexit: Großbritannien und der EU-Austritt

Die Aufholjagd des DAX wurde heute gestoppt. Der deutsche Leitindex DAX sackte auf 9.416 Punkte ab. Zum einen belasteten alte Sorgenkinder (der Ölpreis stand heute erneut unter Druck), zum anderen tauchen neue Belastungsfaktoren in den Medien auf. Für Schlagzeilen sorgt aktuell der mögliche „Brexit“.

Nachdem in den ersten Monaten des vergangenen Jahres viel über einen möglichen „Grexit“ (einen EU-Austritt oder -Rausschmiss Griechenlands) geschrieben und diskutiert wurde, beschäftigt uns aktuell das Thema „Brexit“ (darunter versteht man den möglichen EU-Austritt Großbritanniens).

Am 23. Juni 2016 dürfen die Briten darüber abstimmen, ob sie in der EU bleiben wollen oder nicht. Der britische Premierminister, David Cameron, der für den Verbleib in der EU ist, traf sich in den vergangenen Tagen mit EU-Vertretern in Brüssel. Hintergrund: Cameron handelte einige Sonderregelungen für Großbritannien aus, die dabei helfen sollen, die Mehrheit der Briten von einem Verbleib in der EU zu überzeugen.

Zudem drohte Cameron jüngst im britischen Fernsehen, ein Austritt könne „Jobs kosten und er könnte bedeuten, dass Unternehmen aus dem Ausland nicht in Großbritannien investieren“. In die gleiche Kerbe schlägt auch ein offener Brief, der vor dem Austritt aus der EU warnt und den 200 britische Spitzenmanager unterzeichnet haben.


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Offener Brief warnt vor Euro-Austritt

Die Liste der fast 200 Unterzeichner des offenen Briefes gegen einen EU-Austritt Großbritanniens liest sich wie das „Who is Who“ der britischen Wirtschaft. Unterschrieben haben unter anderem die Chefs von Vodafone, BP und Shell sowie der Fluggesellschaften Easyjet und Ryanair.

Auch Jayne-Anna Ghadia, die den Finanzdienstleister Virgin Money führt, ist mit von der Partie – und begründet auch warum: „Als Firmenchefin denke ich, unsere Mitgliedschaft in der EU ist wichtig für den Erfolg unserer Unternehmen, aber auch für die Verbraucher: durch mehr Jobs, mehr Verdienst, mehr Investitionen. Jetzt, wo wir einen Reformdeal haben, der uns in Europa noch stärker macht, möchte ich all das nicht riskieren.“

Alle Unterzeichner argumentieren zudem, dass die Wirtschaft in Großbritannien den ungehinderten Zugang zu einem Markt mit 500 Mio. Menschen (die EU) brauche, um weiter zu wachsen. Schließlich geht etwa die Hälfte der britischen Exporte in EU-Staaten.

Die EU zu verlassen, würde dagegen Investitionen und Arbeitsplätze gefährden, warnen die unterzeichnenden Firmenlenker – deren Unternehmen mehr als 1 Mio. Menschen in Großbritannien beschäftigen.

Auch die deutschen Unternehmerverbände BDI und BDA werben für einen Verbleib des Königreichs in der EU. Kein Wunder: Großbritannien ist die zweitgrößte Volkswirtschaft in der EU und einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands.

Finanzplatz London würde enorm leiden

Besonders bitter wäre ein EU-Austritt Großbritanniens für den Finanzplatz London. Dennoch wirbt der Bürgermeister Londons, Boris Johnson, offensiv für den Brexit und stellt sich damit gegen die beiden wichtigsten Branchen der Stadt – die Banken und die Versicherungen.

Michael Heseltine, lang gedienter konservativer Minister unter Margaret Thatcher und John Major, kritisiert seinen Parteifreund Johnson scharf: Erfülle sich Johnsons Wunsch nach dem EU-Austritt Großbritanniens, würden „in Frankfurt und Paris ihm zu Ehren die Flaggen gehisst“. Mit anderen Worten: Die Finanzplätze Frankfurt und Paris würden davon profitieren, während der Brexit für den Finanzplatz London eine Katastrophe wäre.

Ausblick: Erfahren Sie in den kommenden Tagen hier im „Schlussgong“ noch mehr über den möglichen Brexit und die Konsequenzen, die ein Euro-Austritt Großbritanniens für Großbritannien selbst und für den Rest der EU hätte.

23. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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